Winterkuchen: Fluffige Zitronentarte, die im Mund schmilzt

Diese fluffige Zitronentarte gehört zu meinen Lieblingskuchen. Ich liebe ja den Geschmack von Zitronen und anderen Zitrusfrüchten sehr. Diese Zitronentarte ist total aromatisch, fein säuerlich und schmilzt förmlich im Mund, so weich, feucht und gleichzeitig fluffig ist sie. Vielleicht bin ich auch deswegen so ein Fan von Sizilien, dem Land, wo die Zitronen blühen?

So schön gelb ist die fluffige Zitronentarte.
Lecker zitronig.

Zitronen: Nicht immer sauer

Ich habe die Zitronentarte zuletzt gebacken, als wir aus Sizilien zurückkamen. Wir hatten ganz viele Zitronen mitgebracht, die verwertet werden mussten. Die Zitronen hatten wir beim Dorfbäcker am Fuß des Ätna gekauft, der davon eine ganze Kiste im Laden stehen hatte. Auf Sizilien hat ja so gut wie jeder einen (oder mehrere) Zitronenbäume im Garten. Zitronen auf Sizilien reifen am Baum und sind manchmal viel süßer als die Zitronen, die bei uns landen. Man kann auf Sizilien manche Zitronen mit Schale essen, weil sie so aromatisch und süß sind. Ich durfte schon mehrmals in eine solche süße Zitrone direkt vom Baum beißen. Ein Hochgenuss, besonders für Zitrusfrucht-Freaks wie mich.

Zarte Tarte

Aber zurück zur Zitronentarte. Für die kann man getrost die Zitronen nehmen, die es hierzulande zu kaufen gibt. Die Tarte ist kein sizilianisches Rezept, sondern eher französisch angehaucht – mit vielen Eiern. Durch den Quark hat das Rezept aber auch wieder deutsche Anklänge, denn Quark ist typisch deutsch (in vielen europäischen Ländern kann man keinen Quark kaufen, weil man dort stattdessen Mascarpone, Ricotta, Creme fraiche oder anderes verwendet). Diese Tarte ist jedoch viel „eieriger“, also luftiger und feuchter als ein typischer Käsekuchen. Es ist eben eine Tarte, sprich, eher flach und weich, kann lauwarm verzehrt werden und ist insgesamt eher zart-delikat als wuchtig. In einem Wort: Fein.

Zitronentarte: Ein Rezept für den Winter

Weil viele Zitronensorten im Winter/Frühling reif werden, ist die Zitronentarte in meinen Augen eher ein Winterkuchen als ein Sommerkuchen. Viele Menschen assoziieren zwar mit dem säuerlich-frischen Geschmack von Zitronen eher den Sommer. Aber eigentlich gehört die Zitrone in den europäischen Winter. Deswegen präsentiere ich Euch diese Tarte als Winterrezept.

Die Zitronentarte eignet sich super als Nachtisch für ein kräftiges winterliches Mahl. Denn die saure Frische des Kuchens tut nach einem deftigen Schmaus bestimmt gut.

Fluffige Zitronentarte: Zutaten

Für den Boden:

  • 100g gemahlene Mandeln
  • 110g Dinkelmehl Typ 630 oder Dinkel-Vollkornmehl
  • 40g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt
  • eine große Prise Salz
  • 120g weiche Butter (oder pflanzlicher Ersatz)
  • 1 Ei

Für die Zitronencreme:

  • 5 Eier
  • 200g Zucker
  • 4-5 unbehandelte Zitronen (Bio)
  • 250g Magerquark
  • Puderzucker zum Bestäuben

Fluffige Zitronentarte: Zubereitung

Den Ofen auf 175°C vorheizen (Umluft). Eine Tarte-Form (ca. 28 cm Durchmesser) einfetten.

Alle Zutaten für den Boden zu einem Teig verkneten. Zimt und Salz nicht vergessen, die beiden Gewürze sorgen für geschmackliche Tiefe. Der Teig ist klebrig, nicht wundern. Den Teig in der gefetteten Backform verteilen. Ich verteile den Teig mit den Fingern und drücke ihn überall fest. Dabei auch einen möglichst hohen Rand bilden (der rutscht beim Vorbacken wieder zusammen).

Den Teig in der Form für 15 Minuten im Ofen „blind backen“ (ohne Abdeckung). Nach den 15 Minuten die Form wieder rausnehmen. Wenn der Teig ein bisschen hochgegangen ist, mehrmals einstechen, so dass die Luft darunter entweichen kann. Den Boden wieder festdrücken.

Die Schalen aller Zitronen abreiben. Den Saft von drei Zitronen auspressen. Wer es eher sauer mag, presst vier Zitronen aus. (Ich finde es mit vier Zitronen ein wenig zu sauer, meine Kinder und mein Mann lieben es aber).

Die Eier trennen. Die Eigelbe mit einem Esslöffel heißem Wasser und dem Zucker cremig schlagen, bis die Masse weiß ist. Die Eiweiße zu Schnee schlagen.

Die abgeriebenen Zitronenschalen und den Quark zur Eigelbmasse geben und vorsichtig vermischen. Dann den Zitronensaft dazugeben. Zum Schluss den Eischnee mit einem Löffel mit Loch unterheben.

Die Zitronencreme auf den vorgebackenen Teig geben und den Ofen auf 140°C herunterschalten. Den Kuchen noch ca. eine Stunde backen (Stäbchenprobe). Er sollte gelb bleiben, also nicht anbräunen.

Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben. Als Dekoration sehen Zitronenscheiben oder weiße/gelbe Blüten schön aus. Die Tarte schmeckt auch mit frischen Blaubeeren drauf gut.

Dazu ein schöner Earl Grey Tee mit Milch, und ich bin’s zufrieden.

Guten Appetit!

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  3. Liebe Meike, der Kuchen wurde letzte Woche nachgebacken und war ganz fantastisch. Wir backen eher selten aber das jat sich sehr gelohnt vielen Dank. Lg

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