Der laue, süße Duft des Märzen: Wochenende in Bildern 14./15. März 2020

Ganz schnell bin ich nach drei Tagen Arbeit in Berlin am Samstag wieder aufs Land zurück gefahren, wo die Kinder und der Mann ja schon seit letztem Wochenende sind (mein Mann sogar schon länger). Die Kinder waren die ganze Woche krank, so dass sie schon vor der Schulschließung eine Woche hier sein konnten. Und jetzt sieht es so aus, als könnten wir noch ein paar weitere Wochen auf dem Land bleiben. Denn die Schulen sind geschlossen, und die Arbeit meines Mannes ist unter den Corona-Bedingungen unmöglich. Ich arbeite sowieso oft von hier aus.

Hier findet Ihr das Gedicht, aus dem die Überschrift kommt. Das passt übrigens ausgesprochen gut.

Wir freuen uns auf die nächsten Wochen. Die Schulschließung ermöglicht es uns, auf dem Land in Bullerbü-Haus zu wohnen. Zwar wird uns die Corona-Krise ziemlich sicher in den finanziellen Ruin treiben (ich mache leider keinen Scherz), aber wir bleiben trotzdem optimistisch und freuen uns auf die Zeit mit den Kindern hier in der Natur.

Ich muss natürlich sehen, dass ich mir Zeitinseln zum Arbeiten schaffe.

Aber nun zum Wochenende in Bildern. Weil es schon recht spät ist und ich müde bin, halte ich mich mit Text zurück.

Samstag, der 14. März 2020

Ich setze noch schnell Zwiebeln und Blümchen im Garten.

Die Traubenhyazinthen sind aufgegangen.

Blausterne: Zarte Frühlingsboten

Den ganzen Vormittag verbringe ich mit Aufräumen und Packen, denn ich muss an tausend Dinge denken.

Zum Mittagessen bereite ich mir ein gutes Paleo-Mahl zu: eine Hähnchenkeule mit Fenchel und Orangen und viel Zitronenschale. Sehr, sehr lecker.

Dann gehe ich zum Bahnhof und fahre mit dem Zug aufs Land. Oh, wie schön ist es hier. Die Sonne scheint, und ganz sicher lauert hier kein böser Virus. Ich gehöre zur Risiko-Gruppe und habe in Berlin in den wenigen Tagen, die ich hier sein musste, echt ein bisschen Angst um mich gehabt.

Die Kinder freuen sich über die kleinen selbst gebackenen Mürbeteig-Häschen, die die Omi aus Stuttgart geschickt hat.

Der Hund und die Kinder kriegen sich nach ein paar Tagen Trennung von mir kaum mehr ein. So gehen wir zum Herumtollen und einem kleinen Sonnengruß auf die große Wiese gegenüber vom Haus. Die kleine Tochter will ein bisschen fotografieren, also überlasse ich ihr die Kamera. Sie macht all die folgenden Bilder von mir.

Die Sonne scheint so schön hell und warm. Da setzen wir uns alle vors Haus und lassen es uns dort gut gehen. Hier sind die Kinder mal kurz ums Eck.

Ein wunderschöner Sonnenuntergang:


Abends gehen wir nochmal mit dem Hund raus und bestaunen den Wahnsinns-Sternenhimmel.

Sonntag, der 15. März 2020

Spaziergang mit dem Hund, während mein Mann den Kindern im Bett Harry Potter vorliest. Das Wetter ist prächtig, aber kalt. Es ist noch früh; der Mond steht noch am Himmel:

Auf unserem Grundstück hat sich frühlingsmäßig schon viel getan (Frühlingsblüher, Knospen, Vogelstimmen), aber hier sieht man es nicht:

Auch der Wald ist noch kahl, aber das Licht lässt mich den Frühling deutlich spüren.

Kleine Tochter im Bett mit ihrer Puppe Ella, die ich ihr letztes Jahr gemacht habe (mehr Bilder und Porträt der Puppe hier). Ella hat gerade den Schal neu bekommen, und die Tochter ist glücklich, dass Ella es nun warm hat.

Aus braunen Bananen und Müsli-Resten backe ich schnell diese Kekse:

Der Hund ist begeistert von dem halben Hirschgeweih, das die kleine Tochter im Wald gefunden hat.

Draußen am Schuppen hat sich eine Kolonie Feuerwanzen versammelt.

Spaziergang mit meinem Mann am Fluss entlang und über die Felder.

Hier haben die Biber eine Weide gefällt. Wir nehmen einen Zweig mit Weidenkätzchen von dem gefällten Baum mit.
Die Wiesen sind überschwemmt nach vielen Regenfällen. Gut so. Wer weiß, ob das wieder so ein heißer, trockener Sommer wird.
Trockene Bäume am Flussufer.
Unser kleiner Teddybär hat so einen Spaß am Rennen.
Mein Mann fotografiert Strukturen, die er in anderer Form dann ganz analog mit Bleistift auf Papier bringt.
Im „Blaubeerwald“ hole ich ein paar Blaubeerzweige für meine Dekorations-Idee.
Zu Hause stelle ich meinen Zwiebelkranz fertig und mache noch ein paar andere Frühlingsgedecke mit Naturmaterialien. Anleitungen folgen.

Die Kinder spielen schon den ganzen Tag auf dem Grundstück. Überall finde ich Reste von Koch-Spielen.

Auch in den Feuerschale wurde eine Suppe angerührt.

Mein Mann macht ein Feuer, die Kinder haben Spaß in der Hängematte und auf den Bäumen.

Die Kinder essen am Feuer, was mein Mann gebraten hat.

Und mit einem weiteren traumhaften Sonnenuntergang geht das Wochenende zu Ende.

Wir planen, die gesamte Zeit, in der die Schule geschlossen ist, auf dem Land zu bleiben. Denn hier ist Natur, hier ist Stille, und ich kann auch von hier aus arbeiten.

Wir hoffen, dass wir ab und zu nach Berlin pendeln können. Mein Mann fährt am Montag erstmal, um einige Dinge zu holen, die wir hier brauchen.

Ansonsten haben wir hier mehr als genug zu tun. Es gibt Möbel aufzuarbeiten; eigentlich wollten wir längst die beiden letzten roten Böden im Haus streichen, und auch der Garten hat Pflege nötig. Also wird uns bestimmt nicht langweilig werden.

Ich hoffe, Ihr habt auch einen Plan für die nächsten Wochen und vor allem: dass Ihr gesund bleibt!

Das wünscht Euch und schickt Euch die liebsten Grüße aus Nordostdeutschland,

Eure Maike

Weitere Wochenenden in Bildern findet Ihr wie immer hier, auf dem Berliner Familienblog Große Köpfe.

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