Glücksmomente der Woche vom 1. bis 7. Oktober 2020

Bei uns geht es derzeit auf und ab. Wir haben echte finanzielle Sorgen, die uns an die Existenz gehen. Gleichzeitig haben wir mehr zu tun, als wir schaffen können. Und dann kommen auch noch schlechte Nachrichten, mit denen wir nicht gerechnet haben.

Und trotzdem gibt es Glücksmomente, die mich durch diese schwierige Zeit tragen. Ich kann lachen und mich amüsieren. Ich bleibe gelassen, denn es ist nicht hilfreich, durchzudrehen. Angst und Panik bringen absolut gar nichts, im Gegenteil.

Ich habe glücklicherweise ein sonniges, optimistisches Gemüt und weiß, dass es Lösungen geben wird. Wir arbeiten bereits daran, denn Lösungen fallen nicht vom Himmel. Weil wir mit Einfallsreichtum, Vertrauen und Offenheit tun, was wir können, und weil ich die kleinen Schönheiten des Lebens genießen kann, geht es mir weiterhin erstaunlich gut.

Deswegen kann ich Euch auch diesen Mittwoch meine Glücksmomente der letzten Woche zeigen:

1. Pfannkuchentorte

Die große Tochter und ihre Freundin haben zusammen ganz allein eine Pfannkuchentorte gebacken und für uns alle den Tisch gedeckt und herbstlich dekoriert. Dann waren wir zum Schmaus eingeladen. Es rührt mich immer so, wenn die Kinder so schöne Sachen machen. Und die Pfannkuchentorte hat herrlich geschmeckt.

2. Zufällig entstandene Stabpuppen

Diese Stab-Püppchen, die wir am Wochenende gemacht haben, waren überhaupt nicht geplant. Sie sind einfach so entstanden. Zuerst wollte ich nur mal ausprobieren, wie aufgemalte Gesichter an Eicheln mit Hütchen aussehen. Und dann habe ich nach und nach immer mehr hinzugefügt. Bis lauter süße Püppchen entstanden waren. Ich schaue die Püppchen jeden Tag mehrmals an, denn ich habe sie alle in einen großen Filzschwamm gesteckt und in der Küche aufgestellt. Jedes Mal hüpft mein Herz, vor Freude und auch ein bisschen vor Stolz, dass sowas Schönes wie von selbst entstanden ist.

3. Herbstglück der Tochter

Mini-Filmchen, wie die Blätter fliegen

Ich muss wohl nicht erklären, dass diese Herbstfreude der kleinen Tochter mit den goldenen Blättern mich glücklich gemacht hat!

4. Der Himmel über Berlin

Diesen Glücksmoment habe ich jede Woche ein- oder zweimal. Wirklich, der Himmel über Berlin ist oft so wunderschön, und wir können hier so viel davon sehen. Jedes Mal, wenn er sich so farbenprächtig über uns dahinspannt, empfinde ich großes Glück.

5. Unsere kuschligen Hunde

Unsere Hunde sind so kuschelig! Und so anhänglich. Wenn ich mich aufs Sofa setze und etwas am Handy mache, kommen sie aufs Sofa gehüpft und schmiegen sich an mich. Oskar sucht immer den Körperkontakt zu mir, und die kleine Emma kuschelt sich dann an ihren Vater. Einfach entzückend. Und so tröstlich, wenn es einem nicht so gut geht.

6. Gutes Krankenhaus

Mein Vati musste wieder ins Krankenhaus, weil er unklare Symptome hatte. Das war natürlich kein Glücksmoment. Aber als er dort angekommen und fürs erste versorgt war, empfand ich ein Glücksgefühl in Form einer großen Dankbarkeit. Denn das Krankenhaus, in dem er betreut wird, ist nicht nur in medizinischer Hinsicht exzellent. Sondern dort herrscht einfach eine wunderbare, warmherzige Atmosphäre. Die Pfleger*innen sind allesamt freundlich und liebenswürdig und machen einen entspannten, zugewandten Eindruck. Es wird zugehört und reagiert, wenn man Sorgen hat. Dort ist mein Vati in den allerbesten Händen. Darüber bin ich sehr froh.

7. Geschenk der Nachbarin

Die Nachbarin hat mir spontan Weintrauben geschenkt, die in ihrem Garten wachsen. Und dann hatte sie sie noch so zauberhaft in ein Weinblatt gewickelt. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Und geschmeckt hat es auch.

7. Tee und Buch

Auch immer ein Glücksmoment bei mir bzw. uns: Teetrinken und Vorlesen. Hier mal wieder aus dem “Brombeerhag”. Die kleine Tochter liebt dieses Buch mit den schönen Bildern und will es immer und immer wieder vorgelesen haben. Ich mag die Geschichten auch, aber besonders die Illustrationen.

8. Geschenk der Tochter

Nein, das ist kein Halloween-Geist, sondern ein Pferdekopf von der Seite mit sehr langer Mähne, Auge und Mund, der nach rechts guckt. Den hat die kleine Tochter gefilzt und dann mir geschenkt. Ich finde ihn so schön.

9. Schatz geschenkt bekommen

Wie oben erwähnt, ist Geld bei uns gerade knapp. Und mit “knapp” meine ich nicht so ein “Luxus-Knapp”, dass wir den nächsten Urlaub ausfallen lassen müssen, oder dass der tolle Designer-Wintermantel für mich nicht drin ist. Nee, knapp bei uns bedeutet, dass wir buchstäblich nicht wissen, wovon wir im nächsten Monat Essen kaufen sollen. Dass wir morgens überlegen, ob wir eine Fahrkarte kaufen können, oder die Kinder allein zur Schule fahren lassen müssen. Und dass absolut keine Reserven mehr da sind, und auch niemand, der uns aushelfen kann. Tja, mitten in der Gesellschaft…

Aber die Tochter feiert Geburtstag und wünscht sich eine Schatzsuche. Es braucht also einen Schatz. Mit Gaben für 12 Kinder, weil auch die große Tochter mitmacht und Besuch von zwei Freundinnen hat. Man könnte natürlich haufenweise Süßigkeiten und etwas billiges Plastikzeugs kaufen, weil das nicht teuer ist und die Kinder freut. Aber das mache ich nicht, aus ökologischen Gründen. Und gute Sachen, die auch die Kinder freuen, sind teuer (z.B. Taschenlampen, gute Schokolade usw.).

Also musste eine Idee her. Wer kein Geld hat, muss kreativ sein, heißt es ja. Glücklicherweise bin ich kreativ. Und deswegen habe ich mir eine Schatzsuchen-Geschichte ausgedacht, bei der die Kinder statt Süßigkeiten und Plastikzeugs am Schluss jede*r ein Kuscheltier bekommen. Ein Kuscheltier? Also 12 Kuscheltiere? Aber das ist doch extrem teuer! — Ha! Nein, ganz und gar nicht! Denn ich weiß als alte Second Hand-Expertin: Zum Teil unbespielte, nagelneue und absolut schöne Kuscheltiere bekommt man aus zweiter Hand für’n Appel und ‘n Ei hinterher geworfen. Und tatsächlich, gestern bin ich fündig geworden: Auf ebay Kleinanzeigen werden nämlich Kuscheltiere tütenweise verschenkt. Es macht mich zwar traurig, dass wir in einer derartigen Überflussgesellschaft leben, in der man Kuscheltiere tütenweise verschenken muss, um sie loszuwerden.

Aber für unseren Fall bin ich einfach nur happy: In der geschenkten Kuscheltier-Tüte aus Reinickendorf sind genügend schöne, zum Teil nagelneue, jedenfalls aber frisch gewaschene Kuscheltiere für alle Geburtstagsgäste drin:

Die meisten dieser Tiere sind unbespielt und nagelneu. Und sie haben nichts gekostet außer eine Radfahrt nach Reinickendorf.

Ein Kuscheltier für jeden Geburtstagsgast als Schatzkisten-Inhalt! Also ich finde, das ist der absolute Hammer. Und es war sogar ein schwarzer Puma dabei, das absolute Lieblingstier eines der Gäste. Die Idee für diese Schatzsuche schreibe ich vielleicht noch auf, denn, wenn ich einmal ganz unbescheiden sein darf, sie ist echt gut. Und Eltern suchen ja immer nach guten Schatzsuchen-Ideen.

Und dann gab es diese Woche noch Lach-Momente. Sicher mehr als die drei, an die ich mich hier erinnern kann, aber wenigstens die drei möchte ich aufschreiben:

9. Lachmoment 1: Bruschetta

Ich nutze an meinem Handy oft die Diktier-Funktion, wenn ich Texte eingebe. Dann schreibt die Text-KI die Worte auf. Vor ein paar Tagen diktierte ich das Wort “Bruschetta”, und was macht die des Italienischen offensichtlich NICHT mächtige “Intelligenz” schriftlich daraus? Sie schreibt “BRUCE KETTER.” Ich habe mich totgelacht. Ich schwöre: Ich erfinde mal einen Charakter namens Bruce Ketter, der leider nach Italien versetzt wird… 😀

10. Lachmoment 2: Der feurige Franz

Die kleine Tochter wollte an unserem Guck-Tag, also am Wochenende, unbedingt mit mir zusammen eine Folge ihrer aktuellen Lieblingsserie gucken. Sie erzählte mir ganz aufgeregt: “Es gibt neue Folgen von Lego Friends!” Irgendwie nuschelte sie ziemlich, denn ich verstand: “Feuriger Franz“. Ich fragte ganz blöd zurück: “Was ist denn der ‘Feurige Franz’ für eine Serie, die kenn ich ja gar nicht!” Meine Tochter lachte sich tot, und ich auch, nachdem ich verstanden hatte, was sie wirklich gesagt hatte.

Und dann stellten wir uns vor, “Der feurige Franz” sei eine Serie für Kindergartenkinder über eine kleine, abenteuerlustige Dampflokomotive namens Franz, und dachten uns Folgen-Titel aus: “Der feurige Franz macht Dampf”, “Der feurige Franz und die Weiche”, “Der feurige Franz trifft Molly” usw. Wir haben uns wirklich fast totgelacht. Der “feurige Franz” hat uns die ganze Woche immer wieder zum Lachen gebracht.

11. Lachmoment 3: Scharfe Augen

Das war ein kurzer Lachmoment, und ich befürchte, der Witz kommt nicht rüber, weil eine wichtige Rolle spielte, wie meine Tochter das mimisch rüberbrachte.

Wir fuhren mit den Fahrrädern langsam unsere Straße entlang und besprachen ihre kommende Geburtstagsparty.

Ich: “Wir könnten die Schatzsuche doch diesmal ausweiten und nicht nur in der Wohnanlage suchen. Wir könnten den Schatz doch mal hier draußen verstecken, zum Beispiel im Gebüsch oder so…”

Die Tochter ganz erschrocken: “Mama!!! Auf gar keinen Fall! Da wäre der Schatz nicht sicher! Die Leute würden den Schatz doch sofort mitnehmen!”

Ich: “Aber die würden doch den Schatz nicht sehen, den würden wir doch verstecken!”

Die Tochter, ganz entrüstet und eindringlich: “Nee, Mama!!! Hier laufen Tausende von Leuten vorbei, und ich sag Dir, manche von denen haben scharfe Augen!”

Nicht rübergekommen? Macht nichts, ich musste lauthals lachen über die “scharfen Augen”. 🙂

Tja, das waren meine Glücksmomente dieser Woche.

Und Deine? Was hat Dich zum Lachen gebracht oder Dein Herz erwärmt?

Ich freue mich, wenn Du es mit uns teilst, hier über InLinkz oder in den Kommentaren.

Eine neue Woche mit Glücksmomenten wünscht Dir

Deine Maike

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