Frühlingsahnung in Berlin: 12 von 12 im März 2022

Es war ein sonniger, kalter und schöner Tag in Berlin. Bei nur rund 10°C in der Innenstadt konnte man trotzdem spüren, dass der Frühling kommt: Frühblüher stecken die Nasen aus dem Boden, das Licht ist schon blau, und es duftet ein bisschen nach Erde.

Hier meine 12 Bilder des 12. März 2022:

1. Krokusse im Garten

Endlich sind sie draußen, auch in unserem Garten! In Nordostdeutschland wird es viel später Frühling als im Südwesten Deutschlands, in der Schweiz oder Österreich.

2. Wetterchen

Der knallblaue Frühlingshimmel vor unserer Haustür.

3. Frühlingsstrauß

Zuhause auf der Fensterbank blühen Tulpen. Tulpen trösten mich zur Zeit über mein Winter-Tief und meine aktuellen Sorgen hinweg.

4. Ostergras

Die Kinder haben je eine Schale Ostergras aus Dinkelkörnern gepflanzt, die schon ausgetrieben sind.

5. Glück auf der Fensterbank

Die Postkarte habe ich einmal als Glückwunschkarte von einer Freundin zum Geburtstag bekommen.

Für die, die es nicht gut lesen können:

Glück

Nichts mehr, was dich treibt
nichts mehr,
was dich hält.
Auf den Hügel hinauf
und so lange
nach Innen singen,
bis die Stimme
dich aufhebt
und mitnimmt.

Peter Härtling

6. Klavier spielen

Für die Fastenzeit habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein bisschen Klavier zu spielen. (Hier zu meinen 19 schönen Fasten-Ideen, die gar nicht weh tun — davon ist eine „Mehr Schönes machen“, und das versuche ich mit dem Klavierspielen. Das mache ich nämlich total gern, stelle es aber fast immer hintenan, sprich, ich mach es nicht bis selten. Aber heute!

Auf dem Foto die Noten einer Sonate in C-Dur von Joseph Haydn, die ich heute gespielt habe.

7. Einkaufen

Während die kleine Tochter beim Geigen ist, gehe ich in meinem Lieblings-Bioladen einkaufen, dem Bio-Kraftkeller in der Schwedter Straße in Prenzlauer Berg, der nach dem Kollektiv-Prinzip arbeitet und wirtschaftet. Das ist ein winziger Laden mit einer tollen Auswahl und frischen, regionalen Produkten, die man nicht in jedem Bioladen bekommt. Außerdem beziehen sie ihr saisonales Gemüse von einem Hof, der mit dem Laden im Kollektiv direkt verbunden ist.

Im Bio-Kraftkeller gibt’s heute super aromatische Mini-Avocados zum Kilopreis und Topinambur.

8. Puppe nähen

Ich bin ja auch Puppenmacherin. Ich nehme aktuell an der Community-Aktion #dollsforukraine auf Instagram teil. Dafür nähen Puppenmacher*inne aus aller Welt Puppen und Stofftiere, versteigern diese auf Instagram und spenden den Erlös dann an das Rote Kreuz für die Ukraine.

Heute habe ich schonmal die Körperteile für die Puppe mit der Nähmaschine zusammen genäht. In den nächsten Tagen werden sie gewendet, gefüllt und von Hand zusammen genäht. Auch eine Perücke habe ich gehäkelt, in die später das Haar aus Mohairwolle eingeknüpft wird. Der Schlauchverband rechts umhüllt später den Kopf, bevor er mit Trikotstoff bezogen wird.

9. Brot backen

Meine zweite Fasten-Aktion ist, unsere Vorräte aufzubrauchen und nur so wenig wie möglich einzukaufen (Obst und Gemüse ausgenommen). Deswegen backe ich zur Zeit alles Brotige selbst, um die Mehl- und Getreide-Vorräte aufzubrauchen.

Hier entsteht ein Haferflocken-Quark-Brot, ein ganz einfaches Brot für absolute Brotback-Anfänger (hier zum Rezept). Dafür muss man nur alle Zutaten verkneten, gehen lassen und backen. Einfacher geht’s nicht. Aber das Ergebnis ist toll: ein fluffiges, aromatisches Brot mit schöner röscher Kruste.

10. Essen vorbereiten

Gemüse aus dem Bio-Kraftkeller schneiden für die Minestrone, die es heute zum Mittagessen gibt.

11. Minestrone

Die Minestrone schmeckt toll mit Parmesan, den wir noch von unserem Wochenende in Venedig mitgebracht haben, Zitronenthymian aus dem Garten und gehackter Petersilie.

12. Mit Feder schreiben

Die kleine Tochter lernt in der Schule gerade, mit einer echten Feder zu schreiben. Die Gänsefeder hat sie in der Schule bekommen.

Ich find’s ja toll, dass sie das wenigstens für eine Zeit ausprobieren. Damit lernen sie die Leichtigkeit des Schreibens mit Füller, Kuli oder Tintenstift besser zu schätzen.

So, nun gehe ich noch eine Freundin besuchen, die ich lang nicht gesehen habe.

Übrigens, wer wissen will, wie man der Ukraine aktuell effizient helfen kann, der oder die klicke mal hier. In diesem Blogbeitrag habe ich sinnvolle, geprüfte Möglichkeiten gesammelt, wohin man spenden und wie man helfen kann.

Ich wünsche alles Leser*innen einen schönen Sonntag und vielleicht ein Wiederlesen im nächsten Monat. Der 12. April ist ein schnöder Dienstag. Mal sehen, was dieser normale Wochentag dann für uns bereit hält. Man weiß ja nie. Wir können nur hoffen, dass sich der Friede auf der Welt bis dahin ein wenig weiter ausgebreitet hat.

Peace, Love and Happiness. Und Vernunft, bitte!

Wünscht sich

Deine Maike

Mehr 12 von 12s findest Du hier bei „Draußen nur Kännchen“ gesammelt.

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie lustig – diese Beethoven- Sonate habe ich als Teil meiner Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule vorgetragen! Sofort wiedererkannt, ich glaube, man könnte mich nachts um 3 Uhr wecken und ich könnte sie spielen!
    So ein schönes Projekt für die Fastenzeit.
    Liebe Grüße!

    • Oh, das ist ja schön!! Ich konnte sie auch gleich wieder (aber sie ist von Haydn!). Zwar spiele ich sie viel langsamer als in der verlinkten Aufnahme, aber Spaß macht’s trotzdem! Ich liebe die Kadenz im ersten Satz vor dem C-Teil. Einfach großartig. Liebe Grüße an Dich!!

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