Mein Mann und ich waren wieder zusammen auf dem Land; unsere beiden Teenager wollten in Berlin bleiben. Die Bäume treiben aus und tragen diese zarte hellgrüne Farbe, die es nur zu dieser Jahreszeit gibt. Man sieht zwischen den winzigen Blättern noch die Äste und Zweige, was wahrscheinlich nächstes Wochenende nicht mehr der Fall sein wird. Bei uns auf dem Land blühen noch die Schlüsselblumen, und im Wäldchen stehen die Anemonen. Sogar die ersten Maiglöckchen habe ich auf unserer Sonnenseite schon gefunden. Der Frühling ist da!!!
Deswegen und weil ich selbst tatsächlich „mit neuem Ziele“ tätig bin, habe ich dieses Gedicht von Hölderlin herausgesucht. Wir haben diese Woche so schöne Nachrichten erhalten, dass wir gerade das Gefühl haben, bei uns passieren wirklich „der Wunder viele“.
Wie immer ist dieses WiB bei Große Köpfe verlinkt, wo man auch die Wochenenden anderer Blogger*innen findet.
Freitag, der 24. April 2026
Abendspaziergang mit den Hunden über die große Kuhweide. Kurz danach stolpere ich und falle richtig böse hin – so halb auf meinen Brustkasten, so dass ich mir eine Rippe prelle. Ich kann kaum aufstehen und alle Bewegungen tun weh. 🙁 Ich schlafe nicht gut diese Nacht.
Samstag, der 25. April 2026
Weil mir so viele Bewegungen wehtun, geht mein Mann heute früh mit den Hunden. Ich wusste gar nicht, für wie viele Bewegungen man die Rippen/den Brustkasten braucht – gefühlt ALLES tut weh: Aufsitzen, Drehen, Position verändern, Niesen (ganz schlimm), Hinlegen, Hinsetzen, Bücken, Aufrichten, etwas tragen, drücken oder ziehen, sogar ganz normales Gehen über unebenen Untergrund. Ich fühle mich total eingeschränkt. Dr. Google sagt aber, solange ich keine Atemnot habe, ist es nicht schlimm. Es dauert „nur“ 2-6 Wochen, bis das geheilt ist…
Eins ist aber gar nicht so schlecht: Die Verletzung zwingt mich zum Stillsitzen und Nichtstun. Ich bin ja so ein Typ, der immer unterwegs ist, immer am Machen. Heute aber sitze ich den ganzen Tag fast irgendwo herum und lese. Sehr lange auf der Bank vor dem Haus in der Sonne, mit Blick auf das Vogelhäuschen und den blauen Himmel.
Zum Mittagessen gibt’s Salat und Rindersteaks.
Nach dem Mittagessen wage ich es, vorsichtig und langsam und mit den Hunden spazieren zu gehen. Wir sehen diese Hirsche mit weißen Bäuchen am Waldrand. Sie schauen uns ganz neugierig an.
Mittagsstille bei den Kühen.
Am Nachmittag mache ich weiter mit Herumsitzen und Lesen, eine Runde im Bett mit Nickerchen und später im Schaukelstuhl im Glashaus. Und dann ins Bett.
Sontag, der 26. April 2026
Heute geht es der Rippe schon viel besser – es tut nicht mehr ganz so schlimm weh. Weil ich ganz früh aufwache, gehe ich um 6 Uhr mit den Hunden raus. Die Gruppe Hirschkühe mit den weißen Bäuchen hat wohl auf unserem Grundstück übernachtet — als wir losgehen, hüpfen sie aus unserem Wäldchen hinüber zum Waldrand und schauen uns von dort aus ganz in Ruhe zu, wie wir an ihnen vorbeigehen.
Wie sie gucken!
Neben dem Weg die dicke Eiche mit dem Rotdorn. Ich mag diese Symbiose – dass die beiden so eng beisammen stehen.
Der Graben leuchtet im Morgenlicht. Um uns herum sirren die Feldlerchen. Kraniche sind hier auch unterwegs; man hört ihr Schreien.
Die Pflaumenbäumchen stehen in Blüte. Und der Himmel ist so blau.
Der Ahorn treibt aus.
Apfelblüten.
Einer unserer vielen Weißdorne. Die Blüten kommen im Mai.
Ich sitze wieder den halben Tag mit meinem Buch auf der Bank in der Sonne. Die Hündchen gesellen sich zu mir und liegen im Gras. Sie haben neue Knochen bekommen und haben den ganzen Vormittag damit zu tun – Kauen, Beißen, die Knochen herumtragen und verstecken, immer wieder „ausgraben“ und wieder darauf herumkauen. Knochen sind wirklich toll für Hunde.
Zum Mittagessen gibt es Gemüsesuppe mit Thymian und wieder einen Salat.
Vorsichtig Blumenpflücken geht heute schon wieder. Ich pflücke einen schönen Strauß Anemonen im Wäldchen.
Ich mag Anemonen so sehr. Sie duften sogar ein bisschen.
Bevor wir abfahren, beziehen wir unsere Betten frisch. Das hier sind zwei große Doppelbetten, die zusammen 3,60m breit sind. Das war früher unser Familienbett; jetzt schlafen die Kinder im Zimmer nebenan in eigenen Betten. Ich genieße es hier, ein ganzes Doppelbett für mich allein zu haben 🙂
Und jetzt ist schon Montag, und bald ist Mai! Die dunklen Tage und die Kälte sind vorbei, und der Frühling ist wirklich da! Ich fühle mich auch wie Frühling, denn ich arbeite an etwas, das mir riesigen Spaß macht und bei dem ich das Gefühl habe, ganz ich selbst zu sein. Das ist wundervoll. Ich liebe es.
Ich hoffe, bei Euch ist auch Frühlingsstimmung zu spüren! Etwas mehr Kraft, Lust, etwas zu schaffen? Freude an Licht und Blüten? Am blauen Himmel, an den hellgrünen Blättern?
Ich hoffe es und wünsche allen meinen Leser*innen eine gute Woche!
Eure Maike
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Mein Mann und ich waren wieder zusammen auf dem Land; unsere beiden Teenager wollten in Berlin bleiben. Die Bäume treiben aus und tragen diese zarte hellgrüne Farbe, die es nur zu dieser Jahreszeit gibt. Man sieht zwischen den winzigen Blättern noch die Äste und Zweige, was wahrscheinlich nächstes Wochenende nicht mehr der Fall sein wird. Bei uns auf dem Land blühen noch die Schlüsselblumen, und im Wäldchen stehen die Anemonen. Sogar die ersten Maiglöckchen habe ich auf unserer Sonnenseite schon gefunden. Der Frühling ist da!!!
Deswegen und weil ich selbst tatsächlich „mit neuem Ziele“ tätig bin, habe ich dieses Gedicht von Hölderlin herausgesucht. Wir haben diese Woche so schöne Nachrichten erhalten, dass wir gerade das Gefühl haben, bei uns passieren wirklich „der Wunder viele“.
Wie immer ist dieses WiB bei Große Köpfe verlinkt, wo man auch die Wochenenden anderer Blogger*innen findet.
Freitag, der 24. April 2026
Abendspaziergang mit den Hunden über die große Kuhweide. Kurz danach stolpere ich und falle richtig böse hin – so halb auf meinen Brustkasten, so dass ich mir eine Rippe prelle. Ich kann kaum aufstehen und alle Bewegungen tun weh. 🙁 Ich schlafe nicht gut diese Nacht.
Samstag, der 25. April 2026
Weil mir so viele Bewegungen wehtun, geht mein Mann heute früh mit den Hunden. Ich wusste gar nicht, für wie viele Bewegungen man die Rippen/den Brustkasten braucht – gefühlt ALLES tut weh: Aufsitzen, Drehen, Position verändern, Niesen (ganz schlimm), Hinlegen, Hinsetzen, Bücken, Aufrichten, etwas tragen, drücken oder ziehen, sogar ganz normales Gehen über unebenen Untergrund. Ich fühle mich total eingeschränkt. Dr. Google sagt aber, solange ich keine Atemnot habe, ist es nicht schlimm. Es dauert „nur“ 2-6 Wochen, bis das geheilt ist…
Eins ist aber gar nicht so schlecht: Die Verletzung zwingt mich zum Stillsitzen und Nichtstun. Ich bin ja so ein Typ, der immer unterwegs ist, immer am Machen. Heute aber sitze ich den ganzen Tag fast irgendwo herum und lese. Sehr lange auf der Bank vor dem Haus in der Sonne, mit Blick auf das Vogelhäuschen und den blauen Himmel.
Zum Mittagessen gibt’s Salat und Rindersteaks.
Nach dem Mittagessen wage ich es, vorsichtig und langsam und mit den Hunden spazieren zu gehen. Wir sehen diese Hirsche mit weißen Bäuchen am Waldrand. Sie schauen uns ganz neugierig an.
Mittagsstille bei den Kühen.
Am Nachmittag mache ich weiter mit Herumsitzen und Lesen, eine Runde im Bett mit Nickerchen und später im Schaukelstuhl im Glashaus. Und dann ins Bett.
Sontag, der 26. April 2026
Heute geht es der Rippe schon viel besser – es tut nicht mehr ganz so schlimm weh. Weil ich ganz früh aufwache, gehe ich um 6 Uhr mit den Hunden raus. Die Gruppe Hirschkühe mit den weißen Bäuchen hat wohl auf unserem Grundstück übernachtet — als wir losgehen, hüpfen sie aus unserem Wäldchen hinüber zum Waldrand und schauen uns von dort aus ganz in Ruhe zu, wie wir an ihnen vorbeigehen.
Wie sie gucken!
Neben dem Weg die dicke Eiche mit dem Rotdorn. Ich mag diese Symbiose – dass die beiden so eng beisammen stehen.
Der Graben leuchtet im Morgenlicht. Um uns herum sirren die Feldlerchen. Kraniche sind hier auch unterwegs; man hört ihr Schreien.
Die Pflaumenbäumchen stehen in Blüte. Und der Himmel ist so blau.
Der Ahorn treibt aus.
Apfelblüten.
Einer unserer vielen Weißdorne. Die Blüten kommen im Mai.
Ich sitze wieder den halben Tag mit meinem Buch auf der Bank in der Sonne. Die Hündchen gesellen sich zu mir und liegen im Gras. Sie haben neue Knochen bekommen und haben den ganzen Vormittag damit zu tun – Kauen, Beißen, die Knochen herumtragen und verstecken, immer wieder „ausgraben“ und wieder darauf herumkauen. Knochen sind wirklich toll für Hunde.
Zum Mittagessen gibt es Gemüsesuppe mit Thymian und wieder einen Salat.
Vorsichtig Blumenpflücken geht heute schon wieder. Ich pflücke einen schönen Strauß Anemonen im Wäldchen.
Ich mag Anemonen so sehr. Sie duften sogar ein bisschen.
Bevor wir abfahren, beziehen wir unsere Betten frisch. Das hier sind zwei große Doppelbetten, die zusammen 3,60m breit sind. Das war früher unser Familienbett; jetzt schlafen die Kinder im Zimmer nebenan in eigenen Betten. Ich genieße es hier, ein ganzes Doppelbett für mich allein zu haben 🙂
Und jetzt ist schon Montag, und bald ist Mai! Die dunklen Tage und die Kälte sind vorbei, und der Frühling ist wirklich da! Ich fühle mich auch wie Frühling, denn ich arbeite an etwas, das mir riesigen Spaß macht und bei dem ich das Gefühl habe, ganz ich selbst zu sein. Das ist wundervoll. Ich liebe es.
Ich hoffe, bei Euch ist auch Frühlingsstimmung zu spüren! Etwas mehr Kraft, Lust, etwas zu schaffen? Freude an Licht und Blüten? Am blauen Himmel, an den hellgrünen Blättern?
Ich hoffe es und wünsche allen meinen Leser*innen eine gute Woche!
Eure Maike
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