Der Engel in dir: Wochenende in Bildern 23./24. Dezember 2023 (Weihnachten)

Dieses Jahr sind wir zu den Weihnachtsfeiertagen zu Hause in Berlin, weil die Kinder gern zu Hause feiern wollten. Wir fahren am 26. dann aufs Land in unser Häuschen.

Das Gedicht der Woche ist von Rose Ausländer:

Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht
weint über deine Finsternis.
Aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen.
Er bewacht
deinen Weg
Lenk deinen Schritt
engelwärts.

Samstag, der 23. Dezember 2023

Heute ist unser Hochzeitstag. Das ist als Datum eigentlich ziemlich blöd, wenn man Kinder hat und immer mitten in den Weihnachtsvorbereitungen steckt. Dieses Jahr haben wir aber fast alles erledigt, was zu erledigen war.

Weihnachtsstern in der Küche. Es regnet den ganzen Tag.

Mein Mann hat Gutscheine für Lidl geschenkt bekommen. Seine Idee: Jede*r von uns bekommt einen à 10 Euro und darf sich dafür aussuchen, was er/sie will. Einzige Bedingung: es sollen keine Dinge des täglichen Bedarfs sein, sondern Leckereien und Kram, den man sich normalerweise nicht kauft.

Ich finde schöne Stumpen-Kerzen eine besondere Schokolade, sogar Fairtrade.

Die Tochter hat sich eine Hogwarts-Tasse gekauft. Sie frühstückt heute mega deftig – kross gebratener Bacon, Spiegelei und ein Hefebrötchen.

Mein Mann und ich lassen die Kinder zu Hause und unternehmen einen kleinen Stadtbummel zusammen. Wir wollen es erstmal trashig. Wir haben seit JAHREN keine Currywurst mehr gegessen und genehmigen uns eine bei der Curry Baude am Bahnhof Gesundbrunnen. Darauf haben wir uns richtig gefreut. Psst, Geheimtipp: Hier gibt es unserer Meinung nach die beste Currywurst Berlins, viel besser als bei Konopke oder in Kreuzberg.

Sieht aus wie ein schlimmer Unfall, schmeckt aber: Currywurst von der Curry Baude. Nach dem Essen sagen wir beide: „Das reicht jetzt aber wieder für ein paar Jahre.“

Milieu-Wechsel: Wir fahren ein paar Stationen mit der U-Bahn, bummeln durchs verwöhnte, gentrifizierte Mitte und kaufen Leckereien ein. Hier sind wir im „Vom Einfachen das Gute“, ein Feinkostladen in der Invalidenstraße. Hier gibt es sehr gute Käse, Wurst, Brot und Fleisch, alles direkt von kleinen Erzeugern.

Ein Teil der Käsetheke bei „Vom Einfachen das Gute“. Fast daneben kaufen wir in der Patisserie Chez Sébastien kleine Törtchen für unseren Heiligabend-Afternoon Tea.

Wir bummeln weiter durch die Läden und laufen dann nach Hause zurück. Auf dem Weg kommen wir an Galerien vorbei.

Das muss ich natürlich fotografieren.

Weitere Törtchen kaufen wir bei „Du Bonheur“ in der Brunnenstraße.

Am Abend sind wir bei Freunden eingeladen. Genau der richtige Ort für heute Abend. Mit Sarah ganz vorne rechts hat mein Mann früher Musik gemacht. Sie ist eine der coolsten und krassesten Frauen, die ich kenne. Wir haben uns viel zu lange nicht gesehen. Sie und ich hatten immer eine besondere Verbindung. Es ist super schön, diese besondere Nähe sofort wieder zu spüren. Sarah und ich reden den ganzen Abend und freuen uns wie verrückt. Sie hat sich mit über 55 (Mann, sie sieht so viel jünger aus!!!) vor zwei Jahren unsterblich verliebt und ist wahnsinnig glücklich. Das ist so schön; es ist eine glückliche Energie im Raum. Die Runde feiert auch unseren Hochzeitstag. Voll schön.

Teil der Deko in der Wohnung. Hier ist es so schön eingerichtet; cool und minimalistisch, und trotzdem ist die Atmosphäre warm und wohnlich.

Wir fahren mit unseren Rädern viel zu spät nach Hause. Es war so schön.

Sonntag, der 24. Dezember 2023 (Heiligabend)

Die jüngere Tochter weckt uns um 7 Uhr. Auweia, wir sind noch müde. Aber das Kind kennt kein Erbarmen. Also geht mein Mann mit den Hunden raus, und ich koche Tee. Wir sitzen gemütlich im Wohnzimmer und lesen bei brennenden Kerzen „Schnüpperle“ und andere Weihnachtsgeschichten.

Dann polieren die Tochter und ich Äpfel als Weihnachtsbaumschmuck. Wir haben dummerweise den Weihnachtsbaumschmuck und den Baum-Ständer auf dem Land vergessen und mussten uns beides von Nachbarn ausleihen. Strohsterne habe ich noch schnell bestellt, damit hier nicht nur Plastik-Kugeln hängen.

Dann schmücken wir alle zusammen den Weihnachtsbaum. Das ist bei uns Tradition am 24. Dezember.

Bei uns kommen ja echte Kerzen an den Baum. Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen. Ein Weihnachtsbaum mit echten Kerzen ist so viel lebendiger.

Nach dem Mittagessen packe ich Geschenke ein. Dazu genieße ich ein paar Stücke dieser tollen Schoko-Orange aus England. Ich habe sie vor zwei Wochen aus London mitgebracht. Terry’s Chocolate Oranges sind typisch in England zur Weihnachtszeit. Ich liebe (Vollmilch-)Orangen-Schokolade.

Die „Orange“ ist in schmale Schnitze unterteilt. Sehr angenehm und äußerst lecker.

Im Wohnzimmer leuchtet unser roter Herrnhuter Stern.

Die Kirche zeigt Humor.

Wir gehen zum ersten Mal in die Himmelfahrtskirche am Humboldthain. Wir mögen eigentlich unsere gute alte Zionskirche, aber in die kann man zu Weihnachten nicht gehen, weil es viel zu voll ist. Das gleiche in der Gethsemanekirche. Das liegt an den vielen Familien in Mitte/Prenzlauer Berg. Deswegen weichen wir sehr gern in diese unbekannte, kleine Kirche aus.

Jetzt sind wir in Weihnachtsstimmung. Bei uns gibt es ja an Heiligabend immer einen englischen Afternoon Tea, mit herzhaften Sandwiches (Frischkäse/Gurke/Dill), Lachshappen mit frischem Meerrettich auf Pumpernickel und frisches Roggenbrot mit Leberwurst, Birne und Kresse. Außerdem die süßen Törtchen, die wir gestern gekauft haben.

Normalerweise gibt es auch Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade, aber die hatten wir diese Woche schon. Deswegen dieses Jahr mal Törtchen.

Konditor-Kunst bei den Törtchen.

Außerdem natürlich Weihnachtsgebäck.

Die Kinder gehen für ein halbes Stündchen in ihre Zimmer, während mein Mann und ich das Wohnzimmer für die Bescherung bereit machen.

Wir singen mit den Kindern ein wenig in der Küche, bis es aus dem Wohnzimmer klingelt (App mit Timer :-).

… und die Kinder stürzen mit strahlenden Augen ins Wohnzimmer, als seien sie noch ganz klein. Sie freuen sich auch am Weihnachtsbaum und dem Kerzenlicht. Wir öffnen reihum die Geschenke, so dass alle mitbekommen, was die anderen auspacken. Es ist total schön und harmonisch.

Ich mache nach der Bescherung noch meine heutige Rauhnachts-Meditation zum Thema „Verbindung mit den Ahnen“. Ich nehme ja an der tief gehenden Rauhnachts-Begleitung von Corinna und Andreas Mairold teil. Das ist ein außergewöhnliches Rauhnachts-Programm, das gut durchdacht ist, mit angeleiteten Meditationen, Workbook mit Reflexionsfragen und Räucherungen. Heute standen eine geführte Meditation (Fantasiereise) und eine Räucherung an, aber letztere verschiebe ich auf morgen. Das hat heute einfach nicht gepasst. Das Räucher-Material inkl. Stövchen haben Corinna und Andreas geschickt. Ich freue mich darauf, das morgen nachzuholen.

Man kann sich noch zu dem Programm anmelden; die Inhalte sind noch drei Monate lang abrufbar, so dass man noch einsteigen kann. Es kostet ab 144 Euro, aber ich finde: Es lohnt sich. Die von Corinna moderierte Facebook-Gruppe ist lebendig und berührend. Man bekommt dort mit, wie tief die Menschen bewegt sind. Falls man Fragen oder andere Anliegen hat, bekommt man direkt Antwort von Corinna.

So, Ihr Lieben, nun verabschiede ich mich in die Heia. Aber natürlich nicht, ohne Euch auch noch frohe Weihnachten zu wünschen: FROHE WEIHNACHTEN!!
Ich habe heute verstanden, dass es zu Weihnachten darum geht, die Liebe und das Gute in sich selbst zu gebären. Und dieses „Kind“ sorgsam zu hegen und zu pflegen, damit es gut gedeiht. Damit ist durchaus auch Selbstliebe gemeint, aber auch die Liebe zu anderen Menschen und der Welt.

Lenkt Eure Schritte engelwärts, Ihr Lieben, dann spürt Ihr den Engel in Euch.

Liebste Weihnachtsgrüße,
Eure Maike

Dieser Beitrag ist verlinkt bei Große Köpfe.

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