Dieses in Teilen wunderbar warme, sonnige und dann wieder kühl-feuchte Wochenende haben mein Mann und ich mit dem großen Kind in voller Gemütsruhe in unserem Wochenend- und Ferienhaus auf dem Land verbracht. Das kleine Kind weilte derweil glücklich zu Hause – sie liebt es ab und zu sehr, das ganze Haus für sich zu haben. Wenn wir dann wieder nach Hause kommen, hat sie alle Betten neu gemacht, den Kissen einen Handkantenschlag gegeben und Tische und Oberflächen mit hübschen Dekorationen versehen. Sie hat es gern ordentlich und stilvoll, dieses Kind. *herz*
Eigentlich wollte ich ja mit einigen Menschen aus unserem Buchclub zum Presence Process von Michael Brown in unser Landhaus fahren, das hat sich aber leider vor ein paar Tagen zerschlagen… 🙁 – Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, haben wir uns gesagt; irgendwann wird der richtige Zeitpunkt kommen, der allen passt.
Als Gedicht habe ich eines von Carola Hügli aus dem Sammelband „Zeit der dunklen Frühe“ ausgesucht. Das Gedicht spiegelt meine schönsten Natureindrücke dieses Wochenendes wieder, nämlich als ich an den frühen Morgenden mit den Hunden spazieren war.
Carola Hügli
Morgenhauch
Schau dorthin
wo der Garten
im Schatten liegt
bis gleich
ein Fenster sich öffnet
wenn die Sonne aufgeht
neben dem Sims
des Hauses
Helles Licht
fällt im Quadrat
auf Margeriten und Phlox
zaubert leuchtende Blüten
rot und weiß
Tautropfen im Farbenspiel
auf grüne Blätter
Morgenhauch
weht Glück herüber
Freude
mit der mein Tag beginnt
Das Wochenende in Bildern ist verlinkt beim bekannten Berliner Familienblog Große Köpfe.
Freitag, der 17. Juli 2026
Wir sind heute am frühen Abend hier angekommen und freuen uns sehr (besonders ich), wieder mal hier zu sein. Ich war seit meiner Kur, die am 10. Juni begann, nicht mehr hier. Zuletzt (bis heute Nachmittag!) waren Freunde von Freunde für eine Woche im Haus.
Als erstes fahren wir im See schwimmen. Das große Kind und ich schwimmen eine lange Runde durch den See und LIEBEN es. Es ist ganz ruhig jetzt am frühen Abend hier am See. Leider habe ich mein Handy nicht dabei und kann kein Foto machen.


Samstag, der 18. Juli 2026



Die Postkarte zeigt Johanniskraut, das hier gerade rund ums Haus blüht.







Mein Mann und ich (und für eine Stunde auch das Kind) machen dann noch drei Stunden lang Musik-Ping-Pong. Das machen wir sehr gern, es heißt, dass wir abwechselnd Musik „auflegen“ (=auswählen/in die Warteschlange stellen auf Apple Music, wo wir die Pro-Version haben). Der letzte Song des anderen inspiriert immer den eigenen neuen. Das sorgt für Überraschungen und Erinnerungen. Denn wir erzählen natürlich, was wir mit den Songs verbinden, wenn nötig. Oder es ist sowieso eine gemeinsame Erinnerung. Oft legen wir gut passende Songs an, oder es gibt eine textliche oder klangliche Assoziation zum Folge-Song. Manchmal gibt es auch einen stilistischen Bruch. Alles ist erlaubt — man muss einfach das Gefühl haben, der nächste Song passt irgendwie. Uns macht das viel Freude – es verbindet uns auf eine schöne Art.
Später gibt es noch (endlich!) das reinigende Gewitter. Es war den ganzen tag ziemlich schwül. Mein Mann und ich erleben das Gewitter im Glashaus. Ich sitze dabei im Schaukelstuhl und habe einen Hund auf dem Schoß. Die Regentropfen prasseln ans Glas, und am Horizont blitzt es. Und hier drinnen im warmen Glashaus sind wir so wunderbar geschützt.
Sonntag, der 19. Juli 2026







In Berlin sind schon Sommerferien. Bis wir Anfang August erst für ein paar Tage nach Stuttgart zu meiner Mama und dann weiter in die Provence in den Sommer-Urlaub fahren, machen wir hier in Berlin Balkonien bzw. sind am Wochenende auf dem Land.
Verratet mir doch mal: Wo fahrt Ihr in den Sommerferien hin? Mit oder ohne Kinder? Hotel, Ferienhaus oder Campingplatz? Oder was ganz anderes? Erzählt doch mal!
Das will gern wissen
Eure sommertrunkene, ausgeglichene und endlich wieder glückliche Maike


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