Feiern und Gammeln: Unser Wochenende in Bildern 27./28. Januar 2018

Wir sind dieses Wochenende in Berlin geblieben, weil es Arbeit, Einladungen und Verabredungen gab. Am Samstag haben wir gefeiert, am Sonntag gegammelt. Unser Wochenende in Bildern:

Samstag Morgen, 6:30 Uhr: Eine lange Runde Vorlesen im Familienbett mit Obstschale, Tee und Kaffee. „Rasmus und der Landstreicher“ ist eines der schönsten Bücher von Astrid Lindgren, und total zu Unrecht wenig bekannt. Das zauberhaft überraschende Happy End rührt mich beim Vorlesen jedes Mal zu Tränen. Unsere Ausgabe des Buches stammt noch aus meiner Kindheit.

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8 Uhr: Der Mann geht arbeiten und nimmt das kleine Kind mit. Die große Tochter schreibt im Bett sitzend ihrer Freundin auf meinem Computer einen Brief. Ich mache die Wäsche.IMG_5792

Unser Küchentisch bekommt eine neue Tischdekoration. Winterlich karg:

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Als Mann und Kleinkind wieder da sind, gibt es Frühstück – Stipp-Ei, Toast und gelben Smoothie aus Kiwi, Gurke, Äpfeln und Mango.

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Dann wird gebastelt und gemalt. Die Tochter arbeitet an ihren Geburtstagseinladungen, die kleine Tochter malt ein Bild für die Omi, die heute Geburtstag hat. Ich schreibe eine Glückwunschkarte für meinen Bruder.

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Ich habe einen skurrilen Einkaufszettel und gehe damit los: 1 Blumenstrauß, 1 Pack Druckerpapier, 1 Schleich-Elfe, 1 Sixpack thailändisches Bier, 1 Blumenkohl, 1 Textilmarker. Den Blumenstrauß kaufe ich in einem meiner Lieblings-Blumenläden, wo winterliche und vorfrühlingshafte Blumen stehen:

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Zu Hause gibt’s Mittagessen: Kartoffelpuffer, gebratenen Blumenkohl und grünen Salat.

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Mit der kleinen Tochter geht es zu einem Kindergeburtstag, genauer: zu einem Theaterstück in die Märchenhütte im Monbijoupark. Die Vorstellung ist leider überhaupt nicht kleinkindgerecht, wie so viele „Kindertheaterstücke“ in Berlin.

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Nach dem Theater geht die Tochter zum Weiterfeiern zu ihrer Freundin nach Hause, und ich stoße zu einer Einladung bei meinem Bruder, der gerade mit seiner Partnerin in Thailand war. Die beiden haben mehrgängig thailändisch gekocht (super lecker) und sich außerdem in Thailand verlobt. (Deswegen das thailändische Bier, der Blumenstrauß und die Glückwunschkarte.) Wir haben einen schönen Nachmittag mit Diashow, holen um 18 Uhr die kleine Tochter vom Geburtstag ab, die nach all dem Süßkram bei der Geburtstagsfeier nur noch ein Schälchen Reis mit Soße möchte. Später fahren wir alle müde mit dem Fahrrad nach Hause.

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Sonntag Morgen, 7 Uhr: Die Kinder sind hungrig, der Mann brät Pfannkuchen für alle.

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Draußen ist es regnerisch. Aber in unserem Garten blüht immer noch eine Christrose. Ich liebe diese Blume.

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Der Mann geht mit der Großen eine Runde draußen Roller fahren. Ich zeichne der kleinen Tochter ein Ausmalbild. Sie will fast immer eine Prinzessin. Bekommt sie auch heute.

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Dann gehe ich mit der Kleinen eine Stunde raus, erst ins Birkenwäldchen…

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… dann weiter zum Moritzhof, wo wir die Ziegen streicheln…

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… und weiter zum großen Spielplatz an der Kletterwand, der wunderbar leer ist.

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Ein richtiges Berlin-Bild mit Fernsehturm und Prenzlauer Berg-Kindern:

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Die Pfützen sind tief, das macht Spaß.

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Nach dem Mittagessen und Mittagsschlaf wird nur gegammelt. Eigentlich wollte eine Freundin mit ihrem Baby zu Besuch kommen, aber in gegenseitigem Einvernehmen verschieben wir das — auch sie möchte heute lieber zu Hause bleiben und gammeln.

Die Kinder dürfen einen Film schauen. Der Mann und ich wollen auch einfach nur was schauen, heute auf arte.tv, u.a. einen Beitrag über den Ballarò-Markt in Palermo. Eines der dort vorgestellten Pasta-Gerichte macht mir den Mund wässrig, und so gibt es nach dem Gucken in Ermangelung der meisten Zutaten (wilder Fenchel! frische Sardinen!) eine sehr reduzierte und improvisierte Form für uns Eltern zum Abendessen*, während die Kinder Spaghetti mit Tomatensoße bekommen.

(Hier folgt morgen noch ein Foto vom Mörsern, das noch in der Kamera wartet).

Und dann gern wir alle ins Bett. Gammeln macht müde, und morgen beginnt eine anstrengende Woche mit viel Arbeit, Fasching in Schule und Kindergarten und vielen Verpflichtungen, Aufgaben und Terminen.

*) „Pasta con le Sarde“ in reduzierter Form: Ich habe einfach ein Pesto im Mörser gemacht aus einem TL zerstoßenen Fenchelsamen, 6 Sardellenfilets aus dem Glas, Knoblauch, gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer. Gekochte Spaghetti wurden mit dem Pesto, kurz eingeweichten Rosinen und gerösteten Pinienkernen vermischt. War sehr lecker und genau das, was ich heute gebraucht habe.

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es bei Geborgen Wachsen.

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