Trotz Arbeit und Corona: Mein perfekter Tag im März 2021

Im März hat es endlich mal wieder geklappt mit einem perfekten Tag – einem Tag voller Glücksmomente ganz für mich allein. Mann und Kinder waren auf dem Land; so hatte ich das Berliner Haus ganz für mich. Was diesen perfekten Tag besonders macht: Es war kein reiner “Wellness-Tag”, sondern ich musste arbeiten. Aber trotzdem wurde es ein perfekter Tag. Weil ich das Drumherum schön gestaltete. Und weil meine Arbeit mir ja großen Spaß macht. Unten der Bericht und Fotos von meinem perfekter Tag im März 2021!

Während dem Lockdown: Perfekte Momente statt perfekten Tagen

In der Corona-Zeit und unter dem Homeschooling der Kinder habe ich nicht jeden Monat einen “perfekten Tag” für mich einrichten können. Dafür habe ich versucht, mir im Alltag mehr Freiraum für “perfekte Momente” zu schaffen. Das ist ja ohnehin eine sehr gute Idee, wenn man sein Leben entspannen will. Ich hab das eigentlich ganz simpel umgesetzt: Ich habe öfter mal ein Bad genommen, am liebsten mit selbst gemachten Badezusätzen, und dabei eine wohltuende Meditation gehört. Ich habe wieder angefangen, Klavier zu spielen (was mich immer sehr glücklich macht), und ich habe in der Fastenzeit jeden Tag ein bisschen Yoga praktiziert. Zwar nur 10-20 Minuten am Tag, aber besser kurz als gar nicht, oder?

Aber zurück zu meinem perfekten Tag im März 2020:

Der perfekte Tag dauerte diesmal vom Mittag eines Freitags bis zum Mittag des Samstags.

1. Jahreszeitentisch gestalten

Ein absolutes Highlight dieses perfekten Tages: Ich durfte den Jahreszeitentisch in der Klasse der kleinen Tochter gestalten. Das hat unglaublich viel Freude gemacht. Alle Figuren von Mutter Erde bis Weidenkätzchen-Babys habe ich selbst gemacht. Besonders süß finde ich die kleinen grünen Sprösslinge, die im Moos neben keimenden (echten) Zwiebeln sitzen.

Der ganze Jahreszeitentisch. In den Zweigen links liegen (noch schlafend) meine Weidenkätzchenkinder (hier zur Anleitung).

2. Maike allein zu Haus: Simple Freuden

Die Familie fährt aufs Land; ich bleibe zu Hause, weil ich bis zum Nachmittag ein Online-Seminar habe (Weiterbildung). Das macht richtig viel Spaß und inspiriert. In einer Pause setze ich mich auf die Terrasse, trinke einen Tee und löse ein völlig stupides Kreuzworträtsel in einem Kostenlos-Magazin. Tja, auch das macht manchmal Freude! Und für sowas hab ich sonst nie Zeit. Bzw. ich nehme mir sie nicht. Aber heute!

3. Beglückende Arbeit

Das Erstellen von Blogartikeln gehört ja auch zu meiner Arbeit. Bevor ein Blogartikel geschrieben wird, brauche ich Fotos. Heute genieße ich es, ganz viel Zeit und Ruhe zu haben, um Fotos für den Blogartikel “Blumen als Geschenk verpacken” zu machen. Natürlich mache ich nicht nur Fotos, sondern vor allem gestalte ich die verschiedenen “Verpackungen” für Blumen, von Leinenkleid bis Papprolle. Ich hatte nur ein paar vage Ideen, der Rest entsteht dann beim Machen. Was für einen schöne, beglückende Arbeit.

Narzissen und Weidenkätzchen in einem Kranz aus Ligusterzweigen.
Tulpen und Ranunkeln mit Seemannsgarn umwickelt
Tulpen in einem Kleid aus altem Bauernleinen.

4. Comfort Food und Dokumentarfilm

Ich mache mir ein köstliches Abendessen: Kartoffeln mit Gurken-Dill-Salat und Schwarzwurzeln. Dazu schaue ich eine Dokumentation auf arte.tv, nämlich ein ausführliches Lebensporträt über Leonardo di Caprio. Sehr interessant und aufschlussreich. Der Typ ist echt ein begnadeter Schauspieler. Und er ist absolut nicht der typische Hollywood-Star. Er kann mit seinem Ruhm eigentlich gar nicht so richtig umgehen. Fazit: Sympathisch! (Bei der berühmten Titanic-Szene auf dem Schiff hab ich allerdings einen Fremdschäm-Anfall 😀 )

Ich genieße es total, beim Essen Filme zu schauen. Das mache ich sonst fast nie, weil wir ja meist als Familie zusammen essen (und auch das ist natürlich schön). Aber ich denke, viele Eltern würden mir zustimmen: Ab und zu allein essen, was einem schmeckt und dabei Filme gucken, ist definitiv ein Highlight!

Danach gehe ich auch bald ins Bett. Nach Schultagen der Kinder bzw. Arbeitstagen für mich stehen wir ja um 6 Uhr auf. Dann bin ich abends um 10 reif fürs Bett. Manchmal auch früher.

5. Ausgiebiges Bad

Nach dem Aufstehen ist mir kalt (das Fenster war die ganze Nacht offen), und mir ist nach einem heißen Bad. Also mache ich das. Ganz gemütlich, schön warm, und dazu eine Meditation anhören. Es war etwas zum Thema “Kraft schöpfen”.

6. Genussvolles Frühstück

Ganz abseits meiner Gewohnheiten habe ich heute Lust auf ein Frühstück. Also mache ich mir, wonach es mich gelüstet: Einen Frischkornbrei mit Hafer, vielen Früchten, Kernen und Trockenbeeren. Dazu wie immer Earl Grey Tee mit einem Schuss Milch. Mein Leib- und Magengetränk.

7. Yoga

Es ist ja Fastenzeit. Für mein “Fasten” habe ich mir drei Dinge ausgesucht, die mir gut tun: Jeden Tag rund 10-15 Minuten Yoga, jeden Tag ein bisschen Klavierspielen und keinen Alkohol.

Hier also meine tägliche Yoga-Einheit. Ich mache das mit YouTube-Anleitungen und bin sehr zufrieden damit. In Yoga-Studios oder Kursen war ich nie glücklich. Ich muss das ganz für mich und allein und ohne andere um mich herum machen. Es tut mir sehr, sehr gut, denn ich fühle mich nach fast einem Jahr Corona ziemlich eingerostet. Das total einfache Anfänger-Yoga hilft mir, wieder beweglicher zu werden. Und mich zu entspannen. Zu atmen.

8. Gedichte lesen

Danach nehme ich mir nochmal ausgiebig Zeit und schmökere in meinen Gedichtbüchern. ich versuche schonmal, ein Gedicht für das Wochenende in Bildern zu finden, bzw. schonmal vorzufühlen, was zum Wochenende passen könnte. Ich werde mit dem schönen Gedicht “An die Narzissen” aus dem Tagebuch der Edith Holden fündig.

Und damit ist die “Me-Time” auch schon wieder vorbei. Ich muss packen: Ich fahre mit dem Zug aufs Land zur Familie. Der “perfekte Tag” klingt mit der Familie sehr schön aus, wie Du in meinem Wochenend-Bericht nachlesen kannst.

Was kannst Du für Dich als Inspiration mitnehmen?

  • Perfekte Momente für jeden Tag: Das Meiste, das ich an dem Tag gemacht habe kannst Du auch unter Corona in Deinen Alltag einbauen. Du musst es nur planen und umsetzen. Am Besten morgens schon dran denken, es als festen Termin in den Tag einplanen (Termin im Handy anlegen!) und ggf. alle darüber informieren, dass Du in der Zeit bitte nicht gestört werden willst. Oft reicht ja eine halbe Stunde aus. Denn: Jeden Tag ein bisschen Selbstfürsorge tut gerade ein diesen Zeiten unheimlich gut.
  • Atmen und Bewegung: Die Zaubermittel in der Corona-Krise, meiner Meinung nach! Kann ich nur empfehlen. Meine täglichen 15 Minuten Yoga haben mir unheimlich-unheimlich gut getan. Ich merke deutlich, wie ich mich in meinem Körper wohler fühle. Wie ich es genieße, mich beweglicher und weicher zu fühlen.
  • Ein Arbeitstag kann auch entspannend und sehr schön sein. Man kann ja z.B. besonders schöne Aufgaben auf diesen tag legen. Wenn das gar nicht möglich ist, dann frag Dich ernsthaft, ob Du den richtigen Beruf hast. Ob Du an dieser Situation etwas ändern solltest. Was Du ändern könntest — kurzfristig, mittelfristig, langfristig.
  • Erlaube Dir: Ganz einfache Sachen können total viel Freude bringen: Ein Kreuzworträtsel lösen, laut singen, zum Lieblingssong durch die Wohnung tanzen, das absolute Lieblingsgericht kochen und essen, mal wieder mit Person XY telefonieren, eine ganze Schachtel Pralinen aufessen…. Frag Dich einfach, was Dir jetzt richtig Spaß bringen könnte und mach es. Darfst Du.
  • Gönn Dir: Ein Bad, ein gutes Essen, einen Film zum Essen, einen wunderschönen Blumenstrauß oder ein traumhaft schönes Buch kaufen, gutes Essen bestellen,…. Gönnen erzeugt Glück.

Ich hoffe, auch Du kannst Dir irgendwie wenigstens einen halben perfekten Tag von Zeit zu Zeit einrichten. Es tut allen Menschen gut, aber ganz besonders arbeitenden Eltern jetzt in der Corona-Krise. Versucht, Euch gegenseitig diese Möglichkeit zu geben. Auf diesem Blog von Ulrike Scheuermann, der sich ganz dem Thema Selbstfürsorge widmet, kannst Du nachlesen, warum das so wichtig ist.

Ein halber Tag oder ein paar Stunden reichen übrigens auch. Ganz toll ist es auch, wenn jede*r jeden Tag eine halbe oder eine ganze Stunde für sich allein bekommt und diese dann für etwas Schönes, Besonderes nutzt, das ihm/ihr gut tut. Das kommt allen zu Gute: Den Erwachsenen, weil sie sich entspannen können und was Schönes machen. Und den Kindern, weil sie mitkriegen, dass Papa und Mama so schön für sich selbst sorgen, und fröhlich/glücklich zu ihnen zurückkehren.

Wie sagte Erich Kästner so schön: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Dass Du das schaffst und Dir Gutes tun kannst, wünscht Dir

Deine Maike

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  3. Jetzt ist es da – wie schön! Eigentlich nur “Kleinigkeiten”, aber zusammen doch ganz mächtige Helfer durch den Alltag.
    Ich habe mir gleich das Filmschauen beim Essen abgeschaut, ganz ausnahmsweise gab es zum Essen für die ganze Familie einen Film und das Essen war nicht von mir zubereitet und es war wunderbar!
    Liebe Grüße!

    • Ja, was Leckeres essen und dazu Filme gucken ist einfach wunderbar! Ich empfinde das immer als totalen Luxus. Und genieße es total.
      Ich freue mich, dass Du Dir was abgeguckt hast!!

  4. Liebe Maike,
    voller Vorfreude habe ich begonnen zu lesen, aber leider endet (bei mir jedenfalls) der Beitrag mit der Überschrift “Aber zurück zu meinem perfekten Tag im März 2020”.
    Vielleicht ist beim Hochladen was Schiefgegangen?
    Lieben Gruß aus Wien von Elisabeth

    • Ja, in der Tat, da ist was schief gegangen 🙂 Danke, dass Du Bescheid gibst!
      Der Beitrag ist noch nicht fertig, ist aber aus Versehen schon online gegangen. Er kommt im Laufe des Wochenendes, heute Abend oder morgen!
      Liebe GRüße, ich freue mich, dass Du Dich freust!!!

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