Sonne warm herniedersieht: Wochenende in Bildern 24./25. August 2019

Es ist noch Sommer hier im Norden! Wir haben die Jahreszeit in unserem Haus auf dem Land genossen, um das Haus herum auf dem großen Grundstück. Und am See. Eine Puppe ist auch entstanden.

Ich finde, zu diesem Wochenende und den Dingen, die ich gefühlt und gesehen habe, passt dieses Gedicht von Theodor Storm, das eigentlich „Juli“ heißt, aber sehr gut zu diesem August passt:

Klingt im Wald ein Wiegenlied,
Sonne warm herniedersieht,
Seine Ähren senkt das Korn,
Rote Beere schwillt am Dorn,
Schwer von Segen ist die Flur –
Junge Frau, was sinnst du nur?

(Theodor Storm)

Samstag, der 24. August 2019

Um 5:30 Uhr weckt mich ein Kind und möchte zur Toilette begleitet werden, weil es nicht allein nach unten gehen möchte. Weil das länger dauert, gehe ich eine Frühmorgen-Runde zum Grundstücksende. Hier werde ich Zeugin einer verwunschenen Szene: Es gibt Bodennebel, und die Kühe gehen alle lautlos und langsam von links nach rechts, wie Wesen aus einer anderen Welt.

Nebel über dem Feld hinter dem Grundstück.

Wir kuscheln noch ein bisschen im Bett, dann möchte der Hund raus. Die kleine Tochter geht noch im Nachthemd mit.

Unser Heidekraut blüht.

Noch vor dem Frühstück rasiert die Tochter dem Papa die Haare. Das macht sie sehr gern und gut.

Die große Tochter backt eine vegane Sachertorte nach dem Rezept der unvergleichlichen Sophia Hoffmann, aus ihrem Buch „Sophias vegane Welt“. Ich habe das Buch für die Tochter gekauft, weil sie sich gern vegan ernähren möchte. Sie hat das Buch regelrecht verschlungen, liebt alle Rezepte und Geschichten aus dem Buch und ist nun Fan von Sophia Hoffmann.

Wir haben vorletzte Woche überreife Aprikosen zu Marmelade verkocht, das passt also gut zur Sachertorte.

Wir legen als Schmuck essbare Blüten auf die fertige Torte: Kapuzinerkresse und Ringelblumen.

Der Himmel ist total blau und die Sonne strahlt hernieder.

Nach dem Mittagessen sitzen mein Mann und ich in der Hollywoodschaukel an der Grillstelle, genießen einen Prosecco und quatschen. Zwischendurch versucht mein Mann, eine Birkenwurzel auszugraben, aber sie ist schon morsch.

Ich nutze die Gunst der warmen Mittagsstunde und geige ein bisschen. Ich habe ja gerade erst mit dem Geigenspielen angefangen, nehme aber (noch?) keinen Unterricht. Ich spiele mehr oder weniger nach, was die kleine Tochter spielt und bringe mir selbst Stücke bei. Es macht großen Spaß.

Mein Mann macht ein paar Bilder, weil er es abgefahren findet, dass jemand mit einer Sonnenbrille auf der Nase bzw. draußen in der Natur Geige übt. OK….

Am nachmittag sind wir bei Nachbarn und bekommen dort diese herrlichen Blumen abgeschnitten.

Und aus dem dortigen Garten einen reifen Hokkaido-Kürbis, ein paar Kartoffeln, Möhren, Liebstöckel und Koriander.

Am Abend grillen wir. Zu den Rindfleisch-Scheiben gibt es eine grüne Salsa aus Ingwer, Knoblauch, frischem Koriander und Olivenöl, zu dem gegrillten Brot gibt es rote Salsa aus Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch.

Sonnenuntergang am Grundstücksende.

Das Feuer brennt noch eine Weile, bis die Kinder ins Bett gehen.

Sonntag, der 25. August 2019

Beim Morgenspaziergang fallen mir die roten Weißdornbeeren auf. Prächtiger Spätsommer.

Und diese mannshohen gelben Blumen in einer Gartenecke, deren Namen ich nicht weiß.

Später beschäftige ich mich mit der Fertigstellung des kleinen Tischchens, das ich vor ein paar Wochen angefangen habe. Eine zweite Schicht Kreidefarbe kommt drauf, außerdem wird der Tisch mit flüssigem Bienenwachs versiegelt.

Eine Puppe möchte auch gemacht werden. Ich habe zu Hause schon die Körperteile genäht und gestopft, aber dann ging mir die Schafwolle aus. Hier auf dem Land hatte ich noch welche, darum wird der Kopf hier und heute angefertigt. Die kleine Tochter fotografiert ein bisschen mit meiner Kamera in der Gegend herum und erwischt dabei auch mich beim Puppenmachen.

Und sie erwischt diese riesige Kreuzspinne. Der Altweibersommer ist nah.

Die fertig zusammen genähte Puppe. Morgen bekommt sie Gesicht und Haare, am Dienstag ihre Kleidung.

Mit einem Strang Wolle kann man Haare andeuten, um zu sehen, wie das Gesicht wirkt. Das wird eine 50 cm große Babypuppe für eine Schweizer Spielgruppe.

Die Tochter spielt, dass der Hund Gehirnerschütterung hat. Der Hund wird mit einem Schlauchverband aus meinem Puppen-Nähzeug verarztet:

Wie gesagt, er macht echt alles mit.

Es ist herrlich warm, und so geht’s an den See zum Baden. Es ist herrlich, das Wasser ist frisch und wunderbar zum Schwimmen und Planschen.

Die Tochter vergnügt sich mit Taucherbrille und Schwimmring und hat großen Spaß.

Die Pfläumchen in unserem Garten werden langsam reif. Ich will sie sehr reif werden lassen und dann Pflaumenmus ohne Zucker aus ihnen kochen.

So, jetzt gibt es noch Abendessen und dann fahren die Kinder und ich mit dem Zug nach Berlin. Der Mann bleibt noch bis übermorgen allein hier, weil er einiges zu tun hat in Haus und Garten. Seufz, ich würde auch gern noch bleiben. Aber morgen ist wieder Schule und auch für mich am Schreibtisch mehr als genug zu tun.

Es stehen auch ein paar interessante Termine an diese Woche, auf die ich gespannt schaue.

Ich wünsche Euch weiterhin schöne Sommertage, sei es im Urlaub oder im Alltag. Und auch ansonsten eine gute Woche mit vielen guten Momenten!

Ich freue mich immer total über Grüße und/oder Kommentare! Vielleicht weiß ja jemand den Namen der gelben Blumen?

Eure Maike

Andere Wochenend-Berichte finden sich wie immer in der Liste auf dem Blog Große Köpfe.

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9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Danke, Sonja!!! ich schau’s mir an. Mir wurde auch schon gesagt, es könnten Topinambur-Blüten sein… Ganz sicher bin ich aber nicht.

  1. Wie lieb von dir, Dankeschön:)
    Das Rezept ist nur für mich Privat, nicht zum Weitergeben an Kursteilnehmer.

    …übrigens finde ich es toll, dass du auch Geige spielen lernst,
    ich hatte damals als meiner Tochter Geige lernte auch Unterricht.
    Ich liebe diese Musik.

    Grüß dich herzlich!

  2. Liebe Maike,

    den Namen der gelben Blumen in eurem Garten kenne ich nicht,
    die anderen gelben Blumen die du von deiner Nachbarin bekommen hast haben wir auch im Garten, meine Mutter nannte sie kleine Sonnenblumen, auch deren Namen ist mir unbekannt. Du hast wieder sehr interessant und schön berichtet von eurem WE, ich lese deine Zeilen sehr gerne und es inspiriert mich auch dieses Mal wieder etwas …
    gerne würde ich doch den lecker aussehenden veganen Kuchen nachbacken. Meinst du deine Große würde mir das Rezept zukommen lassen? Würde mich sehr freuen!
    Wäre schön, wenn wir uns nochmal sehen könnten!

    Drück dich lieb, auch dir eine schöne Woche, Gruß Roswitha

    …und noch eins…deine Fotos sich so anmutig!

    • Liebe Roswitha, lieben, lieben Dank! Ich denke auch oft an Dich/Euch, denn Du bist ja mein Vorbild hinsichtlich umweltfreundlicher Lebensweise 🙂 Ich habe Sophia Hoffmann geschrieben wegen dem Rezept für die Sachertorte und hoffe, ich darf es Dir mit ihrer Erlaubnis schicken! Viele liebe Grüße an Euch!

  3. Hallo Maike,
    den Namen der gelben Blumen weiß ich leider nicht, aber die Nebelphotos sind unglaublich. Ich kann die von Dir beschriebene Stimmung tatsächlich erahnen…
    Liebe Grüße,
    Simone

    • Liebe Simone, oh ja, der frühmorgendliche Nebel war total magisch. Wirklich eine unvergessliche Szene. Danke Dir!!

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