Sommerfest und Bratwurstfreuden: Unser Wochenende in Bildern 23./24. Juni 2018

Sommerfest in der Schule und Sommerfreuden auf dem Land – das war unser Wochenende:

Samstag, der 23. Juni 2018

Hauptprogrammpunkt für die Kinder heute ist das Sommerfest an der Schule mit Spiel und Spaß: Haare und Blumenkränze flechten, Kirschkernweitspucken, Armbrustschießen und Kistenklettern. Der kleinen Tochter gefällt am besten das Armbrustschießen. Ich wiederum habe Spaß in der langen Bratwurstschlange und beim Quatschen mit Bekannten und Freunden.

Meine Tochter möchte unbedingt dieses Püppchen haben, das auf dem Sommerfest am Hortstand verkauft wird, und ich finde es selbst so süß, dass ich mich erweichen lasse. Der Schnitt für den Körper ist meiner, den ich der lieben Hörtnerin, die das Püppchen gemacht hat, letztes Jahr gegeben habe.

Vom Schulfest fahren wir direkt weiter aufs Land. Hier freue ich mich an dem großen Blumenstrauß, den die Nachbarin letzte Woche vorbei gebracht hat. Er ist immer noch frisch und zaubert Sommerstimmung ins Haus.

Wieder ein Tisch in Arbeit. Bevor ich auch hier das Gestell abschleifen und weiß streichen werde, habe ich die Tischplatte abgeschliffen und hellgrau gebeizt. Heute und morgen wird die Platte versiegelt. Der Tisch kommt dann als kleiner Schreibtisch ins Gästezimmer.

Zum Abendessen wird gegrillt. Mein Bruder ist mit seiner Frau und Kind zu Besuch. Zur Vorspeise gibt es Melone mit Parmaschinken, und gegrillt werden heute ausschließlich die besten „Roten“ der Welt, das sind unübertroffene rote schwäbische Bratwürste, eine Kindheitserinnerung für meinen Bruder und mich. Wir verdrücken insgesamt 10 dicke Bratwürste – so viel geht hier sonst nie weg. Und das. wo es zum Mittagessen in der Schule auch schon Bratwurst gab… Dazu gibt es einen unglaublich leckeren Kartoffelsalat (Stichworte angebratene und karamellisierte Zwiebeln, mit Brühe abgelöscht und zweierlei Gurken).

Den Kindern schmeckt das Stockbrot mit Butter und Zimtzucker besser, das sie über der Feuerschale grillen. Das wird allmählich ein Klassiker bei uns.

Stockbrotrollen erfordert Fingerfertigkeit:

Der Tochter wurden von der Mama einer Klassenkameradin beim Schulfest die Haare kunstvoll eingeflochten. Wie sie erzählt, nennt sich diese Frisur „Wasserfall“.

Kurz vor acht ziehen dunkle Wolken auf, aber es regnet (leider) nicht. Hier herrscht seit Wochen Dürre. Die Bauern machen inzwischen Noternten. Es herrscht Waldbrandgefahr auf der höchsten Stufe. Deswegen passen wir mit unserem Grillfeuer höllisch auf.

Gestreifter Horizont am Grundstücksende. Die Wiesen sind trocken. Regen ist dringend vonnöten.

Um acht versammeln sich alle drinnen zum Fußballgucken. Weil das Haus kühl ist, machen wir ein Feuer. Feuer wünschen wir in der ersten Halbzeit auch der deutschen Mannschaft. Es ist zum Haareausraufen, bis zum Tor in der 95. Minute. Tja, da liege ich gerade schon mit dem kleinsten Kind im Bett, weiß aber aufgrund der mehrstimmigen Schreie aus dem Erdgeschoss sofort, was los ist und freue mich mit.

Wir genießen nach dem Spiel noch die Hochstimmung und den hellen Himmel der Juninacht. Es will und will einfach nicht dunkel werden, und der Horizont ist weit, farbig und voller dramatischer Wolken. Leider habe ich meinen Fotoapparat nicht dabei, aber mein Bruder sagt, so einen Himmel kenne er nur aus dem Südwesten der USA. Und es ist so still. So still.

Sonntag, der 24. Juni

Auch beim Sonntagmorgenfrühstück ist das Fußballspiel noch Thema. Aber auch die frisch gebackenen Roggenbrötchen, die Guacamole mit Paprika, Peperoni, Harissa und Chili, das Rührei und die selbstgemachte Erdbeer-Johannisbeer-Marmelade. Und der Fichtennadel-Sirup, der schmeckt wie waldiger Ahornsirup. Köstlich. Demnächst kommt der mal über ein selbst gemachtes, wenig gesüßtes Vanilleeis.

 

Auf dem Nachbarhof gibt es junge Kätzchen. Die Kinder sind hingerissen.

Während die Kinder mit den Katzen und Hunden spielen, darf ich mir eine Tüte Salat, Gemüse und Kräuter im Garten der Nachbarin pflücken. Sie hat einen Überschuss und ich freue mich total, denn frischer, leckerer und gesünder als direkt aus dem Garten geht ja gar nicht.

Im Haus lauschen wir dem wunderbaren Geigenspiel meiner Schwägerin. Sie übt für ein wichtiges Vorspiel.

Noch mehr Rosenblüten für Rosenöl.

Zum späten Mittagessen um 15:30 Uhr gibt es lauter Köstlichkeiten mit den frischen Sachen aus dem Garten der Nachbarin. Gartenkräuter-Salat mit kurz gekochten Erbsen, Paprika, Selleriestängeln, Frühlingszwiebeln, Rucola, Dill und Koriander. Dazu Fisch, im Ofen mit Olivenöl gegrillte Zwiebeln und Rote Bete. Zur Vorspeise gibt es Bruschetta aus Roggenbrot mit zerlaufenem Camembert und karamelisiertem Mangold. Es macht großen Spaß, mit meinem Bruder und seiner Frau, die genau so kulinarisch interessiert sind wie ich, zusammen Mittagessen zu improvisieren.

Nach dem Mittagessen machen alle eine Siesta. Wir Erwachsenen brauchen danach einen Espresso, um wieder auf die Beine zu kommen. Der Besuch fährt ab, mein Mann und ich versuchen noch eine Wartung an der eventuell leicht defekten Wasserpumpe. Dann fährt der Rest der Familie wieder zurück nach Berlin. Ich darf noch zwei Tage hier bleiben, zum Arbeiten. Obwohl ich die Familie vermissen werde, freue ich mich sehr auf zwei Tage Autonomie.

Mehr Wochenenden in Bildern von anderen Familien findet man hier, bei Susanne vom Familienblog Geborgen Wachsen.

 

 

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