Aus meinem Leben Wochenende in Bildern

Kulturgenuss: Wochenende in Bildern 6./7. Juni 2026

Dieses Wochenende mit wechselhaftem Wetter und herrlichster Juni-Natur sind wir zu Hause in Berlin geblieben, was logistischen Gründen geschuldet war.

Weil ich müde bin und morgen (Montag) einen sehr anstrengenden Tag habe, geh ich gleich rein ins Geschehen:

Samstag, der 6. Juni 2026

Mein Mann und ich haben beschlossen, zu Fuß von zu Hause zur Gemäldegalerie am Potsdamer Platz zu laufen. Es soll ca. 1 Stunde und 15 Minuten dauern. Wir fahren in der Stadt ja nie Auto, und ich habe keine Lust auf Fahrrad (der Schock über den Unfall vor 3 Wochen sitzt immer noch tief), und mein Mann hat keine Lust auf S-Bahn. Also zu Fuß! Wir laufen den Mauerweg an der Bernauer Straße entlang, wo sich schon viele Touristengruppen eingefunden haben.
Diese Gruppe ruht unter Fotografien der Mauer-Geschichte aus.
Wir überqueren die Spree beim ZDF-Studio, an der Luisenbrücke, wo man Schiffe und den Reichstag sieht.
Am Brandenburger Tor kommen wir auch vorbei.
Nach einem wunderschönen Spaziergang durch den Tiergarten sind wir in der Gemäldegalerie angekommen. Ich möchte mir eigentlich das Bild „Adam und Eva im Paradies“ von Lucas Cranach dem Älteren anschauen, weil es mit meinem kreativen Projekt zu tun hat, ABER ES IST NICHT DA. Es sollte eigentlich hier im Cranach-Saal hängen 🙁 Auf Cranachs Kopie eines Werkes von Hieronymus Bosch finde ich aber auch eine schöne Darstellung von Adam und Eva. Was mir nicht gefällt: Die Schlange ist als Mädchen dargestellt. Die Interpretation, dass Eva die Verführerin ist, ist absolut strittig und wurde erst von der patriarchalen Kirche im Mittelalter aufgebracht. Das ist aus dem Originaltext der Bibel nicht herleitbar — Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema; sehr interessant!
Venus und Amor. Die brauch ich auch für mein kreatives Projekt. Schaut mal, was für ein zartes, transparentes Gewand Venus trägt. Dass man sowas malen kann!
Im Untergeschoss noch die fantastische Ausstellung „Fashion becomes Art – Die Mode der Madame de Grès“. Letztere hat in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts unglaubliche Mode geschaffen, die sich an den Faltenwürfen antiker Gewänder orientierte (deswegen hier auch antike Skulpturen im Hintergrund). Oft hat sie weiche Faltengewänder aus Jersey gemacht. Man sieht hier ihre Mode, und außerdem zeitgenössische Entwürfe junger Modedesigner, die sich an Madame de Grès orientieren. Wirklich FANTASTISCH!
Wir gehen auch zu Fuß zurück nach Hause und abends dann noch mit den Hunden im Mauerpark spazieren. Dort dieser Stein.

Sonntag, der 7. Juni 2026

Heute fahren wir zu einem Konzert im Gutshaus Zernikow in der Uckermark. Meine Nichte spielt hier mit einem Streichquartett vor; sie spielt Bratsche.
Die jungen Musiker*innen (alle nicht älter als 15/16; meine Nichte ist 14!) spielen EXTREM GUT. Absolut professionell. Ganz herausragend ist auch die junge Geigerin ganz vorn. Ich denke, von ihr wird man noch hören. Sie spielt ganz außerordentlich gut.
Die vier Musiker*innen ganz rechts sind das Aureus-Quartett, die drei Musiker*innen links wurden heute als Solisten und/oder Mitspieler dazu geholt. Das kleinste Mädchen ist erst 10 Jahre alt und wurde vom Quartett als Oboe-Solistin begleitet.
Nach dem Konzert, vor dem Mittagsschmaus.
Alle Musiker*innen, Eltern und Mentor*innen/Lehrer*innen essen im sympathischen französischen Café „Bric à Brac“ in der Scheune des Gutshauses. Es gibt Crepes, Galettes (krosse, pikante Crepes) und Baguettes mit verschiedenen Belägen/Füllungen.
Musiker*innen und Entourage beim Mittagsschmaus.
Beim Gut gibt es auch Hühner, Pferde und Esel. Wir flanieren durch den Gutspark und besuchen die Tiere; hier unsere jüngere Tochter.

Wir nehmen meine Nichte mit zu uns nach Hause, damit die Cousinen noch ein bisschen Zeit zusammen haben. Dann packe ich einen großen Koffer — denn der wird morgen abgeholt. Am Mittwoch beginne ich eine dreiwöchige Heilfastenkur in Überlingen am Bodensee, und da reist der Koffer ab morgen schonmal vor. Bis dahin habe ich noch einiges zu erledigen.

Ich freue mich aufs Fasten, aber ich habe auch ein bisschen Angst. Letztes Jahr habe ich ja schonmal gefastet, und da ging es mir zuerst gar nicht gut. Ich hoffe, dass es mir letztes Jahr darum so schlecht ging, weil ich die Giftstoffe von vielen Jahren „rausgefastet“ habe, und dass es also dieses Jahr leichter wird. Ich bin froh, dass ich das unter ärztlicher Aufsicht mache.

Das nächste WiB kommt also aus Überlingen — wenn ich mich denn beim Fasten danach fühle… ihr erfahrt es auf jeden Fall über Instagram, wenn ihr mir dort folgt (@feinslieb_jahreskreis).

Das WiB ist wie immer verlinkt bei Große Köpfe.

Liebe Grüße an alle meine lieben Leser*innen,
Eure Maike

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