Meine kurzfristige Aktion für den Internationalen Frauentag 2026 bzw. den Feministischen Kampftag:
Zettel zum Thema „Care-Arbeit“ an Haustüren kleben – mach auch Du mit! Einfach die Vorlage ausdrucken und mit Tesa an die Haustüren Deiner Nachbarschaft kleben!
Geeignet für alle, die dieses Wochenende nicht demonstrieren können, oder die am Frauenstreik am 9. März nicht teilnehmen können – weil sie alleinerziehend sind, weil sie zur Zeit (wie ich, weil mein Mann in der Reha ist) allein für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zuständig sind, oder weil sie in pflegenden Berufen tätig sind.
Ich habe einen Zettel (PDF; DIN A4) vorbereitet, den ihr ausdrucken und an die Türen der Nachbarschaft kleben könnt.
Hier den Zettel downloaden (PDF; natürlich kostenlos), dann ausdrucken und ankleben! Und wenn es nur einer und an Deinem eigenen Haus ist, bitte mach mit!
Der Text auf dem Zettel:
In diesem Haus leisten Frauen täglich unbezahlte Arbeit:
Frauen erledigen Hausarbeit, kochen, putzen, pflegen, trösten, organisieren, planen — und haben dabei die Dinge im Kopf, die alle anderen vergessen.
All das ist echte Arbeit. Es nennt sich Care-Arbeit, Mental Load und Emotional Load. Diese Arbeit wird nur nicht bezahlt. Und sie wird kaum gesehen.
Die unsichtbare Arbeit von Frauen ermöglicht es Männern, unbeschwert Erwerbsarbeit nachzugehen. Diese Arbeit von Frauen ist damit eine tragende Säule der Wirtschaft — und wird trotzdem nicht bezahlt.
Das muss sich ändern. Care-Arbeit muss sichtbar, anerkannt und fair verteilt werden.
Zum Internationalen Frauentag, 8. März 2026
Hier den Zettel downloaden (PDF).
Ein zweiter Zettel definiert die vielleicht unbekannten Begriffe:
Was ist Care-Arbeit?
Zur Care-Arbeit zählen auch Mental Load und Emotional Load.
Care-Arbeit: zum Beispiel Kinderbetreuung, Abholen/Bringen zu Schule & Terminen, Arzttermine für Kinder ausmachen & wahrnehmen, Organisation von Kindergeburtstagen, Festen und Geschenken, Erledigung von Aufgaben für Schule und Hobbys (Eltern-Chatgruppen, e-mails beantworten, Zettel unterschreiben, Brotbox richten, Sachen für Schule und Ausflüge besorgen, Kuchen für Bazar backen, Schulessen bestellen…), Organisation von Unterlagen, Verträgen, Hobbys und Mitgliedschaften (unterschreiben/bezahlen, ablegen, zurückschicken), Kinderkleidung / Schuhe kaufen und aussortieren, Hausaufgaben betreuen, Trösten, starke Gefühle und Krisen begleiten, Angehörige pflegen, Pflege organisieren, bei Krankheit kümmern und zu Hause bleiben, Stillen / Wickeln / Füttern / Körperpflege, mit Kindern spielen, Schul- und Kindergartenplätze suchen und organisieren, Gespräche mit Lehrer*innen/Erzieher*innen wahrnehmen, Krisenhilfe organisieren, Verabredugen der Kinder organisieren… …
Mental Load: Die unsichtbare Denkarbeit, die Haushalt und Familie am Laufen hält, das ständige Behalten und Planen im Hinterkopf. Zum Beispiel: Familienkalender führen, Wissen, welche Vorräte noch da sind, wissen, welche Kleidung die Kinder als nächstes benötigen und welche Größen sie haben, wissen, wann die nächste U-Untersuchung fällig ist, wissen, dass dem Kind ein unterschriebener Zettel für die Klassenfahrt mitgegeben werden muss, die Abhollogistik koordinieren, wenn Auto und Zeit knapp sind, wissen, dass die Handtücher/Bettwäsche gewechselt werden muss, wissen, welche Ferienbetreuung für die Kinder notwendig ist, Urlaub nicht nur recherchieren und buchen, sondern alles Drumherum mitdenken, alle Kleinigkeiten rund um die Kinder im Kopf haben und dran denken,….
Emotional Load: Beziehungspflege und die unsichtbare Arbeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, aufzufangen und zu regulieren, zum Beispiel: merken, dass ein Kind traurig oder bedrückt ist, nachfragen und das Gespräch sensibel führen, Konflikte zwischen Geschwistern entschärfen, bevor sie eskalieren, eigene Grenzen bemerken und verteidigen, emotionales Ungleichgewicht zwischen Familienmitgliedern bemerken und ansprechen, den Partner nach einem schlechten Tag auffangen, obwohl man selbst erschöpft ist, eine schwierige Nachricht so überbringen, dass sie die andere Person nicht zerstört,… … …
Diese drei Bereiche werden auch heute in Deutschland noch zum großen Teil von Frauen geleistet.
Dies muss sich ändern. Und Care-Arbeit gehört entlohnt. Denn sie kostet Zeit und Kraft.
Care-Arbeit ist Arbeit. Care-Arbeit gehört bezahlt.
– Eine Initiative Deiner Nachbarin zum Internationalen Frauentag 2026. –
Hier den 2. Zettel downloaden.
Danke, wenn du mitmachst und diese Zettel am Wochenende an Haustüren deiner Umgebung klebst!
Ich werde am Samstag meinen morgendlichen Hundespaziergang dafür nutzen, in meiner Nachbarschaft an den Haustüren diese Zettel anzubringen.
Mach du das auch, und wenn es nur ein paar wenige sind!
Danke Dir!
Deine feministische Maike

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