Schwimmen, Spielen, Sonnenbaden: Unser Berliner Wochenende in Bildern 21./22. Juli 2018

Unser drittes Juli-Wochenende haben wir sommertrunken in Berlin verbracht, mit Schwimmbad, Spielen, Gartenfreuden …und Aufräumen.

Weil ich einige wichtige Termine bzw. Anwesenheitspflichten habe diese Woche (und auch am Wochenende), sind wir am Freitag vom Land wieder nach Berlin gefahren. Außerdem fahren die Kinder am Montag zum ersten Mal für ein paar Tage allein zur Omi nach Stuttgart, die die Kinder hier am Sonntag abholt. Das alles macht das Wochenende aufregend.

Samstag, der 21. Juli 2018

Vor-dem-Frühstück-Spaziergang mit der kleinen Tochter und Puppenwagen im Wohnareal. Die Tochter ist noch im Schlafanzug und barfuß, die Vögel zwitschern. Ich finde ja, wenn die Vogelbeeren rot sind, grüßt von ferne schon der Herbst. Aber nein, es ist noch mitten im Sommer! Erst der 21. Juli! Noch nicht mal Sommer-Mitte! Herrje!

Wir kommen am Nachbarschafts-Community-Garten vorbei und ernten hier eine ganz dicke, überreife Zucchini. Die gibt es heute als ausgebackene Zucchini-Schlangen zum Abendbrot. Ein Zucchini-Rezept, das sogar mir als Zucchini-Muffel und auch den Kindern richtig gut schmeckt.

Nach dem Frühstück gehen Mann und Kinder mit Nachbarskind ins Freibad, während ich total extrem im Haus aufräume und ausmiste. So herrlich (hinterher :-). Diese lang vermissten Dinge sind dabei im Kinderzimmer aufgetaucht: die Kinder-Teigrolle, das dunkelblaue Spieltuch (das habe vor allem ich vermisst), das geliebte „Klick-Portemonnaie“ der kleinen Tochter und eine Puppenstuben-Kommode, die letztens auf dem Land fehlte, als die Kinder dort die Puppenstube einrichteten.

Außerdem warte ich auf eine (für mich) mega-wichtige Lieferung vom Medizinbedarf, die glücklicherweise gegen Mittag eintrifft. Erst am Nachmittag gönne ich mir eine (Frühstücks-) Pause mit deftigem Tomatenbrot mit Zwiebeln und Zitronenthymian aus dem Garten (neben Liebstöckel mein Lieblingskräuter):

Der Mann hat der Tochter letzte Woche ein praktisches Holz-Dingsda fürs Cellospiel geschnitzt, das das Abrutschen des Cellos auf glattem Boden verhindert. In die Löcher kommt der Stachel des Cellos, das Holzstück wird am Stuhl festgebunden. Ich suche heute endlich das passende Band heraus. Sowas macht man auch nur, wenn man schon in Aufräum-Laune ist.

Und dieses von den Kinder geliebte Fingerpüppchen finde ich auch wieder, in einem der Puppenbetten unter der Decke. Ich repariere es ein wenig und befestige seine schon ziemlich verfilzten Haare neu.

Die Kinder kommen mit dem Nachbarskind vom Schwimmen wieder und denken sich den ganzen langen Nachmittag im Kinderzimmer ein Vampir-Theaterstück aus. Vor dem Abendessen beginnt die Vorstellung und dauert gut gemeinte 35 Minuten. Es ist ein komplexes Stück, in dem alle drei Kinder nacheinander erst zu Vampiren gebissen werden, sich dann auf die Reise nach Transsilvanien machen und dort, nach spannenden Abenteuern in einem dunklen Haus mit Falltüren, wieder zu Menschen werden und den Ober-Vampir besiegen… Mitten im Stück geht es nach draußen (= nach Transsilvanien). Auf dem Foto müssen die beiden älteren Vampire einen Türcode im transsilvanischen Schloss knacken, um aus einem abgeschlossenen Raum wieder hinaus zu finden. Supercool. Mein Mann und ich sind baff, was drei Kinder in zwei Stunden auf die Beine stellen können. Sie haben sich eine echt komplexe Handlung ausgedacht und sich zig einzelne Szenen und deren Abfolge gemerkt.

Sonntag, der 22. Juli 2018

Der Mann fährt heute aufs Land, um Sachen hinzubringen und hierher zu holen, die Töchter und ich verbringen den ganzen Tag mit Spielen und Zusammensein. Erst spielen wir „Das verrückte Labyrinth“ und ergänzen das Spiel durch „Katapulte“, eine Idee der Tochter: Wenn man an einer Karte mit einem Katapult (einer der Herzradiergummis der Tochter) vorbeikommt, darf man durch zwei Mauern gehen – aber dann darf man in dieser Runde nicht schieben.

Wir wollen heute ins Labyrinth Kindermusuem in der Osloer Straße, aber das Museum macht erst um 11 Uhr auf. Also lesen wir noch fast zwei Stunden – wir fangen heute mit „Kalle Blomquist“ an – und radeln dann gemeinsam los. Die Stadt ist jetzt in den Ferien total leer, das ist einfach toll. Gefühlt nur die Hälfte der Menschen sind in der Stadt.

Im Museum ist auch wenig los, so dass es für alle total schön und entspannt ist. Die kleine Tochter probiert die vielen Spielstationen draußen aus…

… die große Tochter liest/spielt fast die ganze Zeit mit den Karten mit optischen Täuschungen.

Ich bin mal bei der einen, mal bei der anderen Tochter und habe auch eine gute, entspannte Zeit. Erst am Nachmittag kommen wir nach Hause – und da ist die Omi schon da, die morgen zum ersten Mal die Kinder für ein paar Tage mit zu sich nach Stuttgart nimmt. Zum Abendessen gibt es Zitronen-Knoblauch-Hähnchen, Omi-Zeit und dann für alle das wohlverdiente Bett.

Mein Mann und ich freuen uns auf die erste kinderfreie Zeit seit 9 Jahren. Wir haben umfangreiche Pläne für die Woche, bevor wir am Freitag die Kinder bei der Omi in Stuttgart abholen: Den Gartentisch restaurieren, Gießdienst in der Schule, Entrümpeln im Haus, und natürlich Arbeit, Ausgehen am Abend und ein wenig kinderfreie Partnerzeit.

Weitere Wochenenden in Bildern findet Ihr bei Susanne Mierau von Geborgen Wachsen, hier.

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