Die richtige Jahreszeit: Wochenende in Bildern 15./16. April 2023

An diesem letzten Osterferien-Wochenende waren wir in Berlin und ein bisschen auf dem Land in unserem Wochenend- und Ferienhaus in der Natur. Es war trüb und kühl, und ab und zu regnete es. Aber man spürt, dass der Frühling da ist. Überall sprießt und sprosst es. Nur die Bäume lassen sich noch Zeit.

Dieses moderne Frühlingsgedicht fiel mir heute beim Durchblättern meiner Gedichtbände ins Auge:

Für mich steht auch eine Häutung an, doch ist mein Ziel nicht, mich undurchdringlich zu machen. Ich möchte lieber durchlässiger und offener werden, wieder mehr Gefühle zulassen und fühlen. Was ich nachfühlen kann: Die „viel zu vielen, die mir zu tief unter die Haut gegangen sind“. In mir sitzen zu viele ungute Stimmen, die mir Falsches und Destruktives einflüstern. Aber es gelingt mir nicht, sie in Schach zu halten.

Also könnte ich Drachenblut als Schutz vielleicht auch gut gebrauchen. Oder einen Drachen neben mir, der faucht, wenn die Stimmen zu laut werden, oder sich mir jemand mit negativer Energie nähert.

Vielleicht schaffe ich es ja diesen Frühling, eine Haut abzustreifen und ein bisschen neu zu werden.

Wie immer ist das WiB bei Große Köpfe verlinkt.

Samstag, der 15. April 2023

Hundespaziergang um 7:00 Uhr früh. Es hat geregnet, wie die ganzen letzten Wochen. Aber die Tulpen in den Berliner Rabatten haben es trotzdem geschafft, Farbe zu bekommen.

Ein Busch in unserer Wohnanlage ist leuchtend grün.

Wir lesen immer noch Livia von Friedrich Hechelmann. Heute lesen wir extra lange vor, denn es sind ja Ferien.

Ich war gestern beim Friseur und freue mich an meinem neuen Look.

Ein paar Selfies am Spiegel für Family, Friends und Followers.

Ich nehme ein Bad bei Kerzenlicht und höre eine geführte Meditation.

Ich habe Rettertüten mit Obst, Gemüse und Brot bei einem Kreuzberger Bioladen über TooGoodToGo ergattert und bin beim Abholen nass geworden. Der Laden war 5 km weit weg, und ich bin ja in der Stadt immer mit Fahrrad unterwegs. Immerhin habe ich damit ein bisschen Sport gemacht.

Mit den Töchtern suchen wir nach passenden Rezepten zu den Gemüsen in unseren Lieblings-Kochbüchern.

Auf der Fensterbank in der Küche leuchten die Tulpen und duften betörend die Hyazinthen. Es wird auch draußen langsam grüner. Yay!!!

Mittagessen: Buchweizen-Pasta mit Wirsing und Kartoffelstückchen, üppig bestreut mit Parmesan.

In der Rettertüte waren auch sehr lädierte Erdbeeren. Ich rette davon, was zu retten ist. Die große Tochter macht daraus Marmelade.

Ich freue mich an der neuen Tischdecke auf dem Land.

Mit dem Zug sind die kleine Tochter und ich am Nachmittag hierher gefahren. Mein Mann ist noch seit dem letzten Wochenende hier. Die große Tochter bleibt zu Hause in Berlin, weil sie Verabredungen hat. Sie kann gut eine Nacht allein zu Hause bleiben und sich selbst versorgen. Das managt sie sehr gut, und sie weiß, wenn es nötig ist, sind wir in anderthalb Stunden da, oder sie kommt mit dem Zug zu uns.

Das Esszimmer ist immer noch Baustelle. Bevor wir das alte Buffet wieder einräumen können, müssen seine Füße neu befestigt und ausgeglichen werden. Mein Mann überlegt, wie er mit der etwas maroden rechten unteren Ecke umgehen soll.

Der Inhalt des Buffets ist noch im Gästezimmer aufgestapelt.

Abends relaxen mit schönen Büchern am Feuer.

Sonntag, der 15. April 2023

Nach dem Frühstück eine lange Tour mit der kleinen Tochter und Inlinern durch den Wald zum Dorf.

Kleine Pause auf einem Spielplatz.

Mit Inlinern kann man auch gehen.

Die Tochter hat einen duftenden Blütenzweig gefunden, den sie Papa mitbringen möchte.

Auch sonntags sind hier die Trecker unterwegs.

Der Fluss.

Die andere Seite des Flusses.

Nach Hause.

Diesen Strauß hat die Tochter am Wegesrand gepflückt.

Die Blaubeerzweige aus dem Wald sind ausgetrieben. Dazu hat mein Mann ein paar Zweige des Wildpflaumenbaums geschnitten, die sowieso weg mussten.

Tochter übt Geige.

Mittagessen: Fenchel-Erbsen-Risotto und Feldsalat mit Knoblauch-Sahne-Sauce.

Ich setze draußen ein paar Pflanzen ein, z.B. verschiedenen Efeu, auf dass er den Holzzaun bewachse.

Anderer Efeu.

Der Stachelbeer-Strauch ist momentan die Pflanze mit den meisten Blättern auf unserem Grundstück.

Die Schlüsselblumen rund ums Haus sind aufgeblüht. Ich mag sie so gerne. Ganz besonders dieses Jahr konnte eich ihr Aufblühen kaum erwarten. Bei Wolf-Dieter Storl auf Facebook habe ich folgende Information zur Schlüsselblume gefunden: „Die Bezeichnung (‚Schlüsselblume‘) geht auf die altgermanische Vorstellung zurück, dass sie die Schlüssel der Freya sind, mit denen die Göttin das Tor aufschließt und den Lenz hereinlässt. Hildegard verschrieb die freundlich, hellstrahlende Blüte als Mittel gegen Schwermut (Melancholie).“ Darum spricht mich das Blümchen zur Zeit vielleicht besonders an.

— Wir machen alle einen Mittagsschlaf und werden dann von einem Anruf der großen Tochter aus Berlin geweckt: Sie war mit einer Freundin im Mauerpark spazieren und hat den Schlüssel im Haus liegen lassen. Sie hat sich also ausgesperrt. Wir wollten wegen möglicher Staus zu Ferienende eigentlich so spät wie möglich zurückfahren, aber jetzt packen wir alles schnell zusammen, damit die Tochter nicht so lang draußen warten muss. Es ist nämlich regnerisch. Die Tochter trifft sich spontan nochmal mit einer weiteren Freundin im Mauerpark, damit sie in Bewegung bleibt. Trotzdem ist ihr kalt, als wir gegen 17 Uhr ankommen, obwohl sie nur kurz vor der Haustür gewartet hat.

Ich habe unterwegs auf Wunsch der kleinen Tochter vietnamesisches Essen bestellt, das glücklicherweise gleich geliefert wird. Alle haben großen Hunger. Wir lassen uns das Essen schmecken und bereiten uns jetzt auf den Alltag vor, der morgen nach zwei Wochen Osterferien wieder beginnt. Die Kinder in einer Stimmung zwischen missmutig und neutral, ich eher freudig.

Wenn ich es recht überlege, glaube ich, ich habe schon begonnen, mich ein bisschen zu häuten. Die Tage vor Ostern allein auf dem Land und auch mein Aufenthalt bei meinem Schulfreund vor drei Wochen haben mir gut getan. Zumindest habe ich ein vages Gefühl dafür, was die alte Haut vielleicht ist, die ich loswerden möchte.

Ich bin gespannt, was daraus wird. Jetzt freue ich mich jetzt erstmal auf etwas Wärme und Sonne, die der Wetterbericht für diese Woche in Aussicht stellt.

Auch Euch wünsche ich Sonne, Blumen und gute Momente in der nächsten Woche. Der Frühling ist da, Leute!

Eure Maike

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