Kreativ mit Barbies spielen: Was es dazu braucht

Hilfe, mein Kind will eine Barbie! Soll ich das erlauben? Kann man überhaupt kreativ mit Barbies spielen? Besonders alternativ orientierte Eltern von Mädchen stehen irgendwann vor dieser Herausforderung und machen sich Gedanken:

  • Wie schlimm ist eine Barbie?
  • Will mein Kind dann immer mehr Barbies, mehr Kleider, Barbie-Häuser, Barbie-Flugzeuge und anderen Plastik-Kram?
  • Ist es nur eine Phase, soll ich also das Risiko eingehen?
  • Oder soll ich es lieber gleich unterbinden?
  • Ist mein Kind alt genug für eine Barbie?
  • Und das Schönheitsideal und das Frauenbild, das die Barbie verkörpert! Das will ich nicht für mein Kind!
  • Und das Plastik und diese geschminkten Gesichter!
  • Und die Szene mit Bibigirl, der perfekten Puppe in „Momo“! Wenn mein Kind mit Barbies spielt, wird es Opfer der grauen Herren (=des Kapitalismus, der Gehirnwäsche, des Konsumwahns, der Geldgier, des Materialismus)!

Mit diesem Beitrag möchte ich versuchen, Antworten auf all diese berechtigten Fragen und Bedenken verantwortungsvoller Eltern zu finden.

Das mache ich in drei Schritten:

  1. Ich erzähle Euch unsere Barbie-Geschichte, das heißt, wie unsere Kinder jüngst mit Barbies gespielt haben
  2. Was kann man daraus lernen? Interessante Schlussfolgerungen
  3. Was Ihr tun könnt: Voraussetzungen für ein kreatives Spiel mit Barbie-Puppen

Bei uns wird mit Barbies gespielt

Zuerst möchte ich Euch erzählen, wie die Barbies zu uns kamen und wie wir mit dem Thema umgegangen sind. Ich bin schließlich Waldorfpuppen-Macherin und Waldorf-Mama – da erwartet man ja nicht gerade eine Barbie-Kultur im Haus. Aber unsere Töchter haben in der gesamten Corona-Zeit (und schon etwas vorher) ausgiebig mit Barbies gespielt. Wie kam das?

Wie alles anfing

Das Ganze begann damit, dass unsere Töchter im Februar auf dem Müllplatz unserer Wohnanlage ein riesiges Barbie-Haus gefunden haben und es schreiend vor Freude nach Hause schleppten.

Unsere Kinder finden ein Barbie-Haus

Ein Barbie-Haus!!! Ihr könnt Euch vorstellen, dass sich meine Eingeweide als Waldorf-Puppenmacherin und Waldorf-Mama dezent zusammen krampften, als sie mit dem Ungetüm ankamen: Ein riesiges, rosa Plastik-Ding mit tükisenen Applikationen, deren Gebäudeflügel an der Seite man auf- und zuklappen konnte. Und mit Lift.

Am liebsten hätte ich das Ding gleich wieder auf den Müll befördert. Aber erstens ist so ein Ungetüm aus Plastik in der Müllverbrennungsanlage auch nicht sonderlich gut aufgehoben. Zweitens, viel wichtiger!, gestehe ich meinen Kindern Autonomie zu. Und ich hinterfrage auch meine eigenen Impulse und spontanen Abneigungen. Wer bin ich, dass ich meinen Kindern den größten Schatz wegnehme, den sie jemals gefunden haben? Was für eine Mutter muss man sein, wenn man seinen Kindern einen solchen Fund einfach nimmt oder verbietet? Welche unbewussten Ängste und Vorstellungen von mir stecken dahinter, die ich auf diese Situation projiziere?

Es ist nur ein Puppenhaus

Unsere Kinder waren so über-überglücklich und tief innerlich stolz, so etwas Tolles gefunden zu haben. Und, so sagte ich mir nach dem ersten Schreck: Auch wenn es aus Plastik, knallrosa und riesenhaft groß ist, ist es erstmal nur ein Puppenhaus. Ein Gebäude, das eingeräumt und bespielt werden möchte. Ich war eigentlich sofort beruhigt, als mir klar wurde: Mit so einem Ding lässt sich durchaus schön spielen, auch wenn man von dem rosa Plastik als Waldorf-Mama Augenkrebs bekommt (nun ja, ich übertreibe).

Kreativ mit Barbies spielen ist möglich!

Unsere Kinder haben seit dem Fund des Barbie-Hauses rund vier Monate lang wunderschön, ausdauernd und extrem kreativ mit Barbies gespielt. So schön und kreativ, wie sie schon lange nicht mehr mit etwas gespielt haben.

Ihr, die Ihr mich vielleicht nur als Waldorf-Puppenmacherin kennt, seid vielleicht genau so verblüfft wie ich, als ich das beobachtete (und zuerst skeptisch beobachtete). Was und wie unsere Kinder mit dem Haus und später mit ihren Barbies gespielt haben, schreibe ich weiter unten. Denn erstmal sind ja nach dem Barbie-Haus noch Barbie-Puppen bei uns eingezogen…

Barbies kaufen?!

Dieses Foto einer unserer Barbies habe ich auf meinem Telefon gefunden. Die kleine Tochter hatte die Barbie stolz fotografiert.

Haben wir unseren Kindern etwa gleich Barbies gekauft? — Nein, haben wir nicht. Erstens widerstrebt es mir zutiefst, Geld für krass gegendertes Plastikzeugs auszugeben, das unsere Anwesenheit auf dem Planeten Jahrhunderte überdauern wird. Außerdem sind Barbies teuer.

Aber wie das ja oft so ist, hatten unsere Kinder tatsächlich schon ein paar (gebrauchte) Barbies. Die lagen seit etwa einem Jahr in einem Korb im Keller. Das waren zwei, drei Barbies, mit denen wir mal von Bekannten „überrascht“ wurden, weil ihre Töchter sie nicht mehr bespielten (meine Freude über das überraschende Geschenk könnt Ihr Euch vorstellen). Und Barbies, die die Kinder sich auf dem Flohmarkt vom Taschengeld gekauft hatten: Barbies, denen die Vorgängerinnen die Haare geschnitten hatten, und die nicht mehr ganz astrein aussahen…

In beiden Fällen (Geschenk und Flohmarkt-Kauf) erledigte sich das Barbie-Thema damals von selbst: Unsere Kinder beachteten die Barbies nach ein, zwei Tagen nicht mehr, und so wanderten sie in den Keller. Mein Mann und ich fanden, dort seien sie wunderbar aufgehoben 🙂

„Wo sind eigentlich unsere Barbies?“

Aber als das Barbie-Haus da war, fragten die Kinder nach ihren Barbies. Sie wollten natürlich, dass in das Barbie-Haus auch Barbies einziehen. Sie erinnerten sich ganz genau an ihre Barbies; sie wussten sogar noch, wie die Puppen hießen.

Weil zu diesem Zeitpunkt gerade die Corona-Krise begonnen hatte, dachten wir, es sei kein schlechter Zeitpunkt für das Barbie-Thema, denn dann könnten wir im Zweifelsfall sagen: Jetzt ist Corona vorbei, jetzt tun wir das Haus und die Barbies mal für eine Weile in den Keller.

Aber dann begannen die Kinder zu spielen.

Wie unsere Kinder kreativ mit Barbies gespielt haben

Es fing gleich am ersten Tag an, als sie das Haus einrichteten. Kurz nachdem die erste große Freude ein wenig abgeklungen, das Haus gründlich geputzt und inspiziert worden war („Schau mal, da kann man auch aufklappen!“), fragten die Kinder mich nach Stoffresten und Nähzeug. Denn sie wollten den Barbies Vorhänge, Bettdecken und Kissen nähen.

So kann man kreativ mit Barbies spielen: Indem man ihnen das Haus liebevoll einrichtet und ausstattet.
Ein Bett für die Barbies mit selbst genähten Decken und Kissen.

Und das taten sie in den nächsten Tagen. Sie statteten das Haus aus, legten selbst gewebte Teppiche hinein, malten kleine Bilder und hängten sie an die Wand, suchten in den Kinderzimmern nach kleinem Geschirr und anderen kleinen Dingen, die ins Haus passten. Ein kleines Körbchen wurde zum Katzenkorb, in dem ein gestricktes Kätzchen Platz fand. Kleine Gefäße wurden zu Blumenvasen – und dort mussten natürlich auch Blumen hinein: Immergrüne Buchs- und Ligusterzweiglein, die die Kinder draußen in der Wohnanlage pflückten. Auch ein Hund und die Schneeeule Hedwig zogen ein.

Hier kochen ein paar Linsen im Holztopf auf dem Herd:

Kindliche Verhandlungen

Die Kinder handelten aus, wessen Barbies wo schlafen sollten, und welche Etage des Hauses den Barbies der einen bzw. der anderen Schwester „gehören“ solle. Dabei wurde abgewägt und diskutiert, geschmollt, die Vor- und Nachteile der Etagen bedacht und schließlich eine Lösung gefunden, die für beide OK war.

Reparaturen und Installationen

Einen halben Tag lang suchten die Mädchen nach einer Möglichkeit, den kaputten Lift zu reparieren, und wussten sich mit Schnüren und Drähten irgendwie zu helfen. Auch Beleuchtung kam ins Haus: Eine Lichterkette wurde aufwändig mit mehreren Verlängerungskabeln zum Barbie-Haus geführt und dort nach vielen Versuchen so installiert, dass alle Räume etwas Licht abbekamen.

Über Tage wurde das Haus eingerichtet und dekoriert. Und wieder umdekoriert. Die Etagen wurden irgendwann getauscht und wieder neu gestaltet.

Neue Kleider aus Stoffresten und Haargummis

Auch die Barbies wurden mit „neuen“ Kleidern ausgestattet. Aber dazu mussten wir nicht ein einziges Barbie-Outfit kaufen. Interessanter Weise gefiel und gefällt es unseren Mädels am besten, wenn die Barbies unter den Achseln in Stoffstücke gehüllt werden, so dass schulterfreie, enge Kleider entstehen. Diese „Umhüllungen“ werden fixiert und gleichzeitig tailliert, indem die Kinder den Barbies Haargummis um die Taille binden. Meine vielen Stoffreste von Puppenkleidern und unser Körbchen mit Haargummis boten ein Eldorado an neuen Outfits.

Die Barbies gehen auf Weltreise

Nachdem die Barbies eine Woche lang intensiv ihr Zuhause bezogen hatten, begann die große Reise. Ja, eine große Reise war es wirklich, denn die Barbies gingen auf Weltreise. Keine Ahnung, wie meine Mädels auf diese Idee kamen, denn Reisen war zu diesem Zeitpunkt bei uns zu Hause eigentlich kein Thema. Vielleicht war es eine unbewusste Reaktion auf die Corona-Krise, die uns ans Haus fesselte. Jedenfalls war klar: Die Barbies machen eine Weltreise!

Packen und planen

Erstmal mussten die Barbies tagelang Koffer und Taschen packen. Unsere Mädels diskutierten die Aufteilung des Gepäcks über Tage hinweg. Es wurden kleine Taschen hergestellt und die Befüllung des einen kleinen Puppenkoffers besprochen und ausprobiert, den wir haben. Unterbrochen wurde das Packen für die Weltreise von einer „Probe-Reise“, bei der die Barbies zum Camping gingen.

Fürs Camping nähten die Kinder den Barbies Schlafsäcke und gestalteten den Campingplatz liebevoll mit Blumen und anderen Dingen:

Kreativ mit Barbies spielen: Selbst genähte Schlafsäcke für die Barbies und Blumendekoration rund um den "Campingplatz".
Die selbst genähten Schlafsäcke der Barbies auf dem liebevoll dekorierten „Campingplatz“. Man beachte die Hundeleine des kleinen Hündchens. <3

Und dann ging es los auf die Weltreise. Die Kinder waren tagelang in den Kinderzimmern ins intensive Spiel versunken, manchmal im Zimmer der großen Tochter, manchmal im Zimmer der kleinen. Ich erfuhr nur auf Nachfrage, wo die Barbies denn wieder gewesen seien: „Auf Hawaii, Mama!“ — „In Paris!“ – „Jetzt sind sie in Australien!“ – „In der Camargue, bei den weißen Pferden und den Flamingos!“ Ehrlich gesagt hatte ich bis dahin gar nicht gewusst, dass meine Kinder überhaupt einen Begriff von Hawaii und Australien haben. Nur zu gern hätte ich mal gelauscht, was die Barbies dort alles erlebt haben. 🙂

Es war fantastisch: Das Spiel mit der Weltreise trug sie durch 10 Tage.

Wasserspiele

Die nächste Phase nach fast zwei Wochen war die „Waschlappen-Phase“, wie ich sie zuerst nannte. Ständig waren die Töchter mit den Barbies im Bad. Nach den stundenlangen Sessions lagen immer zig Waschlappen herum. Viele noch (oder wieder) trocken, aber manche auch feucht oder nass. Und natürlich auch Teile des Weltreise-Gepäcks, nasse Seife, Schleich-Tiere und anderer Krams aus Kinderzimmer und Bad.

Auf Nachfrage („Was macht Ihr eigentlich mit den Barbies im Bad? Und wozu braucht Ihr die ganzen Waschlappen?“) stellte sich heraus, dass die Barbies schwimmen liebten. Die Mädchen ließen die Barbies im Waschbecken und in der Badewanne schwimmen und „mit Delphinen und Walen tauchen“. Einmal, so erfuhr ich, hatte eine Barbie einen Hai in die Flucht geschlagen. Die Waschlappen waren natürlich die Badetücher der Barbies, mit denen meine Töchter sie nach dem „Schwimmen“ abtrockneten.

Irgendwann wurde der Tuschkasten mit ins Bad genommen. An diesem Tag kamen einige Barbies mit lila und orangenen Haaren vom Schwimmen zurück – meine Töchter hatten ihnen die Haare mit Wasserfarben gefärbt. Leider ging das Lila aus dem Barbie-Haar nicht mehr ganz raus 😀

Und so ging es weiter. Meine Mädchen waren rund um die Uhr mit den Barbies beschäftigt und erlebten mit ihnen und miteinander ein Abenteuer nach dem anderen. Und das, während die ganze Welt unter der „Corontäne“ litt!

Keine erwachsenen Modepüppchen, sondern selbstbewusste junge Mädchen

Auch etwas anderes stellte ich fest: Die Barbies meiner Töchter waren definitiv nicht ihre Kinder, sondern Mädchen ihres Alters und älter, wahrscheinlich ca. im Jugendlichen-Alter. Keinesfalls waren die Barbies aber erwachsene, oberflächliche Modepüppchen, die nur Outfits, Konsum und Schminken im Kopf hatten.

Die Barbies meiner Töchter waren unternehmungs-, reise- und abenteuerlustig, selbstbewusst, voller Humor, völlig angstfrei, organisierten alles selbst und konnten alles Mögliche: Tauchen, Reparieren, Tiere heilen, ein Flugzeug fliegen,… Eine Barbie war eine DJane. Und die Barbies brauchten definitiv keine Männer, um Spaß zu haben. Und außer beim Haarefärben ging es bei ihnen nicht um Schönheit.

Wir kaufen doch eine Barbie…

Eines Tages kam meine große Tochter zu mir an den Schreibtisch und hielt mir einen Umschlag hin. In dem Umschlag waren 25 Euro, die sie von den Großeltern zum Geburtstag bekommen hatte, „für etwas, das Du Dir wünschst“. Meine Tochter teilte mir mit, sie wolle sich von dem Geld eine Barbie kaufen. „Ich möchte eine neue Barbie mit schönem Haar,“ sagte sie. „Das Haar aller unserer Barbies ist so verfilzt.“

Selbst bestimmt Geld ausgeben

Es ist ein gut begründetes Prinzip bei uns, dass unsere Kinder mit ihrem Taschengeld und Geldgeschenken überschaubarer Höhe machen dürfen, was sie wollen. (Wer mehr zu den Gründen dafür wissen will, darf mir gern schreiben). Das hat viel mit Vertrauen und Menschenwürde zu tun. Ich erklärte der Tochter, dass Barbies aus Plastik sind, und dass das nicht gut für die Ozeane und die Umwelt ist. Sie weiß das bereits und nickte verständig. Aber sie wollte trotzdem eine Barbie von ihrem Geburtstagsgeld kaufen. Und nachdem ich ihr meine Umweltschutz-Bedenken mitgeteilt hatte, akzeptierte ich ihren besonderen Wunsch. Und wir schauten online nach einer Barbie.

Ich beeinflusste meine Tochter in ihrer Wahl in keinster Weise. Aber zu meiner Freude suchte sie sich eine der neuen, rundlichen Barbies mit breiten Hüften und Schenkeln sowie pinken Haaren aus. „Die ist die schönste!“ sagte sie. „Genau die will ich!“

Die gewünschte Barbie war eine eher pummelige Barbie, die es seit Kurzem gibt. Es gibt ja mittlerweile nicht nur Barbies in verschiedenen Körperformen (klein, groß, rundlich, mit ausgeprägten Hüften und rundlichen Oberarmen,…), sondern auch Barbies in 22 verschiedenen Hautfarben sowie Barbies im Rollstuhl. Damit reagierte der Hersteller jüngst auf die globale Kritik am Schönheitsideal, das die Barbie bis vor kurzem noch verkörperte.

Kreativ mit Barbies spielen: Meine Tochter hat die Barbie inmitten von Seifenblasen fotografiert.
Die Lieblingsbarbie: Dieses Foto ihrer Barbie hat die große Tochter gemacht. Auch dieses Foto habe ich auf meinem Telefon gefunden. Offensichtlich haben die Kinder auch eine Fotosession mit den Barbies veranstaltet und als Fotokulisse Seifenblasen gepustet. Auch das ist total kreativ.

Mit dem Barbie-Haus aufs Land

Als wir am 1. Mai wieder in unser Haus auf dem Land durften, mussten das Barbie-Haus und die Barbies natürlich mit. Mein Mann und ich waren einverstanden, denn wir wollten das große Plastik-Teil nicht dauerhaft in unserem Berliner Haus haben, weil es in den relativ kleinen Kinderzimmern doch ziemlich viel Spiel-Platz schluckte.

Auf dem Land begann eine zweite Spiel-Serie. Das Barbie-Haus wurde nach draußen geschafft. Hier wurde es nochmal neu eingerichtet, denn auf dem Land haben wir einen Korb mit Puppenstuben-Möbeln, der neue Möglichkeiten bot. Wieder wurde verhandelt und geplant, geplappert und dekoriert: Wer bekommt welchen Tisch/Schrank/Bett, wer darf welche Etage einrichten, wo schlafen die Barbies, wo schlafen die Tiere, usw.

Auf dem Land bekamen die Barbies wie wir einen Haufen Feuerholz ins Haus: Zweiglein aus dem Garten.

Zwei Tage lang waren die Kinder auch auf dem Land wieder mit der Herstellung von Kleidern für die Barbies beschäftigt. An diesem Sonntag färbten sie mit Gräsern und verschiedenen Blumen Stoffe für die Barbies ein und waren so einen Nachmittag mit Pflanzenfärberei beschäftigt. Und zwar völlig un-angeleitet und aus eigener Motivation heraus.

Hier hält die große Tochter ein grünes Stück Stoff hoch, das ein Barbie-Kleid werden soll. Unsere Kinder können super kreativ mit Barbies spielen!
Mit Gras gefärbtes Stück Stoff, das ein Barbie-Kleid werden soll

Im Drachenland

Später sah ich die Kinder tagelang mit den Barbies durchs Gebüsch auf dem Grundstück flitzen. Sie hielten die Barbies so, als ob sie flögen. Der etwas Furcht einflößende Schleich-Drache der Kinder spielte auch eine Rolle. Und in der Tat stellte sich heraus, dass die Barbies inzwischen in einer Art Drachen-Welt gelandet waren. Es gab dort Drachen, die ihre Freunde waren, aber auch gefährliche Drachen, vor denen sie sich hüten und schützen mussten (wie in diesem Wochenende in Bildern nachzulesen, wurde der Furcht einflößende Drache mit Acrylfarben umgefärbt, so dass er mit seinem neuen Aussehen zum Freund der Barbies umgewandelt wurde).

Kinder bemalen im Garten einen Schleich-Drachen. Auch das gehört zum kreativen Spiel mit Barbies dazu.
Den Drachen neu gestalten, damit er ein Freund der Barbies werden kann.

Schließlich wurde das Barbie-Haus aufs wilde Grundstück nebenan geschafft. Die Kinder fühlen sich dort ganz für sich. Dort wurde ein paar Tage lang weiter gespielt. Das Haus steht dort immer noch. Es ist ja aus Plastik, da kann nicht mal der Regen ihm was anhaben.

Auch mitten in der Natur kann man kreativ mit Barbies spielen.
Das Barbie-Haus auf dem wilden Grundstück nebenan.

Vorbei…

Vor ein paar Tagen wurde das Barbie-Haus zum ersten Mal seit Wochen nicht mehr besucht und bespielt. Die Barbies liegen im Spielzimmer der Kinder in ihren Schlafsäcken und sind seit drei Tagen nicht mehr „aufgewacht“.

Die lange Barbie-Phase scheint fürs erste vorbei.

Und wisst Ihr, wer es schade findet? Ich! 🙂

Was habe ich daraus gelernt?

1. Kreativ mit Barbies spielen ist möglich und kann ganz, ganz toll sein

Was ist kreatives Spiel anderes als in selbst erschaffene fantasievolle Welten tauchen, schaffend und gestalterisch tätig zu werden und in spielerischer Kommunikation mit den Spielkameraden zu sein?

Genau so haben meine Töchter mit den Barbies gespielt. Es war einfach total kreativ: Sie haben gebastelt, genäht und eingerichtet. Sie haben Welten erschaffen und Abenteuer erlebt, die nur in ihren Köpfen und Herzen stattfanden. Sie sind in ihrer Fantasie um die Welt gereist, haben Flamingos gesehen und weiße Wildpferde, den Eiffelturm und Känguruhs. Sie haben miteinander gespielt, Bedingungen und Regeln ausgehandelt, sich gegenseitig befeuert und inspiriert. Und sind in dieser Zeit durch die gemeinsamen Erlebnisse als Geschwister ganz eng zusammen gewachsen.

Schöner kann Spiel kaum sein.

2. Barbies übernehmen eine andere Rolle als die klassische Spiel- oder Babypuppe

Schon seit einer Weile nehme ich etwas traurig wahr, dass meine Töchter ihre schönen, von mir mit Liebe und Sorgfalt hergestellte Waldorfpuppen nicht mehr so aktiv bespielen. Bei meiner großen, elfjährigen Tochter ist das etwa seit einem Jahr so. Die süßen, geliebten Puppenkinder liegen in ihren schönen Holzbettchen, werden gelegentlich umgezogen und geherzt und dann wieder zurück ins Bett gelegt. Ein so komplexes, kreatives Spiel wie mit den Barbies hat es mit ihnen schon länger nicht mehr gegeben.

Barbies sind keine Babys

Als die Kinder so wahnsinnig schön mit den Barbies spielten, fragte ich mich, wie es dazu mit den Barbies kam, aber ihre Waldorfpuppen zu einem solchen Spiel offensichtlich nicht taugten. Und da wurde es mir klar: Ihre Spielpuppen nach Waldorf-Art waren doch in ihrer Rolle festgelegt als die Babys oder kleinen Geschwister. Meine Kinder hatten mit den Waldorfpuppen die Rolle der Mutter oder großen Schwester ausgelebt. Sie hatten sich in Fürsorge, Pflege und Liebe geübt.

Aber meine Kinder wollten jetzt kein Mama-Kind-Spiel mehr spielen, also ein Baby oder Kleinkind baden, wickeln, spazieren fahren, oder mit kleinen Geschwistern herumtüddeln. Das haben sie jahrelang gemacht, und mit Hingabe. Und auch mit den Spielpuppen wurde kreativ und eigenwillig gespielt, sie haben sogar eine eigene Sprache mit ihren Puppen.

Die großen, tollen Barbies

Aber jetzt wollten meine Töchter im Puppenspiel Abenteuer erleben. In Fantasie-Welten eintauchen. Verreisen spielen, unbekannte Welten entdecken, Drachen bekämpfen, DJ sein und mit Delphinen schwimmen. Dafür waren die Barbie-Puppen perfekt, denn sie verkörpern in den Augen meiner Töchter Vorbilder, also coole Teenager. Sie sind älter, stärker, mutiger und erfahrener als sie; sie können zu ihnen aufschauen und nehmen sie mit in eine Vorstufe einer „erwachsenen Welt“.

Das war die Art von Puppe, die meine Töchter gerade brauchten. Und sie ergriffen sie und machten aus den Barbies, was sich in ihnen gerade „verpuppen“ wollte.

Ältere Kinder möchten mit „älteren“ Puppen spielen, denn das erlaubt ganz andere Rollenspiele.

3. Es war eher das Spielbedürfnis der älteren Tochter

Wir haben ja zwei Töchter. Die ältere steht mit ihren 11 Jahren an der Grenze zur (Vor-)Pubertät. In zwei Jahren ist sie ein Teenager. In der Konstellation von zwei Schwestern mit einem Altersabstand von 3,5 Jahren gibt natürlich die ältere Schwester die Spiele oft vor. Ich vermute, das Barbie-Spiel entsprach eher dem tiefen Spiel-Bedürfnis der älteren Tochter. Die Kleine machte natürlich begeistert mit, wie sie oft mitmacht, was die Ältere vorgibt, weil es natürlich auch für sie spannend und aufregend ist.

Im Gegenzug werden natürlich auch phasenweise Spiele gespielt, die eher die Kleine erfüllen, die Große aber trotzdem noch mitspielt.

4. Mit Barbies spielen heißt nicht zwangsläufig, dass nur Rollenklischees zementiert werden

Gut, die Barbies meiner Mädels waren jetzt keine Computer-Nerds oder Ingenieure. Aber definitiv waren sie nicht übermäßig „klischeehaft weiblich“. Um Schönheit ging es kaum, eher um Abenteuer, Mut und Kreativität. Und das ist doch etwas, was unsere Mädchen sehr gern spielen dürfen.

5. Der Bibigirl-Effekt blieb aus

Bei uns zumindest blieb der „Ich brauche mehr“-Effekt weitgehend aus. Klar wollte die große Tochter irgendwann eine neue, das heißt nicht gebrauchte Barbie. Aber das kann man ja auch verstehen. Definitiv aber kommen unsere Mädchen mit ihrem Haus und ihren Barbies absolut aus, ohne ständig mehr oder was Neues zu wollen.

Kreativ mit Barbies spielen: Voraussetzungen

Wie kam es dazu, dass meine Mädels so intensiv und kreativ mit ihren Barbies spielten?

1. Meine Kinder konnten bereits fantasievoll spielen

Meine Kinder hatten in ihrer Kleinkind-, Kindergarten- und Grundschulzeit ausgiebig Gelegenheit, frei zu spielen. Nicht nur haben wir als Eltern das freie Spiel immer unterstützt und genug Gelegenheit dazu gegeben. Auch in ihrem (Waldorf-)Kindergarten und in der Schule/Hort steht freies, fantasievolles Spiel ganz oben auf der Tagesordnung.

Unsere Kinder hatten besonders in der Kindergartenzeit vorwiegend einfach gestaltetes Spielzeug, dessen Bedeutung erst in der Fantasie der Kinder entsteht: Ein Stock kann ein Schwert, ein Hindernis, ein Zauberstab, ein Paddel, eine Angel und noch hundert andere Dinge sein. Meine Kinder sind es gewohnt, sich ihre Spiele aus Wenigem selbst zusammen zu stellen.

Sie haben gelernt, Spiele mit Altersgenossen gemeinsam zu gestalten und Spielbedingungen auszuhandeln. Sie wissen aus jahrelanger Erfahrung, wie man Fantasiewelten in Kopf und Herz erschafft, und wie man sich im Spiel in ihnen frei bewegt. Und das nicht nur für 10 Minuten, sondern stunden-, tage-, ja wochenlang.

Freies Spiel ist eine Kunst

Ich weiß, dass das nicht alle Kinder in ihrem Alter (mehr) können. In unserer Nachbarschaft gibt es durchaus Kinder im Alter unserer Töchter, die sich nicht mehr in Fantasiewelten hineindenken und -fühlen können. Es gibt sogar schon Kindergartenkinder, die das nicht mehr können, weil ihnen nicht die Zeit und der Raum für solches Spiel gelassen wird. Denn wenn man Kinder zu sehr beschäftigt und ihnen ständig Entertainment und Programm bietet, verlernen sie, sich selbständig Spielwelten zu erschaffen.

Um die Fähigkeit zu erlangen, kreativ und frei zu spielen, brauchen Kinder Zeit, Gelegenheit und elterliches Vertrauen. Das Vertrauen ihrer Eltern und/oder Erzieher, dass sie auch mit Wenigem und un-angeleitet spielen können. Und sie brauchen Spielzeuge, die ein solches Spiel ermöglichen. Das sind im Kindergartenalter am besten ganz einfache Spielzeuge, die alles Mögliche darstellen können: Tücher, Holzteile, Schnüre, Kissen, Bauklötze verschiedener Formen und anderes mehr, das nicht zu konkret ausgeformt und nicht in seiner Funktion festgelegt ist.

Aber vor allem wichtig ist die ZEIT. Denn fantasievolles Spiel braucht Zeit, um sich zu entwickeln.

2. Meine Kinder haben nicht zu früh mit Barbies angefangen

Meine Töchter sind jetzt 11 und fast 8 Jahre alt. Sie sind also keine kleinen Kinder mehr. Das ist vielleicht die bittere Pille dieses Artikels: Ich glaube, dass Barbies für kleine Kinder im Kindergartenalter noch nicht wirklich geeignet sind. Barbies sind ältere Figuren, die recht konkret zumindest wie Teenager aussehen. Die meisten Barbies haben Brüste und sind definitiv keine Kinder mehr.

Die Frage ist natürlich, ob Ihr wollt, dass Eure Kindergartenkinder mit solchen „erwachsenen“ Puppen spielen, die dadurch schon eher erwachsene und weiblich konnotierte Spiel-Themen provozieren.

Ich bin überzeugt, dass das tolle Barbie-Spiel meiner Töchter auch deswegen möglich war, weil die große Tochter schon ein Stück älter ist und deswegen bestimmte Dinge organisieren, planen und überblicken konnte. Ohne ihre Reife wäre das Spiel sicher nicht so komplex und kreativ abgelaufen. Die kleine Tochter konnte sich der Planung der Großen anschließen und ihre Ideen beitragen. Den Überblick hatte aber die große Tochter. Und den braucht es bei einem so komplexen, reifen Spiel, das zu Puppen wie den Barbies passt.

3. Meine Kinder hatten Zeit und Gelegenheit zum intensiven Spiel

Ich bin überzeugt, dass Kinder Zeit brauchen, um in ein schönes Spiel einzutauchen.

Es braucht Zeit, bis ein Setting entwickelt wurde, bis die Regeln und Rollen festgelegt sind, und dann natürlich Zeit, um zu spielen und das Spiel fort zu entwickeln.

Deswegen kann ich nur dafür plädieren, Kindern viel Zeit zum Spielen zu lassen, und sie möglichst nicht zu unterbrechen, wenn sie mal dabei sind. Spiel ist für Kinder wie Arbeit für uns: Sie wollen nicht herausgerissen werden. Die Qualität des Spieles leidet, wenn man die Kinder unterbricht.

Unsere Kinder durften stundenlang spielen, ohne dass wir sie störten oder zum Lernen ermahnten. Natürlich war die Corona-Zeit hierfür optimal: Wir hatten keine Termine außer Haus, und es war keine Schule. Wenn die Kinder ihre Aufgaben erledigt und ihre Instrumente geübt hatten, konnten sie den ganzen lieben langen Tag spielen.

4. Meine Kinder hatten Platz

Ein komplexes, tiefes Spiel braucht manchmal vielfältigen Platz und Raum. Und damit ist nicht die Größe des Kinderzimmers gemeint. Sondern die Zugänglichkeit von Orten, an denen das Spiel sich entwickeln kann. Kinder brauchen manchmal auch das Bad, die Ecke hinterm Sofa, den Schuppen, den Balkon oder die Garage für ein Spiel. Seid so freundlich und entgegenkommend und lasst die Kinder an diesen Orten spielen, wenn sie sie für ihr Spiel benötigen.

Ihr könnt ja durchaus Regeln festlegen: „Das Arbeitszimmer ist tabu. Aber sonst dürft Ihr überall spielen, wenn Ihr Eure Sachen danach wieder aufräumt.“ Aber lasst sie bitte auch außerhalb des Kinderzimmers spielen.

5. Meine Kinder hatten Materialien zur Verfügung

Ohne meine Stoffreste hätte die Barbie nicht so eine schöne Decke bekommen.

Unsere Kinder konnten ihr Spiel durch wichtige Spiel-Materialien bereichern, zu denen sie freien Zugang haben: Stoffreste, Pappkarton, Farben, Nähzeug, kleines Geschirr, Holzreste, Schnüre, Schüsseln, Eimerchen, Wolle, um nur einiges zu nennen. In vielen Haushalten gibt es solche Dinge. Sorgt dafür, dass solche Materialien verfügbar ist und dass Eure Kinder wissen, dass sie sich jederzeit daran bedienen dürfen.

Bei uns kamen auch Orte, Sachen und Pflanzen aus dem Garten hinzu, die eine nicht unerhebliche Rolle spielten: Gräser und Blumen zum Stofffärben, Zweige für das „Herdfeuer“ usw.

6. Meine Kinder sehen keine Werbung

Ein wesentlicher Grund, warum der „Bibigirl“-Effekt bei uns ausblieb, also unsere Kinder nicht ständig mehr Barbie-Zeugs wollten, liegt sicher darin, dass unsere Kinder keine Werbung sehen. Bei uns wird nicht ferngesehen, sondern ausschließlich Filme online geschaut, wo keine Werbung läuft. Auch YouTube ist bei uns deswegen tabu. Kataloge mit Spielzeug liegen bei uns auch nicht rum.

Wenn Kinder gar nicht wissen, was es alles gibt, kommen sie mit dem zurecht, was sie haben. So einfach ist das. Das könnt Ihr jetzt doof und über-waldörflich von uns finden. Wir sind extrem dankbar dafür und sind gottfroh, von Anfang an darauf geachtet zu haben, unsere Kinder keiner Werbung auszusetzen. Das kommt alles noch früh genug.

Schlusswort

Ich hoffe, ich konnte Deine Sicht auf Barbie-Puppen erweitern oder ergänzen. Vielleicht konnte ich Dir sogar die Angst vor Barbies nehmen.

Ich möchte aus meiner Sicht nur dafür plädieren, der Sache Zeit zu lassen. Eine Dreijährige braucht aus meiner Sicht noch keine Barbie. Man kann Kindergartenkinder in der Regel auch noch gut von solchen Wünschen ablenken. Schenkt kleineren Kindern lieber eine schöne Waldorfpuppe, Spieltücher in vielen Farben, kleine Körbchen und Gefäße, Kissen und Schneckenbänder.

Aber ältere Kinder können unter den oben genannten Voraussetzungen wahnsinnig schön, kreativ und bereichernd mit Barbies spielen. Lasst ihnen Zeit, Raum und Gelegenheit dafür. Lasst sie in Ruhe spielen.

Wie ist es bei Euch, Hand aufs Herz: Haben Eure Kinder Barbies? Was spielen sie mit den Barbies? Was hat bei Euch dazu geführt, dass die Kinder Barbies wollten?

Ich freue mich auf Austausch und Kommentare!

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das erinnert mich sehr an meine eigene Kindheit: Barbies waren eher tabu. Dann bekam eine meiner Schwestern von einer Freundin eine geschenkt. Nachdem meine Eltern gesehen haben wie gut damit gespielt wurde und was wir alles selbstgebaut und gebastelt haben, haben die sich entspannt. LG!

    • Ach, schön zu hören! Ich selbst habe mir nie wirklich eine Barbie gewünscht. Die waren einfach nicht auf meinem Radar. Ich war auch eine totale Leseratte und habe seit ich 6 bin kaum mehr gespielt. Immer nur gelesen. Meine Eltern waren aber sehr kritisch gegenüber der Barbie. Ich kann mich selbst nicht mehr erinnern, aber meine Mutter hat mir erzählt, dass ich mal von Bekannten eine Barbie bekommen hätte und sie die dann auch schnell weggetan hätte. Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, also nehme ich an, es hat mich nicht groß gestört.

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