Mich suchend in Weltenlicht: Wochenende in Bildern 24./25. Juni 2023

Dies war ein sommerliches Johanni-Wochenende auf dem Land in unserem Wochenendhaus, mit schwüler Wärme und schöner Sonne. Wir hatten außer unseren Töchtern noch eine Freundin unserer Jüngeren dabei.

Ich habe versucht, es mir so schön wie möglich zu machen. Die Natur tut meiner depressiven Stimmung gut, und natürlich auch die Sonne. Ich habe bemerkt, dass ich mich fast ununterbrochen tätig halte – Essen zubereiten, aufräumen usw. Es fällt mir schwer, nichts zu tun. Dabei ist es so schön, einfach nur ins Licht zu schauen. Das habe ich immerhin auch getan, wenn auch mit einem Gedichtbuch auf dem Schoß.

Das WiB ist wie immer verlinkt bei Große Köpfe.

Rudolf Steiner, Wochenspruch zu Johanni (24.6.) aus dem Anthroposophischen Seelenkalender

Ich habe den Spruch am Samstag abgeschrieben, weil es mir so leichter fällt, mich in die Aussage und die Kraft des Spruches zu vertiefen.

Samstag, der 24. Juni 2023

Der Blick von der Bank vor dem Haus in den hellen Juni-Himmel.
Im Licht sitzen. Mein Mann und ich genießen für ein Stündchen die sommerliche Stimmung im Vorgarten. Die vielen Blumen, das Gesumm der Insekten, die Wärme.
Die Äpfel sind schon sichtbar.
Vor dem Haus duftet es.
Dicke, dicke Rosen im Vorgarten. Sie duften so herrlich zart.
Die beiden jüngeren Mädchen bauen auf der großen Wiese ein Zelt.
Fast fertig.
Meine Tochter hat Kräuter gesammelt – ganz die Mama.
Später: Grillen.
Und zwar vor allem geölte Brotscheiben für Bruschetta
Johanni-Brauch: Kräuter- und Blumenstrauß mit 9 Arten plus Farn sammeln.

Johanni ist ja das Fest der Transformation, des Lichts und des Umschwungs der Energien. Es geht um die Transformation der irdischen in geistige Kräfte, aber wir dürfen auch banal die Transformation der Erd- und Himmelkräfte feiern: Aus Erde und Wasser wachsen und reifen die Pflanzen und Bäume, Tier und Mensch. Ein schönes Bild für die Wandlung der Energien ist das Feuer. Hier wird Holz, das sich aus Erde, Licht und Wasser in das gewandelt hat, was es ist, wieder zu Wärme und Licht. Deswegen spielt das Feuer immer eine Rolle bei den großen Jahresfesten. Falls es Dich interessiert, mehr zur Sommersonnenwende und zu Johanni findest Du in meinem Artikel zum Juni im Jahreskreis.

Der Strauß wird dann dem Feuer übergeben.
So kann seine Heilkraft sich verwandeln.
Mit der großen Tochter zum ausgiebigen Abendspaziergang.
Sie rennt mit den Hunden durch die hohe Wiese.
Zum Graben.
Erst um 21:35 Uhr geht die Sonne unter. So eine tolle Jahreszeit.

Sonntag, der 25. Juni 2023

Morgenspaziergang bei bedecktem Himmel mit der kleinen Tochter und ihrer Freundin.
Ein Feld voller Beifuß, ein wichtiges Kraut zur Sommersonnenwende. Der Beifuß wird auf der Nordhalbkugel seit Jahrtausenden als magisches Kraut eingesetzt, u.a. zum Räuchern, als Unterlage bei Zeremonien und auch für die Kräutergürtel zur Sommersonnenwende. Im Baltikum wird das heute noch so gemacht.
Johanniskraut, eine der wichtigsten Pflanzen dieser Jahreszeit. So heilsam. Die Blüten sind Sonnen, und wie Sonne wirkt Johanniskraut auch. Es wirkt antidepressiv und stimmungsaufhellend, außerdem ist Johanniskrautöl das beste Wundeheilmittel, das es gibt. Hier zu meiner Anleitung, wie man Johanniskraut selber macht, mit allen Geschichten von Wundheilungen durch Johanniskrautöl, die in meiner Umgebung geschehen sind.
Die Mädchen fotografieren diese schönen Disteln.
Eine Horde Natternköpfe (die aufrechten blauen Blumen) vor dem Wald.
Die Mädchen haben Baby-Schnecken gefunden und sind entzückt.
Auf dem Graben blühen Seerosen.
Diesen Wiesenblumenstrauß habe ich vom Spaziergang mitgebracht.
Die Mädels sind den ganzen Vormittag mit Parfummachen beschäftigt.
Sie legen zerkleinerte Rosenblüten in Wasser.
Es werden auch Stofffetzen gefärbt.
Später geigen die beiden Mädchen. Sie spielen zusammen in einer Kammermusikgruppe und nächstes Wochenende ist Konzert.
Mittagessen: Tomatensalat, Kartoffelgratin und Buttererbsen.
Mein Mann fährt mit den Mädchen an den See, ich bleibe im Haus und miste die Küchenschränke aus. Das wollte ich unbedingt noch vor den Sommerferien tun.
Mit den Hunden in den Wald.
Die große Wiese ist schon ziemlich trocken. Hier ist der Regen so gut wie ausgeblieben.
Der Himmel sieht gewitterig aus, aber es regnet nicht.

Leider steht unser Haus in einer trockenen Gegend. Wir freuen uns über jeden Tropfen Regen, der hier fällt.

Erst am Abend, als die Family vom see zurückkommt, fahren wir nach Hause. Ich habe die ganze Küche umgeräumt, ausgemistet und die Schränke geputzt. Das tut sehr gut. Genau das Richtige für meine aktuelle Stimmung – Dinge in Ordnung bringen, Klarheit schaffen. Das tut mir zur Zeit wohl.

In den nächsten beiden Wochen wird genau das bei mir im Vordergrund stehen. Ich muss Weichen stellen für eins unserer Kinder, außerdem wollen wir unser Berliner Häuschen komplett auf Vordermann bringen, weil wir ab dem ersten Sommerferientag in zwei Wochen einen Haustausch nach Bilbao in Spanien machen. Deswegen wollen wir alles picobello sauber machen, noch weiter entrümpeln und aufräumen. Damit die Tauschfamilie einen schönen, klaren Ort vorfindet – und wir auch, wenn wir wieder zurückkommen.

Das nächste „12 von 12“ erwischt uns übrigens auf unserer Reise nach Spanien. Am 12. Juli bewältigen wir die Etappe von Stuttgart, wo wir eine Nacht bei meiner Mutter schlafen, in ein besonders schönes Gebiet der französischen Alpen, wo wir hoffentlich am Nachmittag des 12. Juli ankommen. Von dort aus geht es dann in einer dritten Etappe weiter zur Wohnung unserer Tauschfamilie in Bilbao im spanischen Baskenland (ja, das ist die Stadt mit dem Guggenheim-Museum).

Wir sind schon ganz vorfreudig und gespannt, was uns dort erwartet. Ich bin auch gespannt auf die schräge Sprache – Baskisch ist mit keiner anderen europäischen Sprache verwandt und auch nicht indoeuropäischen Ursprungs. Super interessant. Danke heißt auf baskisch zum Beispiel Eskerrik asko, Entschuldigung heißt Barkartu, Bitte heißt Ez dago zergaitik. Klingt wie von Kindern ausgedacht. Ich liebe es.

Nun wünsche ich Dir, dass Du die Sonne und die tolle Energie der Jahreszeit in Dich einlassen kannst. Umgib dich mit ihr, lass sie in Dich strömen und hindurch, auch zu anderen Menschen und der Welt. Ich versuche es auch, so gut ich momentan kann.

Liebste Grüße,
Deine Maike

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