Eiszehen, Ponys und Räucherzeremonie: Unser Wochenende in Bildern 10./11. Februar 2018

Dies war ein winterliches Wochenende auf dem Land mit vielen kuschligen und eisigen Momenten. Außerdem war am Sonntag mein Geburtstag, den wir ganz gemütlich verbracht haben.

Wir drei Mädels der Familie sind seit ein paar Tagen allein auf dem Land, weil der Mann in Berlin arbeiten muss. Beim ersten morgendlichen Blick aus dem Fenster freuen wir uns: Es schneit! Eine dünne Schneeschicht liegt auf allem.IMG_6282

Als erstes muss ich Feuer in den beiden Öfen machen – sonst geliebte Aufgabe des Mannes. Mission accomplished, das Feuer brennt, sogar im etwas schwierigeren kleinen Ofen:

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Die Kinder wünschen sich ein Frühstück im Bett. Bin ich ja nicht so Fan von wegen der Krümel, Verschütt- und Verschmiergefahr. Das tragbare Tablett, das die Vorbesitzer dagelassen haben, bildet hier den Kompromiss, das stellen wir ins Bett, so dass es eine feste Basis gibt:

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Nach dem Frühstück spazieren wir bei -3°C mit dem alten Fahrrad zum 3,5 km entfernten Nachbarhof; wir sind zum Reiten verabredet. Die Kinder dürfen abwechselnd auf dem Gepäckträger sitzen, ich schiebe.

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Die Kinder sind durchgefroren, als wir ankommen. Zum Aufwärmen dürfen wir ins „Waschhaus“, wo ein Holzfeuerchen im Ofen brennt und Wasser wärmt. Die Tür ist voller wunderschöner Eisblumen. Eisblumen habe ich seit den 1990er Jahren nicht mehr gesehen; es gibt ja fast überall nur noch Thermofenster.

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Das Nachbarmädchen schlägt vor, mit dem Pony einfach zu uns nach Hause zu spazieren. Finden wir super. Die Kinder reiten abwechselnd, während ich mit dem Fahrrad nebenher fahre und das jeweils andere Kind auf dem Gepäckträger habe. So ein Pony ist schneller, als man denkt, besonders, weil die Kinder immer traben wollen.

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Als wir zu Hause ankommen, sind die Zehen der Kinder Eis und sie brauchen erstmal ein Fußbad und warme Decken. Es gibt sogar Tränen, weil die kalten Zehen so weh tun. Au weia. Gott sei Dank ist es drinnen mollig warm. Alle haben Hunger und wir bereiten zusammen auf dem Sofa eine Gemüsesuppe zu.

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Nach der Mittagspause werden diese Brötchen bzw. Fladen gebacken, die wir total gern essen.

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Spielrunde. Wir spielen „Oh Tannenbaum“ von Spieltz, ein Spiel meiner Mompreneurs-Kollegin Karin Janner. Die kleine Tochter kann seit einer Weile Streichhölzer und Kerzen allein anzünden. Sie kokelt gern herum.

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Hmm, die fertigen Buttermilch-Dinkel-Fladen riechen total lecker:IMG_6314

Die Kinder gehen ins Bett. Ich genieße ein wohliges Bad mit Melisse-Badezusatz und ein wenig Recherche am Rechner, bevor kurz vor Mitternacht der Mann nach Hause kommt. Um Mitternacht habe ich Geburtstag. Ich darf mein erstes Geschenk auspacken (der Mann hat mir ein zauberhaftes Bild gemalt) und wir trinken ein Glas Sekt. Der Mann hat alles mit Kerzen beleuchtet und spielt „Happy Birthday“ auf der Gitarre. Hach, wie schön.

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Am Sonntag hat der Mann noch eine Überraschung – für die Kinder 🙂 : Er hat anlässlich meines Geburtstages bei der Balloonerie eine Gaskartusche für Gasluftballons besorgt. Unsere Kinder LIEBEN Gasluftballons, die an die Decke steigen. Sie freuen sich wie wild. Sie bemalen im Lauf des Vormittags zwei der Luftballons mit Gesichtern, taufen sie Lia und Luisa und spielen DEN GANZEN TAG mit diesen beiden „Puppen“ – bauen ihnen ein Haus, richten eine Geburtstagsparty für sie aus, legen sie schlafen, bringen sie zur Schule…. So einfach kann man eine Puppe basteln, die intensiv bespielt wird! Da bin sogar ich als Puppenmacherin richtig baff. Während die Kinder so wunderschön mit Lia und Luisa spielen, fläze ich auf dem Sofa und kann mich dem wunderbaren Stapel Zeitschriften widmen, den meine Mutter geschickt hat. Herrlich, für sowas habe ich sonst nie Zeit.

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Lia und Luisa haben ein gemütliches Bett bekommen.

Zwischendurch kochen wir zusammen eins meiner Lieblingsessen zu Mittag – Saltimbocca alla Romana mit Kartoffelgratin. Der Mann studiert dabei die Anleitung für das Räucher-Set, das wir im Sommer mal bestellt und nie verwendet haben. Es ist der Plan, heute endlich mal eine „energetische Hausreinigung“ in unserem schon nicht mehr ganz neuen Haus durchzuführen.

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Kleiner Spaziergang in den Wald, wo die vielen Wasserlöcher zugefroren sind und erkundet werden müssen.

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Diese coolen Drahtgestelle sind ein Geburtstagsgeschenk meiner Mutter und ich probiere aus, wo sie in der Küche eventuell Platz finden könnten. Da sollen Kartoffeln und Obst mäusesicher Platz finden.

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Dann räuchern wir unser Haus aus. Wir sind ja nicht explizit esoterisch, aber hatten im Sommer das Gefühl, wir müssten  das Haus von allen „alten Geistern“ befreien, eher so symbolisch für unsere Psychologie, damit es wirklich „unseres“ wird und sich auch so anfühlt. Wir hatten damals ein Räucher-Set besorgt (dieses), es aber nie geschafft, die „energetische Hausreinigung“ durchzuführen. Heute soll es aber sein. Kurz: Es stinkt, fühlt sich aber gut an. Zu der Kräutermischung, die auf einer speziellen Räucherkohle-Tablette in einem besonderen Schälchen verbrennt, zählen weißer Salbei, Mariengras, Zedernspitzen, weißer Copal und Engelwurz.

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Ein bisschen pusten, und dann räuchert es wieder

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Die Kinder spielen trotz Räucher-Gestank (mein Mann: „Das riecht, als ob ganz schlechtes Gras verbrennt“) immer noch intensiv mit Lia und Luisa. Hier haben sie ihnen ein mehrstöckiges Haus in unserem alten Brotschrank eingerichtet.

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Jetzt neigt sich der Tag schon dem Ende zu, und das Landhaus riecht nach schlechtem Gras. Morgen fahren wir wieder nach Berlin – zwar hat das Schulkind noch bis Mittwoch frei wegen einer Klausur der Lehrer, aber das Kindergartenkind feiert am Dienstag Fasching im Kindergarten und möchte unbedingt dabei sein. Und auf uns Eltern warten viel Arbeit und viel Organisatorisches.

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer hier, bei Geborgen Wachsen.

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