Orakelkarten / Orakelspiel zu Silvester

Orakelkarten dieser Art könnt Ihr in den Rauhnächten oder zu Silvester verwenden. Man kann damit orakeln, aber auch auf verschiedene Weise damit spielen. Auch mit Kindern / mit der ganzen Familie. Ab ungefähr 6-8 Jahren können Kinder mit Spielvariante 1 (Orakeln) etwas anfangen. Spielvariante 2 kann man super für Kinder jeder Altersstufe anpassen, auch für Kleinere und Jugendliche.

Ihr könnt solche Karten selbst machen (die 60 verwendeten Begriffe unten aufgezählt), oder Euch für den Betrag von 3,- Euro das hier abgebildete Kartenset mit 60 Karten, das ich letztes Jahr gestaltet habe, im Shop kaufen. Das sind drei Din A4-Seiten plus Spielanleitung, die Ihr auf leichtem Karton ausdruckt und ausschneidet.

Auf jeder Karte findet sich das Bild eines Symbols und mögliche Bedeutungen.

Hier im Shop anschauen.

Wie wird gespielt?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Orakelkarten zu verwenden bzw. mit ihnen zu spielen.

Spielvariante 1: Orakel fürs nächste Jahr ziehen

Wichtig sind bei Spielvariante 1 folgende Tipps bzw. Regeln:

  • Die Karten werden mit der bedruckten Seite nach unten in der Tischmitte ausgebreitet. Nicht als Stapel, sondern wild durcheinander, damit man frei aus den Karten wählen kann, wie oben abgebildet. Man kann die Karten nach jedem Ziehen oder jeder Runde nochmal durchmischen.
  • Das Spiel wird besonders schön, wenn jede*r nach dem Ziehen erzählt, was das abgebildete Symbol für ihn/sie bedeutet, was er/sie damit verbindet, was er/sie sich diesbezüglich im nächsten Jahr damit wünscht, oder was er/sie sich davon erwartet. Das Erzählen ist aber kein Muss – wer schweigen will, darf das natürlich.
  • Wichtig zu wissen: Die Bedeutungen der Symbole sind frei. Die Begriffe auf den Karten sind lediglich Anregungen. Wenn sie für Euch nicht passen, kann das Symbol auch für etwas anderes stehen. Bedeutungen von Symbolen können persönlich unterschiedlich ausfallen, deswegen fühlt Euch bei der Interpretation frei.
  • Die Karten werden nicht auf der Hand behalten, denn dann hätten nicht alle die gleiche Auswahl. Das heißt, nach dem Ziehen werden die Karten gleich wieder in die Tischmitte zurück gelegt.
  • Deswegen sollte jede*r einen Stift und Papier haben, um die gezogenen Symbole und Bedeutungen für sich zu notieren.

So geht es:

Ihr zieht reihum Karten als Orakel fürs nächste Jahr. Jede*r zieht immer eine Karte. Die Anzahl der Runden/Karten vereinbart Ihr vorher.

Varianten in der Anzahl und Bedeutung der Karten:

  • Ihr zieht jeder 12 Karten, die jeweils für einen Monat des nächsten Jahres stehen. Erst ziehen alle eine Karte für den Januar, dann für den Februar und so weiter.
  • Oder Ihr zieht jeder insgesamt 3, 6 oder 9 Karten, die generell fürs nächste Jahr stehen. Oder jede*r nur eine!

Für sich allein orakeln

Wenn Du für Dich allein bist, ziehst Du hintereinander so viele Karten, wie es für Dich intuitiv Sinn macht.

Eine gute Zahl sind zwölf Karten, jeweils für die Monate, aber Du kannst auch fünf fürs ganze nächste Jahr ziehen, oder eine andere Anzahl, die für Dich passt.

Du kannst Dir dabei folgende Fragen stellen:

  • Was löst das abgebildete Symbol bei mir aus?
  • Was bedeutet mir das Symbol? Was verbinde ich damit?
  • Was erwarte ich diesbezüglich im nächsten Jahr (im April/im September…)?
  • Was könnte das Symbol mir sagen wollen?
  • Wie kann ich die Botschaft positiv für mich deuten?

Spielvariante 2: Würfeln, Wünschen, Wundern

Für diese Spielvariante braucht Ihr zusätzlich einen Würfel und ein Blatt Papier und Stift.
Diese Spielvariante kann man so gestalten, wie es für die eigene Runde passt, spirituell, emotional, persönlich, orakelhaft oder unterhaltsam – oder eine Mischung davon. Dieses Spiel ist sehr offen und kann für jegliche Art von Spielrunde angepasst werden.

Bei dieser Spielvariante kommt es stark darauf an, was die Spielrunde daraus macht. Wenn die Leute bereit sind, etwas von sich preiszugeben, kann das Spiel sehr berührend werden. Weil Ihr Dinge voneinander erfahrt, die Ihr vielleicht nicht gedacht hättet. Es kann aber auch „nur“ eine extrem spaßige Angelegenheit werden, je nachdem, welche Aufgaben ihr aus der unten stehenden Liste für Euch auswählt und was Ihr daraus macht.

Spielregeln

  • Jeder Würfelzahl von 1 bis 6 wird von Euch eine bestimmte Art von Aufgabe zugeordnet (Ideen siehe unten), z.B. etwas erzählen, etwas wünschen, etwas tun.
  • Die Orakelkarten werden als verdeckter Stapel in die Tischmitte gelegt.
  • Der- oder diejenige, die/der dran ist, würfelt und nimmt die oberste Karte vom Stapel. Je nach Würfelzahl muss er/sie dann das tun, was die zugeordnete Aufgabe ist, und sich dabei auf das Symbol aus der Karte beziehen.
  • Ganz wichtig: Locker bleiben! Die Regeln bitte nicht zu genau nehmen, besonders mit Kindern. Wenn jemand mit einer Karte oder einer Aufgabe nicht gut zurecht kommt oder ihm/ihr nichts einfällt, darf nochmal gezogen oder gewürfelt werden. Man darf Aufgaben auch an andere aus der Runde abgeben, aber nur, wenn der- oder diejenige gerne übernehmen möchte. Es soll Spaß machen und inspirieren, keine*r soll unter Druck stehen!
  • Die Aufgaben zu den Würfelzahlen dürfen im Lauf des Spiels ausdrücklich verändert/angepasst werden. Wenn eine bestimmte Aufgabe Eurer Runde besonders viel Spaß macht, könnt Ihr sie auch zwei oder drei Zahlen zuordnen und dafür etwas anderes streichen, das alle irgendwie nervt.
  • Beim Erzählen dürft Ihr gern ausholen und etwas erzählen, was etwas Emotionales über Euch verrät, dann wird’s besonders schön.
Orakelkarten im Stapel und Papier mit der Zuordnung der Aufgaben zu den Würfelzahlen.

Ideen für Aufgaben für die Würfelzahlen:

  • einen Zweizeiler dichten, in dem das Symbol vorkommt. Dabei muss das Symbolwort nicht zwingend das Reimwort sein. Will heißen: Wenn man „Meer“ gezogen hat, kann man auch dichten: „Das Meer gefällt mir super gut, dort trag ich einen Sonnenhut!“ Man kann auch ausmachen, dass der Zweizeiler gesungen werden muss – aber nur, wer will (kann je nach Runde sehr lustig werden). Man kann auch ausmachen, dass nicht gereimt werden muss, aber ein bisschen poetisch darf’s dann schon sein. 🙂
  • eine Begebenheit aus dem gerade zu Ende gegangenen Jahr erzählen, die mit dem Symbol zu tun hat. Ihr werdet Euch wundern, dass eigentlich jede*m zu jedem Symbol was einfällt – und wenn nicht, kann man ja nochmal ziehen. Beispiel „Knoten“: Ich habe mir im Frühling auf Vinted wunderschöne weiße Leder-Turnschuhe gekauft, die wie angegossen passten. Sie hatten auch tolle dicke Schnürsenkel. Aber LEIDER war es voll ärgerlich: Die Schnürsenkel reichten von der Länge her gerade so für einen Knoten, aber nicht für eine Schleife. Ich habe mich den ganzen Sommer darüber geärgert, aber trotzdem keine anderen Schnürsenkel gekauft. Ich ärgere mich immer noch!
    Oder: In der ersten Jahreshälfte habe ich mich bei der Arbeit total überfordert gefühlt. Ich hatte zu viele Projekte am Laufen, außerdem Schwierigkeiten mit der einen Kollegin, und dann noch mit Zeitdruck und irrsinnigen Wünschen unseres größten Kunden umzugehen. Es fühlte sich an wie ein totaler Wirrwarr, und ich wusste nicht, wie ich da rauskommen sollte. Glücklicherweise hat meine Chefin das bemerkt und mir ein Coaching spendiert. Die Coaching war total gut und hat mit mir innerhalb von drei Sitzungen den ganzen Knoten gelöst. Ich bin ich so dankbar, denn seitdem geht bei der Arbeit alles so viel leichter!
  • einen Wunsch für sich selbst fürs kommende Jahr aussprechen, der mit dem gezogenen Symbol zu tun hat. Beispiel „Sonne“/einfach: Ich wünsche mir viel Sonne im nächsten Jahr.
    Anspruchsvoller: Ich wünsche mir, dass in mein Leben statt Düsternis Sonne einzieht, am liebsten in Form einer neuen Partnerin oder eines neuen Jobs.
  • einen Wunsch für jemanden aus der Runde fürs kommende Jahr aussprechen, der mit dem gezogenen Symbol zu tun hat. Beispiel „Adler“: Ich wünsche Franziska, dass sie im nächsten Jahr viel Kraft und Ruhe hat, damit sie wie ein Adler in Ruhe den Überblick über ihre vielen Aufgaben bewahren kann.
  • einen Wunsch für die Welt aussprechen, der mit dem gezogenen Symbol zu tun hat. Beispiel „Baum“: Ich wünsche der Welt, dass sie im kommenden Jahr nicht noch mehr Bäume verliert, besonders in den Regenwäldern dieser Erde.
  • Assoziationskette durch die Runde bilden: Der- oder diejenige, der/die dran ist, spricht das gezogene Symbol laut aus, die Nebensitzer*in sagt das erste Wort, das ihr dazu einfällt, der nächste wieder das erste Wort, das ihm zu dem Wort der zweiten Person einfällt und so weiter. Beispiel „Wolf“: Wolf – Fressen – Napf – Katze – Schmusen – Kissen – Bett – Kornfeld – Bauer – Traktor.
  • eine fiktive Mini-Geschichte erzählen, in der der Begriff vorkommt – darf gern absurd und schräg sein! Schwieriger kann man es machen, wenn der gezogene Begriff eine Rolle in der Auflösung der Geschichte spielen muss.
  • Die Runde muss das Symbol aufgrund von verbaler Beschreibung erraten – und die Bedeutungs-Wörter dürfen dabei nicht verwendet werden. Diese Aufgabe ist relativ einfach. Man kann’s absichtlich spannender/schwieriger machen.
  • Die Runde muss das Wort aufgrund von pantomimischer Darstellung erraten, das heißt, Du musst das Wort theatralisch vorspielen. Es gelten die Regeln von Scharade.
  • Ein Buch, einen Film, eine Serie, ein Gedicht oder ein Musikstück nennen, das einem gefällt und in dem das Symbol vorkommt. Natürlich sollte auch erzählt werden, warum einem das Buch/der Film/das Musikstück so gut gefällt und was man damit verbindet, zum Beispiel einen bestimmten Lebensabschnitt, ein bestimmtes Gefühl, ein bestimmter Mensch, ein bestimmter Entwicklungsschritt…

Die Begriffe auf den Orakelkarten

Falls Ihr selbst Orakelkarten gestalten wollt, hier die Symbole/Begriffe, die ich verwendet habe:

Kranz – Haar – Baum – Kerze – Hand – Stern – Kräuter – Rad – Luft – Engel – Schwert – Kompass – Apfel – Burg – Regenbogen – Mond – Netz – Königin – Löffel – Münzen – Spiegel – Feuer – Korb – Erde – Knoten – Löwe – Wolf – Sonne – Seil – Igel – Adler – Fisch – Weg – Waage – Meer – Schlüssel – Schlange – Brunnen – Auge – Schmetterling – Blume – Hirsch – Hund – Kristall/Edelstein – Wald – Feder – Fuchs – Perle

Oder meine Orakelkarten hier im Shop anschauen und ggf. bestellen (3 Euro).

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit den Karten, Euren Orakeln und zu Silvester!
Kommt gut rüber ins neue Jahr!

Eure Maike

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