Dreimal DANKE: Unser Wochenende in Bildern 09./10. Juni 2018

Ein heißes, prall gefülltes Wochenende auf dem Land mit Besuch und Sommerfreuden liegt hinter uns! 

Freitag, der 8. Juni

Als erstes freuen wir uns am Freitag bei Ankunft auf dem Land über unser „neues“ Bad. Am Waschtisch aus massiver Eiche haben wir tagelang gesägt, geschliffen und ihn dann wasserdicht versiegelt. Wir haben ihn um das vorhandene Waschbecken herum gebaut. Danke, Kai, für das wunderbar lebendige Stück Holz und die guten Tipps für diese knifflige Arbeit! Wer in Berlin auch so etwas möchte, es aber nicht selbst machen kann/will, klicke hier bei Kai, er ist Tischler und fertigt schöne Einzelstücke aus Holz an. Seine Werkstatt zieht jetzt leider gentrifizierungsbedingt von der Koloniestraße im Wedding nach Weißensee um. (Die Verlinkung hier erfolgt absolut freiwillig und natürlich unbezahlt.)

Das Bad ist ja klein, aber wir finden es jetzt richtig schön. Der alte Spiegel war noch im Haus, und hier macht er sich jetzt sehr gut.

Unser Häuschen war für ein paar Tage an Bekannte vermietet, die im Wald tatsächlich ein Hirschgeweih gefunden haben. Wir überlegen zu viert, was wir damit anstellen können und haben ein paar schöne Ideen. Danke, Kathrin und Familie, für den großartigen Fund und dass Ihr ihn uns überlassen habt! <3

Samstag, der 9. Juni

Vor dem Frühstück mache ich meine übliche Morgen-Tour übers Grundstück, atme den guten Sommerduft und schaue, was sich getan hat. Es blühen wundervolle dicke Rosen im Vorgarten, auf denen die dollsten Tierchen herumkrabbeln.

Ich pflücke einen kleinen Korb der schon etwas älteren Blüten, um sie für Rosenöl zu trocknen. Wie ich von der Vorbesitzerin inzwischen erfahren habe, hat sie nicht aus den Wildrosen von der Hecke, sondern aus diesen Rosen das Rosenöl hergestellt. Vielleicht schaffe ich das ja doch noch dieses Jahr…

Spätes Frühstück unter der Linde mit gekochten Eiern und Guacamole.

Hach: In einem der Vogelhäuschen, die wir im Winter immer mit Kernen gefüllt haben, hat ein Vogelpärchen ein Nest gebaut. Es liegen sogar ein paar Eier drin. Aber ein Vogel ist nirgends zu entdecken. Wir grübeln, ob das Nest verlassen wurde? Oder ob die Vögel spüren, dass es sehr warm ist und sie nicht rund um die Uhr brüten müssen? Oder haben wir sie erschreckt?

Der kurze Vormittag vergeht mit dem Aufblasen und Füllen eines „Family-Pools“ und dessen Installation hinterm Fliederbusch. Noch vor dem Mittagessen fahren Mann und kleine Tochter nach Berlin, weil die Tochter zu einem Geburtstag eingeladen ist und der Mann arbeiten muss. Die große Tochter und ich machen uns einen schönen Mutter-Tochter-Exklusiv-Nachmittag: Wir backen einen Rhabarberkuchen…

… basteln etwas aus den gestern Abend in der Blumenpresse gefundenen gepressten Blumen und Blättern (hier zur Bastelanleitung für genau diese Blumenpresse) — die Tochter gestaltet eine Karte für ihre beste Freundin…

… wir kochen uns etwas Leckeres zu Mittag, nämlich Rösti und Gemüse, was die Tochter liebt, essen es drinnen im kühlen Haus im Bett (!) und gucken dazu einen Film (!! die Tochter ist im siebten Himmel und genießt es wie wahnsinnig, denn das gibt es bei uns in dieser Kombination eigentlich nie), verbringen danach kichernd eine Stunde im Pool und filzen dann noch gemeinsam draußen: die Tochter fängt einen Eisbär an und ich arbeite an einem Puppenkopf. Es ist super gemütlich; wir haben eine innige, vertraute Zeit miteinander. Das will ich öfter haben und ich weiß: die Tochter auch. Notiz ans Gehirn.

Zum Abendessen ist der Rest der Familie wieder da und bringt Besuch mit: Unsere liebe Freundin aus den USA, die zur Zeit ein paar Wochen zum Deutschlernen in Berlin verbringt. Wir sitzen bis spät abends bei kühlem Weißwein draußen unter der Linde und quatschen. Herrlich: Es ist Sommer, auch wenn offiziell noch Frühling ist.

Sonntag, der 10. Juni 2018

Kleine Tochter hilft noch im Nachthemd, die Sprosse am Stamm der Linde abzuschneiden, die dem Baum Kraft rauben. Weil es so lang nicht geregnet hat, lässt der Baum schon ein wenig die Zweige hängen. Wir wässern schon seit gestern, was wir können, denn so langsam verdorrt hier alles. Seit Wochen hat es nicht geregnet, und es war durchgehend heiß.

Der Mann hat ganz früh am Morgen festgestellt, dass in dem Vogelnest mit den Eiern doch ein Vogel brütet. Er sitzt dort und bewegt sich nicht von der Stelle. Darum müssen wir den Pool versetzen, denn er ist zu nah am Nest und wir wollen die Vögel doch nicht stören. Gar nicht so einfach, in der Nähe des Wasseranschlusses eine zweite sonnige, ebene Fläche für den Pool zu finden, wo wir keine Blumenwiese zerdrücken.

Wir alle betrachten den brütenden Vogel mit Abstand mit dem Fernglas. So was Süßes! Unsere Freundin ist auch ganz verzückt.

Ich habe wieder frische Brötchen gebacken. Wir genießen ein leckeres Frühstück draußen unter der Linde.

Dann wird für heute angebadet. Das Nachbarskind kommt später auch dazu und es wird wild mit dem Schlauch herumgespritzt.

Die Kinder gehen mit dem Papa in den Wald, denn sie wollen auch ein Hirschgeweih finden. Die Tochter hat heute früh „ganz sicher“ gehört, wie ein Hirsch sich sein Geweih an einem Baum abgestreift hat („Mama, das hat ganz eindeutig so krrrrrrk-krrrk–krrrk gemacht!“)… Leider können sie das Geweih doch nicht finden, brauchen aber nach dem Spaziergang ein kühles Fußbad. Es ist schwül und heiß.

Ich pflanze ein paar Blumen und Kräuter ein und gieße unsere Pflanzen im Gewächshaus. Unsere Freundin sammelt drei Körbe Zapfen, die wir im Winter zum Anheizen verwenden. Danke, Elizabeth, das war spitze! <3

Alle machen nach dem Mittagessen eine Siesta. Danach gewittert und regnet es endlich ein wenig. Ein Segen für das ausgetrocknete Land, aber leider eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bei uns gibt es drinnen gemütlich Rhabarberkuchen mit Vanillesauce. Die Kinder (und unsere Freundin!) spielen Hunde und kichern gewaltig.

Heute fahren wir schon etwas früher als sonst nach Hause. Normalerweise fahren wir gegen 20:00 Uhr, die Kinder in Schlafanzügen und zähnegeputzt, um Staus zu vermeiden und damit die Kinder auf der Fahrt einschlafen. Aber heute wollen der Mann und ich noch einen Abend haben, deswegen fahren wir schon um 18:00 Uhr.

Zu Hause finden wir die ersten Himbeeren reif und verputzen sie gleich frisch vom Strauch.

Und jetzt haben der Mann und ich noch einen Abend, bevor morgen wieder eine gefüllte Woche beginnt.

Weitere Wochenenden in Bildern von anderen Familien findet Ihr hier, in der Sammlung von Susanne von Geborgen Wachsen.

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