Hummeln, Hasen, Hirschkuhfragen: Unser Wochenende in Bildern 28./29. April 2018

Ein herrliches Frühlingswochenende auf dem Land haben wir verbracht, an dem wir ausschließlich rund ums Haus waren. Es wurden u.a. Hasen gesichtet, ein 3D Puzzle gemacht und ein Regal gestrichen.

Samstag, den 28. April 2018

Noch vor dem Frühstück gehen wir raus und machen einen Spaziergang übers Grundstück, um zu schauen, wie alles gewachsen und gesprossen ist. Wir sind nämlich gestern Abend erst bei Dunkelheit hier angekommen und die Kinder wurden schlafend nach oben gebracht. Die Linde ist hellgrün belaubt…

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Die Birken haben ausgetrieben. Alles ist jetzt so wunderschön grün.

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Die kleine Tochter deckt den Frühstückstisch und legt jedem von uns eine Puppe auf den Platz. Ich bekomme meine Silke, die meine Mama für mich gemacht hat, als ich 4 oder 5 Jahre alt war. Sie wurde viel bespielt und geliebt und ist bis heute meine Lieblingspuppe.

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Die Kinder basteln Drachen und lassen sie dann draußen fliegen.

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Wir verbringen den ganzen Vormittag draußen und genießen die Natur. Hier saugt eine dicke Hummel an den Blüten der Berberitzen:

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Blumen pflücken und Kränze flechten.

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Die große Tochter dekoriert den Tisch draußen. „Mama, daraus kannst Du einen Artikel machen – ‚Drei Ideen für Tischdekoration im Frühling'“, sagt sie. Ich: Baff. Sie ist erst neun und hat’s schon raus. Ich wusste gar nicht, dass sie die Überschriften meiner Artikel so gut kennt. Ab und zu lese ich ihr sie vor, aber sie hat’s offensichtlich gut abgespeichert. Und sie hat definitiv ein Händchen für Dekoration.

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Dann wird der Papa mit Löwenzahn und Gras geschmückt. „Er ist ja grün hinter den Ohren,“ kichern wir 3 Mädels.

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Auf der großen Wiese gegenüber vom Haus sind wieder die Hasen zu Besuch und fressen Gras. Diesmal können wir uns ziemlich nah heranpirschen. Wir kommen auf ca. 15 Meter heran, bevor dieser Hase wegläuft. „Die sind ja echt riesig,“ staunen die Kinder, „fast so groß wie Rehe!“ (Naja, nicht ganz, aber groß sind sie schon 🙂 )

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Was das für eine seltsame Eiche ist, frage ich mich. Sie steht auf unserem Grundstück und hat im Sommer ganz normale Eichenblätter gehabt. Aber jetzt hängen so seltsame Blütendolden dran. Das habe ich an einer Eiche noch nie gesehen. Das Internet klärt später auf: Viele Eichen haben solche Blütendolden, das ist ganz normal. Sieht man nur selten, weil die Eichen meist schon zu groß sind, wenn sie solche Blüten austreiben. Die Dolden sind die männlichen Blüten. Unsere Dolden sind relativ lang, also handelt es sich eventuell um eine Weiß-Eiche.

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Schon Spätnachmittag. Die kleine Tochter hat vom Papa den Auftrag bekommen, Zapfen für das Grillfeuer zu sammeln. Macht sie ganz eifrig. Immer wieder kommt unser kleines Rotkäppchen und schüttet Zapfen ins Feuer.

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Dann wird an unserer Feuerstelle gegrillt. Es gibt kleine Würstchen, Feldsalat mit Knoblauch-Sahne-Sauce, Gemüse und Stockbrot mit Butter und Zimtzucker.

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Die Kinder gehen völlig frühlingsmüde früh ins Bett, und wir Erwachsenen genießen noch eine Kuschelstunde vor dem warmen Ofen.

Sonntag, der 29. April 2018

Vor dem Frühstück wieder ein Gang übers Grundstück. Die kleine Tochter hüpft über die ehemalige Eselsweide.

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Nach dem Frühstück wird draußen gearbeitet. Die große Tochter legt ein schwieriges 3D Puzzle mit 500 Teilen, bei dem wir abwechselnd helfen. Ich streiche endlich das alte Bücherregal („Weiß statt weg“ ist ja mein Motto bei Möbeln, die andere vielleicht entsorgen würden). Das Regal ist aus Pressspan und uralt, aber sehr praktisch, da es genau in eine Nische hinter einer unserer Türen passt. Ich bin gegen Wegwerfen bzw. für Recycling und für Nutzung von Dingen, so lange es geht. Also wird das alte Regal weiß gestrichen, damit es möglichst wenig ins Auge fällt, und darf bleiben. Der Mann kümmert sich weiter um unsere gefällte Birke.

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Puzzle-Station draußen

Später gehen Mann und große Tochter zusammen zu den Bibern am Fluss. Die Tochter will ein Stück von Bibern angenagtes Holz mit nach Berlin nehmen, um es der „Bibergruppe“ im Hort zu schenken. Die kleine Tochter und ich gehen in die andere Richtung in den Wald, wo wir zufällig die Bewohner des alten Forsthauses treffen. Wir erfahren, dass es hier im Umkreis die seltenen Wiedehopfe und auch Seeadler gibt. Den Seeadler haben wir sogar schonmal gesehen, wie sich herausstellt. Wir hatten die großen Vögel für Habichte gehalten.

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Unser Waldweg jetzt Ende April.

Die wilden Wespen sind auch schon wieder unterwegs auf der Wiese gegenüber vom Haus.

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Am Nachmittag sind wir bei den Nachbarn zum Kuchenessen. Die liebe Nachbarin gräbt für uns verschiedene Pflanzen aus, die sie im Überfluss hat und die ich bei uns morgen einpflanzen darf: einen kleinen Nussbaum, einen Boskoop-Apfelbaum, einige Holunderbüsche (yeah!), Johannisbeeren, Wald-Himbeeren (göttlich!), Stockrosen und Jasmin. Ich freue mich darauf, zu sehen, was bei uns tatsächlich anwächst. Aber da die Pflanzen auf dem Nachbargrundstück gewachsen sind, stehen die Chancen gut, dass sie auch bei uns gedeihen.

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Zum Ende des Tages beobachten wir noch die Hirschkuh auf der Weide hinterm Grundstück. Von einem Moment auf den anderen ist sie plötzlich weg, aber nicht weggelaufen (das hätten wir gesehen). Also hat sie sich wohl niedergelegt. Hat sie hier ihren Schlafplatz? Oder liegt hier sogar ein Hirschbaby im Gras? Wir wissen es nicht, aber es ist schön, sich das zu fragen.

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Und nun streiche ich noch das Regal fertig und dann geht es schnurstracks ins Bett. Morgen fährt der Mann früh nach Berlin, um zu arbeiten, wir Mädels bleiben hier und genießen einen Frauen-Frühlingstag 🙂

Weitere Wochenenden in Bildern von gestern und heute finden sich bei Susanne von Geborgen Wachsen.

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