Der September im Jahreskreis: Seine Kräfte und Impulse für Dich und Deine Seele

Der September im Jahreskreis: In meiner neuen Rubrik zu den Monaten im Jahreskreis geht es heute um den September. Dieser wunderschöne Monat ist die Zeit der Frühnebel, der reifen Früchte, der langsam spürbar kürzer werdenden Tage und dem leisen Umschwung vom Sommer zum Herbst.

Hier liest Du, welche Naturkräfte im September wirksam sind und was wir uns daraus für unsere Selbstentwicklung und Seelenpflege ableiten können.

Leben im Jahresrhythmus – was ist das eigentlich?

Das bewusste Erleben des Jahreskreises ist wieder en vogue. In der Waldorfwelt war und ist das Leben und Erleben der immer wiederkehrenden Ereignisse im Jahreslauf schon immer von zentraler Bedeutung. Wenn Du mehr dazu wissen willst, warum und was dahinter steckt, lies mal in diesen Artikel rein. Der Artikel ist noch nicht final, aber Du findest darin die grundlegenden Gedanken, wie und warum waldörflich oder anthroposophisch orientierte Menschen die Energien der Jahreszeiten leben und als Impulse für das eigene Werden nutzen.

Kurz gesagt geht es darum,

  • die Naturkräfte der Jahreszeit auf die eigene Seele zu übertragen
  • uns als Teil der Natur zu begreifen
  • uns wieder mit den Rhythmen der Natur zu verbinden, die uns Menschen schon seit Urzeiten prägen und beeinflussen
  • in den Energien der Natur und der alten Bräuche unsere persönliche Entwicklung zu spiegeln und weiter zu bringen.

Für uns selbst, unser Wohlbefinden und das Wohlergehen aller, der Natur und der Erde.

Der September in Bildern

Erstmal habe ich eine Reihe von Bildern aus der Natur für Dich, die alle im September aufgenommen sind. Lass sie erstmal auf Dich wirken, um ein Gefühl für die Energien des Monats zu bekommen.

Anfang September kann es noch richtig sommerlich sein.
Insekten saugen die letzte Nahrung aus Blüten und Früchten, bevor sie gegen Ende des Monats vergehen. Und was für eine Farbenpracht!
Morgennebel.
Der Altweibersommer schenkt zauberhafte Natureindrücke.
Das Licht steht schon tiefer. Jeden Morgen ist es ein bisschen dunkler.
Das Paaren des Rotwildes beginnt.
Sonnenblume, die prächtige Kraftblume, die Blume des Monats.
Die Zugvögel versammeln sich und machen sich auf den Weg gen Süden. Hier: Kraniche.
In den Sträuchern und Hecken leuchtet es rot.
Kräftige Lichtspiele am Himmel. In keinem anderen Monat ist der Himmel so farbenfroh und lebendig wie im September.
Kräftige September-Stimmung
Im Laufe des Monats reifen die Holunderbeeren.
Ab Mitte September werden die Kastanien reif.
Bei der richtigen Witterung sprießen die Pilze.
Im September dürfen wir ernten und genießen.

Die Natur im September

Der September ist der Monat, in dem der Sommer leise zum Herbst wird. Ich finde ja, es gibt keine schöneren Worte, um die Natur des Monats September zu beschreiben als dieses Gedicht, das zu meinen absoluten Lieblingsgedichten zählt – ich kann es seit meiner Kindheit auswendig:

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen.
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.
Eduard Mörike

Wer einen solchen Moment einmal erlebt hat, weiß, was der September ist: Der Monat des Wandels, des Umschwungs. Bis zur Mitte des Monats gibt die Natur nochmal alles. Die Farben in der Natur leuchten so kräftig wie nie, wie hochgedreht. Die Sonne scheint noch einmal tief golden, der Himmel ist dunkelblau und beschenkt uns mit farbenprächtigen Sonnenuntergängen. Die Früchte reifen und zeigen ihr buntestes Farbenkleid.

Und dann, eines Tages, kippt es still. Plötzlich riecht es morgens nach Herbst, ein längerer Regen fällt, man hört die Plopps der Eicheln und Kastanien auf dem Boden. Man spürt jetzt: Es wird Herbst.

Der Erntemonat

Garten und Natur zeigen im September ihre Fruchtbarkeit

Der September ist auch DER Erntemonat. Garten und Felder geben her, was gegeben werden kann – Gemüse, Obst und Wildfrüchte in Hülle und Fülle. Auf den Streuobstwiesen leuchten die Äpfel vor dem knallblauen Septemberhimmel, und in den Geschäften die knallorangenen Kürbisse.

Blaue Trauben, gelbe Kartoffeln, grüner Kohlrabi, rote Äpfel und violetter Kohl werden reif. Wenn es geregnet hat, schießen die Pilze aus dem Boden und dürfen gesammelt werden. Die farbenprächtigen Früchte erfreuen Augen und Gaumen gleichermaßen.

Die Kraft der Natur schwindet

Gleichzeitig bereitet sich die Natur aber langsam schon auf ihren Rückzug vor. Die ersten Blätter an den Bäumen werden gelb, auch wenn es im September noch überwiegend grün ist. Obwohl Hornissen und Wespen im September ihre Haupt-Flugzeit haben, sterben gegen Ende des Monats viele Insekten oder verkriechen sich in ihre Winterhöhlen und -verstecke.

Gegen Ende des Monats schwindet die Kraft. Die Natur spritzt kaum mehr frischen Zucker und Energie in die Pflanzen und Bäume, sie reifen nur noch aus.

Die Zeichen des Herbstes

Die Zeichen des Herbstes sind ab der Mitte des Monats immer stärker zu spüren: Morgens ist es plötzlich kühl; ohne Jacke geht man nicht mehr aus dem Haus. Es riecht nach frischer Erde. Die ersten Nüsse fallen von den Bäumen. Die Zugvögel sammeln sich und brechen auf gen Süden.

An naturnahen Orten hört man morgens und abends das Röhren der Hirsche, der unverwechselbare Ton des sich neigenden Jahres. Das Rotwild wird nach der lautstarken Brunft die Jungtiere des nächsten Jahres zeugen, die im Winter im Bauch der Kühe heranwachsen.

Feste und Bräuche im September

Erntedank

Der September ist der traditionelle Erntedank-Monat, wenn auch das christliche Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober gefeiert wird.

Auch unsere Vorfahren in Europa, die Kelten, Slawen und Germanen, feierten um diese Jahreszeit Erntefeste. Eines der acht keltischen Jahresfeste, Mabon, fand um die Tag- und Nachtgleiche am 21. September statt. Dieses Fest steht für den Abschluss der Erntezeit, für den Abschied des Sommers und die Vorbereitung auf den Winter. Spirituell gesehen ist es die Zeit der ersten Rückschau, des Dankens und des Wünschens.

Die Festbräuche unserer Ahnen wurden später im Zuge der Christianisierung umgedeutet. Die alten Bräuche wurden nicht ausgelöscht (das hätten die Menschen nicht mitgemacht), sondern mit christlicher Bedeutung überschrieben. In diesem Fall wurde dann eben nicht mehr den heidnischen Göttern, sondern dem einen christlichen Gott für die Ernte gedankt.

Erntedank-Altar in einer katholischen Kirche

In den christlichen Kirchen wird zu Erntedank ein Altar mit Früchten, Kürbissen, Getreide und Blumen aufgebaut. Mancherorts gibt es auch Prozessionen, bei denen Erntekörbe in Wagen durch den Ort gefahren oder getragen werden.

An vielen Orten in Europa gibt es auch Feste, die ein bestimmtes Nahrungsmittel in den Mittelpunkt stellen. Die Menschen huldigten immer den Nahrungsmitteln, das bei ihnen hauptsächlich wuchs und von dem ihre Existenz abhing. Bei diesen Festen wird dann natürlich auch üppig geschlemmt und gefeiert.

In Weinregionen steht natürlich der Wein im Mittelpunkt, manchmal mit Ernennung einer Weinkönigin. In manchen Regionen gibt es Kartoffel-, Apfel- oder Kürbisfeste. In Italien finden in bergigen Regionen, z.B. in Ligurien, Kastanienfeste statt.

Kastanienfest in Italien

Ich war einmal bei einem solchen Kastanienfest in den Bergen hinter der italienischen Riviera. Da ging es zur Sache, sage ich Euch. Die Esskastanien wurden auf dem Dorfplatz in einer großen Schale auf offenem Feuer geröstet, und es gab natürlich außer den Kastanien viele andere Leckereien, z.B. Ravioli mit Nusssauce – köstlich) und natürlich viel, viel Wein und wilden Tanz von Jung und Alt bis spät in die Nacht. Zum Schluss wurden wir vom sturzbetrunkenen Dorfpolizisten (er war im Dienst!) nach Hause geleitet.

Einkochen und Einmachen

So befriedigend: Einkochen.

Der September ist auch die traditionelle Zeit des Einkochens und Einmachens.

Seit Jahrtausenden geht es in der Erntezeit hoch her, um die reifen Früchte vor dem Verderben zu retten und Vorräte für den Winter anzulegen. Früher waren die Menschen ja auf Vorratshaltung angewiesen. Es gab keine Supermärkte, keine Kühl- und Gefrierschränke – und ganz früher auf dem Land nicht mal einen erreichbaren Kaufmannsladen. Da mussten für das schlichte Überleben Vorräte angelegt werden, von denen man im Winter zehren konnte.

Weil Einmachen bzw. Vorratswirtschaft in unserer europäischen Kultur seit so, so langer Zeit einen ganz wichtigen Stellenwert im Jahreslauf hatte, befriedigt es auch uns heute noch. Es steckt ganz tief in unserem kulturellen Erbe, dass Vorräte anlegen etwas Gutes ist.

Michaeli – Fest des Mutes und des Hellen

Am Ende des Monats, am 29. September, wird besonders in Waldorfkreisen das Michaelsfest bzw. Michaeli gefeiert. An diesem Fest wird angesichts der vor uns liegenden dunklen Jahreszeit die biblische Geschichte um den Erzengel Michael gefeiert, der den Satan in Form eines Drachens vom Himmel stieß. An diesem Fest steht die Tugend Mut im Mittelpunkt. Außerdem geht es um die Überwindung von Ängsten und die erforderliche Entschlossenheit, uns für das Gute einzusetzen.

Michaeli lädt uns dazu ein, das Helle in uns zu stärken und danach zu handeln.

Michael und der Drachen auf einem Jahreszeitentisch zu Michaeli

Alles zu Michaeli, viele Impulse, die Du aus diesem schönen Fest ziehen kannst, und viele Ideen, wie man das Fest (auch ganz einfach) begehen und feiern kann, findest Du in diesem Artikel auf meinem Blog.

In Waldorfinstitutionen werden für die Kinder oft Mutproben gemacht und Ritterfeste gefeiert. Die Farbe Rot spielt eine zentrale Rolle, auch in der Raumgestaltung. Auch wird ein Jahreszeitentisch mit einer Michaelswaage oder einer Michaels-Szene dekoriert, etwa mit einem Drachen oder einem Schwert als Symbol für die Trennung von Gut und Böse und den Mut.

Auch Erwachsene dürfen sich in der Zeit um Michaeli in Mut üben – viele Ideen dazu im Michaeli-Artikel.

Symbol für Michaeli – ein rotes „Mut-Herz“ auf dem Frühstücksteller

Themen und Impulse der September-Natur

Dankbarkeit

Dankbarkeit ist natürlich eines der großen Themen des Septembers. Die Dankbarkeit erstreckt sich in unserer Zeit jedoch nicht nur auf die Früchte der Natur und die reiche Ernte. Sondern auch auf alles andere in unserem Leben.

Wir dürfen im September darauf vertrauen: Es ist genug da. Es ist gesorgt. Ich darf entspannen.

Fragen zum Thema Dankbarkeit

Diese Fragen darfst Du Dir zum Thema Dankbarkeit stellen:

  • Für welche Lebensumstände darf ich dankbar sein?
  • Für welche Menschen in meinem Leben bin ich dankbar?
  • Wem könnte ich vielleicht einmal besonders danken?
  • Für was bezüglich meiner Arbeit bin ich dankbar?
  • Für welche materiellen Dinge in meinem Leben bin ich dankbar? (Haus, Kleidung, Geld, Heizung,…)
  • Für welche immateriellen Dinge in meinem Leben bin ich dankbar? (Freiheit, Freunde, Familie, Gesellschaft, Lebensbedingungen,…)
  • Was mag ich an meinem Leben, an meinem Wohnort, meiner Umgebung, meinen Gewohnheiten?
  • Für welche Fähigkeiten und Talente bin ich dankbar?
  • Für welche Ereignisse in diesem Jahr bin ich dankbar?
  • Für welche aktuellen gesellschaftlichen Umstände und Veränderungen darf ich dankbar sein?
  • Wofür bin ich heute dankbar?

Dankbarkeit richtet unseren Fokus auf die guten Dinge in unserem Leben. Nicht umsonst gibt es das schöne Sprichwort „Es ist nicht derjenige dankbar, der glücklich ist. Sondern derjenige ist glücklich, der dankbar ist.“

Ideen und Impulse zum Thema Dankbarkeit

Dankbarkeit schreibend in uns verankern und verstärken

Eine oder mehrere dieser Ideen könntest Du in den nächsten Wochen umsetzen.

  • Dankbarkeits-Tagebuch führen: am Abend aufschreiben, wofür Du heute dankbar sein kannst. Einfach geht das, wenn Du jeden Tag einen dieser Sätze vervollständigst:
    A. Ich kann mich glücklich schätzen, dass…
    B. Es ist bei mir schon etwas ganz Besonderes, dass…
    C. Nicht alle können von sich behaupten, dass …
    D. Vielleicht habe ich gerade Gründe, traurig/wütend/besorgt/… zu sein. Aber wenigstens …
  • Anderen Menschen Deine Dankbarkeit ausdrücken (durch Brief, Karte, kleines Geschenk…)
  • Auf kurzen Wegen oder an der Supermarkt-Kasse überlegen, wofür Du heute dankbar sein kannst
  • Geführte Meditation / Gedankenreise zum Thema Dankbarkeit machen (YouTube, Podcasts, Meditations-Apps,…)
  • Dankbarkeits-Collage: An Pinnwand oder Kühlschrank Bilder/Fotos von Dingen pinnen, für die Du dankbar bist. Symbolhafte Bilder (Natur, Liebe, Kleidung…) kannst Du auch aus Zeitschriften ausschneiden.
  • Tägliches Dankbarkeitsritual: Frage Dich z.B. morgens noch vor dem Aufstehen „Worauf kann ich mich heute freuen?“
Dankbarkeits-Collage

Rückschau, Bilanz ziehen

Schon unsere Urahnen beschäftigten sich zu dieser Jahreszeit mit den „Früchten des Jahres“. Damit ist auch das gemeint, was wir im spirituellen Sinne gesät haben. Im September, bevor die wirklich dunkle, kalte Jahreszeit beginnt, dürfen wir eine erste Rückschau wagen, sozusagen auf den hellen, „fruchtbaren“ Teil des Jahres.

Fragen zum Thema Rückschau / Bilanz ziehen

Diese Fragen darfst Du Dir jetzt stellen:

  • Welche meiner Pläne, Ideen, Projekte sind in diesem Jahr aufgegangen?
  • Was hat mich genährt? Was an meinem Leben ist gut und „haltbar“? Was behalte ich?
  • Was hat nicht gefruchtet, bringt mich nicht weiter und darf gehen?
  • Welchen Sinn hat das alles gemacht?
  • Worauf bereite ich mich vor? Wohin geht mein Weg? Was möchte ich (dieses Jahr) noch bewegen oder anschieben?
  • Was hat mir dieses Jahr besonders viel Freude bereitet und Spaß gemacht? Was ist Gutes geschehen?
  • Welche Geschenke habe ich dieses Jahr bekommen (Zeit, Aufmerksamkeit,…)?
  • Was hat mein Körper geschafft, wofür ich ihm dankbar sein kann (z.B. mich jeden Tag getragen, eine Krankheit überwunden)?
  • Welche neuen Erkenntnisse habe ich gewonnen?
  • Woran denke ich dieses Jahr gern zurück?

Genuss

Auch eine schlichte Brokkolisuppe mit Toast darf mit Genuss, in schönem Geschirr und einem hübsch gedeckten Tisch verzehrt werden.

Im Ernte-Monat darf Genuss zelebriert werden. Wir dürfen uns an den köstlichen Aromen aller Früchte und Speisen erfreuen, mit gutem, reichhaltigem Essen. Genussfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, die Lebensfreude schenkt.

Falls Du oft Dein Essen eher herunterschlingst und/oder Dir nicht viel Zeit zum Genießen Deines Essens nimmst, wäre jetzt eine gute Zeit, um Dich dem Kochen, Essen und bewussten Genießen stärker zu widmen. (Natürlich kann man auch andere Dinge genießen als Essen, aber diesen Monat dürfen wir uns gern mal aufs gute Essen konzentrieren :).

Fragen zum Thema Genuss

Diese Fragen darfst Du Dir zum Thema Genuss stellen:

  • Kann ich gut genießen? Wenn nein, was hindert mich daran?
  • Genieße ich mein Essen genügend? Wertschätze ich es?
  • Welches Essen habe ich habe ich zuletzt richtig genossen und mich daran erfreut?
  • Wie kann ich für mehr Genussfreude in meinem Leben sorgen?

Impulse und Ideen zum Thema Genuss

  • Lade Freund*innen zu einem gemeinsamen Essen ein.
  • Nimm Dir extra viel Zeit fürs Essen, auch im Alltag.
  • Organisiere ein kleines Genuss- oder Dankesfest mit leckeren Speisen, mit vielen oder wenigen Gästen, und jeder bringt was mit.
  • Koche Dir selbst oder Deine*m Partner*in etwas Besonderes und genießt es gemeinsam bei Kerzenlicht und Zeit.
  • Macht einen besonderen Abend mit einem besonderen Essen, z.B.
    – nur mit Lebensmitteln aus der Region
    – nur mit Lebensmitteln gemacht, die jetzt reif sind oder in diesem Jahr geerntet wurden
    – vegetarisch, vegan, ohne Kohlenhydrate,…
    – aus einem bestimmten Land (wie wäre es einmal mit Indien, Argentinien oder Äthiopien?)
  • Gestalte Deine Mahlzeiten in der nächsten Zeit bewusster:
    – unbedingt Handy/Bildschirm*e beim Essen weglegen / ausschalten
    – lang und genüsslich kauen
    – zwischendurch Besteck weglegen und dem Geschmack nachspüren
    – zum Essen Musik anmachen und eine Kerze anzünden
  • Auf den Hunger warten: Essen ist so viel toller, wenn man richtig doll Hunger hat!

Mut zum guten Handeln / Angst überwinden

Manchmal lohnt es sich, die eigene Angst zu überwinden.

Auch wir Erwachsenen sind manchmal nicht mutig. Wir dürfen uns ab Beginn der dunklen Jahreszeit darin üben, mutig zu sein und das Richtige zu tun. Und auch darin, unsere Ängste zu überwinden.

Fragen zum Thema Mut und Angst:

Diese Fragen darfst Du Dir zum Thema Mut stellen:

  • Wo könnte ich mutiger sein?
  • Wo könnte ich in der Gesellschaft oder bei der Arbeit etwas Gutes tun?
  • Könnte ich für einen Mitmenschen etwas Gutes tun?
  • Wo verbergen sich in mir Stärken, die ich für das Gute einsetzen kann?
  • Was wollte ich schon längst tun, zögere aber? Warum zögere ich?
  • Wovor habe ich Angst?
  • Was möchten meine Ängste mir mitteilen?
  • Was könnte ich gewinnen, wenn ich meine Angst überwinde?

Impulse und Ideen zum Thema Mut und Angst

  • Mutproben in den Alltag einbauen, z.B.
    – ein unangenehmes Telefonat endlich führen
    – Deine Meinung sagen, wo Du es Dich bisher nicht getraut hast
    – jemandem etwas sagen, das Du auf dem Herzen hast
    – ein gewagtes Kleidungsstück tragen
    – um eine Gehaltserhöhung bitten (vorbereitet und mit guten Argumenten, natürlich)
  • eine geführte Meditation zum Thema Mut oder Überwindung von Angst machen (YouTube, Podcasts, Meditations-Apps)

In diesem Beitrag zum Michaeli-Fest findest Du weitere Anregungen, wie Du Dich in Mut und anderen ritterlichen Tugenden üben kannst.

Ich wünsche Dir viel Freude am September und seinen Früchten. Ich wünsche Dir, dass die Impulse und Themen des September in Dir Resonanz finden, Dich nähren und Dich mit dem Geist der Jahreszeit verbinden.

Deine Maike

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hach, was für ein schöner Artikel ist das wieder, liebe Maike. Der September ist mein Lieblingsmonat und Dankbarkeit auch gerade ein großes Thema. Hab vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Liebe Ulrike, vielen Dank auch Dir für die Rückmeldung! Der September zählt auch zu meinen Lieblingsmonaten. Arge, eigentlich mag ich alle Monate außer die Zeit zwischen Mitte Februar und Mitte April, wo sich in der Natur fast nichts tut und es immer graubraun draußen ist (zumindest in Berlin).
      Hab einen schönen Rest-September! Liebe Grüße an Dich!

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